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Noch ziehmlich dünn!!!

Hier möchte ich "Aktuelles" und "Verschiedenes" zum Besten geben. Habt Ihr eine Meinung dazu, dann äußert sie bitte im Gästebuch oder schickt mir eine E-Mail:

Danke!

Letzte Aktualisierung: 10.04.2017

Sumpfrohrsänger füttert Kuckuck

Übrigens wird die HP ständig aktualisiert/erweitert. Es lohnt sich also immer mal einen "Blick darauf zu werfen".

Nicht jeder hier übernommene oder zitierte Artikel spiegelt meine Meinung wieder. Manche sollen einfach nur zum Nachdenken und zur Diskussion anregen! 

Hinweis: Leider muss ich von Zeit zu Zeit die ältesten Beiträge auf dieser Seite wegen "Platzmangel" löschen. Die themenbezogenen Beiträge übertrage ich diese so umfangreich wie möglich auf die Themenseiten!


 

10.04.2017

Kurioser Amsel-Unfall

Am 02.04.2017 war ich mit meiner Frau in  Sachen Krötenzaun unterwegs. Auf dem Rückweg  hörten wir etwas panische Amselrufe. Die Nachsuche ergab  zwei auf den ersten Blick miteinander kämpfende Amsel-Männchen. Bei näherem Hinsehen war jedoch festzustellen, dass die beiden Amsel-Männchen "aneinander gekettet" waren.

 

 

An Fuß und  Flügel  "unlösbar" verbunden!

 

 

Was eigentlich schier unmöglich scheint war eingetreten. Wahrscheinlich bei "Revierstreitigkeiten" waren die beiden "Amselhähne" in Kontakt mit den vorjahrigen noch sehr festen Stängeln des Klettenlabkrautes in Kontakt gekommen. Dabei hatten sich der Fuß der einen Amsel  und die 4 äußeren Flügelfedern (Handschwinge) der anderen Amsel für die Amseln unlösbar verbunden. Darüber hinaus verfingen sie sich auch noch  an einem Trieb der Waldrebe. Ich griff mir die beiden, nun vielleicht "geläuterten Streithähne", löste sie von der Waldrebe und knibbelte die "Fesseln" um Fuß und Handschwinge auf. Beide Amsel konnten nach kurzer "Kosmetik" an der Federn wieder in die Freiheit entlassen werden.

Wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, hätte es nicht geglaubt, dass so etwas ("Hand-Fußfessel") passieren kann!

 

 

Eine für die Amseln unlösbare Fessel!

 

 


13.03.2017

Kleine Anfrage zu den "bösartigen Saat- und Rabenkrähen"

(Landtag von Sachsen-Anhalt)

Die Landesregierung hat die Kleine Anfrage vom Abgeordneten Andreas Höppner (DIE LINKE) beantwortet

(Antwort zur Kleinen Anfrage - KA 7/563)

Ich meine die Landesregierung hätte sich etwas klarer positionieren können!

Übrigens habe ich bisher keine sinnfreiere und schlechter recherchierte Anfrage gelesen. Der Fragesteller scheint nicht mal den Unterschied zwischen der in den Orten koloniebrütenden Saatkrähe und der bereits zu unrecht bejagten paarweise in der freien Feldflur lebenden Rabenkrähe zu kennen. Schuster bleib bei deinen Leisten!!!

Was bewegt einen Abgeordneten zu einer solchen Anfrage? Das Sommerloch kann es noch nicht sein!

Artikel in der MZ vom 11.03.2016 - Linke fordern Eingreifen!

An was denken die Linken wohl? "Abschießen","Vergiften", "Horstbäume fällen"?

Ich möchte es gar nicht wissen!

 

 

Rabenkrähe - Jungvogel

 

 

 

Linke fordert Eingreifen Dreck von Krähen sorgt für Unmut – Quelle: http://www.mz-web.de/26179460 ©2017

 

 

Linke fordert Eingreifen Dreck von Krähen sorgt für Unmut – Quelle: http://www.mz-web.de/26179460 ©2017Linke fordert Eingreifen Dreck von Krähen sorgt für Unmut – Quelle: http://www.mz-web.de/26179460 ©2017

 


10.03.2017 

Greifvogelverfolgung in Deutschland

Es ist wieder soweit . Besonders im Frühjahr fallen auch viele Rotmilane Giftködern, welche eigentlich meist dem Mäusebussard "zugedacht" sind, zum Opfer. Bitte melden Sie  jeden aufgefundenen  toten Rotmilan. Seht hierzu einen Artikel auf www.komitee.de

Die Meldung ist möglich über ein Meldeformular bei der  Erfassungs- und Dokumentationsstelle Greigfvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität" (EDGAR) oder direkt beim Komitee gegen den Vogelmord  per Email  (edgar@komitee.de) oder unter den Telefonnummern 0228/665521 (an Werktagen zu den Bürozeiten) oder 0172/2191542 (zu anderen Zeiten). 

Rotmilan

 


 09.03.2014

 

Die Brutsaison hat begonnen

Die Brutsaison hat begonnen. Die alteingesessenen Kolkrabenpaare haben bereits vor drei bis vier Wochen ihre Horste ausgebessert und nun zu brüten angefangen. Ich hoffe die Verlustrate durch Störungen durch "ordnungsgemäße Forstwirtschaft" hält sich in diesem Jahr in Grenzen. Leider wird man hinsichtlich der Gehölzrückschnitte an Wald- und Gehölzkanten erst jetzt munter und der Forst braucht sich sowieso nur sehr begrenzt an die artenschutzrechtlichen Vorschriften zu halten!  Auch Waldkauz, Uhu und Co sitzen in den Startlöchern. 

Kolkrabenpaar

 Einige Rotmilane ziehen auch schon Ihre Runden, die Spechte sind schon sehr aktiv, die Graureiher und Saatkrähen basteln  an ihren Horsten und heute Morgen konnte ich der ersten Singdrossel lauschen!


08.03.2017 

Was haltet ihr eigentlich von den sogenannten Naturschutzverbänden?

Wenn ich so durch das WWW surfe oder mir eine hiesige Tageszeitung antue (da meine ich nicht die BILD),  werde ich mit allerlei interessanten Seiten und Artikeln und natürlich Meinungen konfrontiert. Ich könnte sicher 30, 40 oder noch mehr interessante Seiten oder Artikel über die in der Bundesrepublick Deutschland "anerkannten ("Naturschutz-") Verbände" aufzählen (Einige davon sind bereits irgendwo auf meiner HP verlinkt).

Da ergeben sich so einige Fragen:

Steht es manchen in Verbänden etablierten  „Möchtegernnaturschützern“ mit ihrem "grünangehauchten Schwarz-Weiß-Denken“ zu,  tatsächliche Naturschützer, wie viele Mitarbeiter im staatlichen Naturschutz oder ehrenamtlich wissenschaftlich für die Erhaltung der Artenvielfalt Tätige, anzugreifen?

Werden dort auch organisierte Naturschützer, welche diese Bezeichnung auch tatsächlich verdienen, von Leuten die der eigentliche Naturschutz wenig berührt, instrumentalisiert?

Werden teure Anwaltsbüros mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden gefüttert?

Wird im Bereich Windkraft eine Art Ablasshandel, also Geld gegen Zustimmung, betrieben?

Kann man Windkraft, trotz der bitteren Erkenntnis über Vogelschlag und zigtausend  „platzenden“ Fledermäusen jedes Jahr, hochjubeln?

Ich kann und möchte diesen kleinen Fragenkatalog nicht tatsächlich beantworten. Nur eins - ich bin schon lange kein Mitglied mehr in einem solchen Verband.  


24.02.2017 

 Gehölzschnitt 

Nun zieht hoffentlich wieder Ruhe ein und das Beseitigen und Verstümmeln von Büschen und Bäumen hat ein Ende! 

Bäume, Sträucher und Hecken dürfen nur noch bis Ende Februar beseitigt oder geschnitten werden, danach erst wieder ab dem 1. Oktober. Diese Schonfrist vom 1. März bis zum 30. September ist im Bundesnaturschutzgesetz § 39 Abs. 5 festgeschrieben.
Tiere gehen bereits im zeitigen Frühjahr auf Reviersuche und beginnen mit dem Balz- und Paarungsverhalten.

Dieses Verhalten wird von der Tageslänge und vom Licht gesteuert, das Wetter spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. 

Deshalb dürfen in den Lebensräumen der wild lebenden Tiere keine derartigen Veränderungen und Störungen mehr stattfinden. 

Zuwiderhandlungen können mit einer Geldbuße von bis zu 10.000 € geahndet werden! 

Zulässig sind ab dem 1. März nur noch schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des einjährigen Zuwachses der Pflanzen. Hiezu gehören regelmäßige Pflegeschnitte von Gartenhecken im Siedlungsbereich. Hier muss jedoch auf mögliche Brut- und Niststätten (Artenschutz) Rücksicht genommen werden!  Aber wer macht das schon?! Unzählige Vogelnester werden freigestellt und Altvögel vergrämt.

Ich kann mir, bei den wie jedes Jahr kurz vor "Toreschluss" einsetzenden starken Gehölzschnittaktivitäten, nicht vorstellen, dass die gesetzlich festgesetzte Frist eingehalten wird.  Ich gehe davon aus, dass bundesweit viele tausend mal dagegen verstoßen wird!

Für die sogenannte "ordnungsgemäße Forstwirtschaft" gilt dieses Verbot natürlich nicht!!! 


12.02.2017

Informationskampagne des Bundesumweltministeriums 

„Neue Bauernregeln“

Eigentlich wollte das Bundesumweltministerium um Ministerin Barbara Hendricks mit den Plakaten für eine nachhaltige Landwirtschaft werben. Am 09.02.2017 hat das Bundesumweltministerium seine erst kürzlich verkündeten „Neuen Bauernregeln“ wieder von seiner Webseite genommen! 

Bei mir könnt ihr sie aber noch nachlesen!


Bauernregel 1:

"Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein."

Bauernregel 2:

"Gibt's nur Mais auf weiter Flur, fehlt vom Hamster jede Spur."

Bauernregel 3:

"Zu viel Dünger auf dem Feld geht erst ins Wasser, dann ins Geld."

Bauernregel 4:

"Haut Ackergift die Pflanzen um, bleiben auch die Vögel stumm."

Bauernregel 5:

"Zu viel Dünger, das ist Fakt, ist fürs Grundwasser beknackt."

Bauernregel 6:

"Ohne Blumen auf der Wiese geht's der Biene richtig miese."

Bauernregel 7:

"Steh'n im Stall zu viele Kühe, macht die Gülle mächtig Mühe."

Bauernregel 8:

"Gibt's nur eine Pflanzenart, wird's fürs Rebhuhn richtig hart."

Bauernregel 9:

"Wenn alles bleibt, so wie es ist, kräht bald kein Hahn mehr auf dem Mist."

Bauernregel 10:

"Strotzt der Boden vor Nitraten, kann das Wasser arg missraten."

Bauernregel 11:

"Bleibt Ackergift den Feldern fern, sieht der Artenschutz das gern."

  

Bilderstrecke der „Neuen Bauernregeln“ auf RP-online

 

11 „neue Bauernregeln“ und alle ein Treffer! 

Leider fehlt den Bauern die notwendige Portion Selbstironie. Eine Beleidigung der Bauern kann ich nicht erkennen!?

Leider knickt das Bundesumweltministeriums vor dem Geschrei der Agrarlobby ein und nimmt die Kampagne zurück. Die hübsch illustrierten Plakate, welche auf die "Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft" aufmerk-sam machen sollten, wird es nun nicht geben.

Trotz des Rückziehers des Bundesumweltministeriums „Bleibt wahr, was wahr ist!“

Nach wie vor sind Land- und Forstwirtschaft in Deutschland Hauptverantwortliche für den Artenschwund und das wird sich bei der hier deutlich zu Tage tretenden Einstellung der Agrarlobby auch nicht all zu schnell ändern!

Zwei Beiträge zum Thema:

1. Von der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V. (EGE)

Agrardebatte: Von Glashäusern und Steinen -Februar 2017

2. Vom Wattenrat 

„Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein“ (15. Feb 2017)

 


16.01.2017 

Polemik vom „Feinsten“

Offener Brief zur Zukunft des Ländlichen Raums in Sachsen-Anhalt 

Achtzehn land- und forstwirtschaftliche Verbände haben einen offenen Brief an den sachsen-anhaltinischen Ministerpräsidenten unterzeichnet. Dort wird, ohne sie namentlich zu nennen, die Umweltministerin Dr. Claudia Dalbert hinsichtlich ihrer Umweltpolitik kritisiert.

 Aber lest selbst:

 Offener Brief auf  www.lbv-sachsenanhalt.de

Offener Brief auf www.mz-web.de

Quelle: Artikel auf www.mz-web./25541602.de  

Man spricht u. a. von einem krassen Personalnotstand in den Forstbehörden und einem zukünftig zu hohen Personalbestand im Umwelt- und Naturschutzbereich.Wenn es tatsächlich zu einer Anhebung des Personalbestandes kommen würde, könnte diese eventuell helfen vorhandene schmerzliche Lücken zu schließen und die Defizite bei der Umsetzung der umweltrechtlichen Vorschriften zu verringern.

Ein Beispiel für bestehende Defizite ist die sich bereits über viele Jahre hinziehende Überführung der Schutzgebiete des Schutzgebietssystems Natura 2000 in nationales Recht. Diese wird voraussichtlich noch bis weit ins Jahr 2018 auf sich warten lassen. 

Die wahrscheinlich seitens der Briefeschreiber bestehende Angst, eine Personalaufstockung würde zu neuen Vorschriften und Reglementierungen führen, ist eher unbegründet.

Es ist nach meiner Ansicht nicht zu erwarten, dass es zu merklichen Aufstockungen kommt und schon gar nicht bei den für die Umsetzung eines großen Teiles der umweltrechtlichen Vorschriften zuständigen Vollzugsbehörden im Bereich der unteren Verwaltungsstufe. 



08.01.2017

Wolf auf dem Rödel (Burgenlandkreis)? 

 Ein Wolf auf dem Rödel? - so titelt ein Artikel vom 08.01.2017 auf der HP des Naumburger Tageblatts 

Jäger kramen ein offensichtlich über acht Monate altes Foto einer Wildkamera aus dem "Sack". Warum hat man sich soviel Zeit damit gelassen. Gerüchte über ein durch Wölfe gerissenes Konik-Fohlen stellen sich, entsprechend der Angabe des betreffenden Tierhalters, als völlig haltlos heraus.  An einem Riß in Rödelnähe lässt sich keine entsprechende DNA feststellen! Ein anderer Riss eines Stückes Damwild wird von Jägern von A nach B verbracht, weitere werden "augenscheinlich" durch Jäger als durch Wölfe verursachte Risse deklariert, wahrscheinlich ohne sie einer DNA-Untersuchung zu zuführen. Woher kommt deren Erfahrung mit Wölfen?

Ich enthalte mich an dieser Stelle einer weiteren Wertung dieser "Sachverhalte". Fakt ist jedoch, der Wolf stellt eine streng geschützte Art dar und ist, bis die  entsprechenden Lobbyisten ein (auf Neudeutsch) "Wolfsmangement" nach ihren Wünschen durchgedrückt haben, auch als solche zu behandeln!

Was bei den geschützten Arten Raben- und Nebelkrähe (VO) sowie Kormoran (KorVO LSA) wider der Vernunft in Sachsen-Anhalt durchgesetzt wurde, wird bei ausreichend Lobbyarbeit seitens der "Betroffenen" sicher auch beim Isegrim fruchten.

Nach wie vor gibt es, laut Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, im Burgenlandkreis keinen tatsächlichen Wolfsnachweis!


07.01.2017

NABU: Unnötige Wolfs-Debatte von Agrarminister Schmidt - für Wölfe kann es derzeit überhaupt keine Abschussquote geben

 zum Artikel  auf www.presseportal.de

Mehr zum Thema Wolf auf meiner Themenseite "Säugetiere im BLK"


03.01.2017 

Kompendium der Biodiversität „Pflanzen und Tiere in Sachsen-Anhalt“ erschienen 

Für 78 Artengruppen (einschließlich zahlreicher Pilzgruppen sowie Rot- und Blaualgen)haben die Autoren die Ergebnisse umfangreicher Recherchen zur Bestandssituation und Bestandsentwicklung zu jeder einzelnen der etwa 23.000 Arten in möglichst jeweils einer Zeile generalisiert und komprimiert zusammengefasst. Die langjährigen Untersuchungen ergaben zahlreiche Hinweise auf negative Trends in der Populationsentwicklung. 

Auszug aus der  Pressemitteilung des Landesamtes für Umweltschutz

Ich konnte schon mal reinschauen - habs gleich bestellt!


02.01.2017 

Viele Arten stehen unter Naturschutz
 
Wirklich? Wie viele? Wie wirksam ist ihr Schutz?
Der Schutz der Biodiversität ist in aller Munde und doch kaum mehr als ein Lippenbekenntnis. Tatsächlich verabschieden sich
immer mehr Arten in die Roten Listen. Politik und Wirtschaft sehen in Arten und Artenschutzrecht Gegner ihrer Interessen.
 

29.12.2016 

Walliser Wolf wurde bereits geschossen

Lest hierzu auf NATURSCHTUZ.CH

Die Begründung für die Genehmigung des schweizerischen Bundesamtes für Umwelt (BAFU) zum Abschuss  des Wolfes erschließt sich mit leider nicht! 

Auch in Deutschland werden die Stimmen für die Bejagung des streng geschützten Wolfes im lauter. Was die entsprechende Lobby bei Rabenvögeln und Kormoranen geschafft hat, wird ihr früher oder später auch beim Wolf gelingen!


23.12.2016

Ölbohrungen im Nationalpark Wattenmeer sind nicht zulässig

Greenpeace kommentiert Rechtsgutachten von Minister Habeck

Artikel vom 19.12.2016 auf www.presseportal.de 

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Letzter Schritt getan: Erstes Flächenpaket nun juristisch Eigentum der DBU

Westliche Hainleite, Hohe Schrecke und Himmelsgrund gehören nun zur DBU-Naturerbe GmbH, der gemeinnützige Tochter der

Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)!

Siehe hierzu Artikel auf www.presseportal.de!

In Sachsen-Anhalt gehören bereits 10 Flächen zu den DBU Naturerbe Liegenschaften

Zwei davon (eine teilweise) liegen im Burgenlandkreis. 

Flächen in Sachsen- Anhalt:

 

Biederitzer Busch 125 ha

Glücksburger Heide2595 ha

Goitzsche 1000 ha

Hohe Schrecke 266 ha

Kellerberge 284 ha

Kühnauer Heide 951 ha

Oranienbaumer Heide 2102 ha 

Ringfurther Elbauen 1193 ha

Roßlauer Elbauen 1665 ha

Zeitzer Forst 855 ha

Quelle: https://www.dbu.de/1320.html

 


15.12.2016 

Greifvogelverfolgung in Deutschland (EDGAR)

Ich möchte nochmal auf das weiter aktuelle Thema Gerifvogelverfolgung in Deutschland hinweisen.

Nach wie vor werden in Deutschland Greifvögel wie Mäusebussard, Habicht und Rotmilan von manchen Geflügelhaltern und Jägern auf illegale Art und Weise getötet. Sie werden vergiftet, gefangen und erschlagen oder abgeschossen. 

 Das "Komitee gegen den Vogelmord e.V." engagiert sich bereitsden 1980er  Jahren gegen diesen Greifvogelmord.

2015 wurde das Projekt EDGAR – Erfassungs- und Dokumentationsstelle Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität – welches vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums unterstützt wird, eingerichtet.

Einige Links zu Veröffentlichungen des Komitee zum Thema auf www. greifvogelverfolgung.de :

 

"Illegale Greifvogelverfolgung: Gravierendes Ausmaß auch in der laufenden Brutsaison" (Der Falke 7/2016) PDF 0,2 MB

"Komiteeprojekt EDGAR schützt Greifvögel" (Artenschutzbrief 20, 2016) PDF 1,8 MB

Leitfaden "Illegale Greifvogelverfolgung - Erkennen, Bekämpfen, Verhindern" (2015) PDF 1,08 MB

"Illegale Greifvogelverfolgung in Deutschland" (Der Falke Sonderheft "Greifvögel" 2011) 1,8 MB

"Illegale verfolgung von Greifvögeln und Eulen in Brandenburg und Berlin" (Populationsök. Greifvogel- und Eulenarten 2000)


14.12.2016 

Interessantes Buch darüber, was Windkraft aus Landschaft macht!

(übernommen mit freundlicher Genehmigung von der WebSeite der Europäischen Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE))

Rezension: „Geopferte Landschaften“

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Bundesregierung plant Absenkung des Artenschutzrechts 

Die Bundesregierung plant folgenschwere Änderungen des Artenschutzrechts. Ziel ist nicht die Stärkung der artenschutzrechtlichen Schädigungs- und Störungsverbote, sondern exakt das Gegenteil! - Schreibt die EGE!

(übernommen mit freundlicher Genehmigung von der WebSeite der Europäischen Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE)) 

Aber lest selbst!

Bundesregierung plant Absenkung des Artenschutzrechts (auf www.egeeulen.de)
 

Auch die Deutsche Wildtier Stiftung kritisiert die geplante Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes

 

Schöne Bescherung! Änderungen in aller Stille zum Nachteil der Wildtiere !

"Die Novellierung führt zu einer dramatischen Verschärfung der Bedrohung von Vögeln und Fledermäusen durch Windenergieanlagen. Und das ist inakzeptabel", sagt Professor Dr. Fritz Vahrenholt 


08.12.2016

Nochmal zum Thema: Gänsejagd in Ostfriesland: Allianz der Totmacher (siehe 29.11.2016)

www.wattenrat.de

Reaktionen der Landwirtschaftlichen Zweigvereine Niederrheiderland, Rheiderländer Geest und Rheiderländer Marsch gegen die öffentliche Kritik zur "Gänsepolitik" der Land-wirte und ihrer Unterstützer (Artikel in der Rheiderland-Zeitung vom 06.12.2016).

Einfach köstlich!  

Darüber hinaus wurden direkt unter oben genannter "Reaktion der Zweigvereine" noch zwei gehaltvolle Leserbriefe ("Naturschutz fadenscheinige Feigenblätter" und "Naturliebe mit Pulver und Blei") veröffentlicht.

Wirklich lesenswert!!!

 


07.12.2016

Zitat vom NABU-BLOG:

#NatureAlert erfolgreich: EU-Naturschutzrichtlinien bleiben 

EU-Kommission gibt Pläne zur Änderung des Naturschutzrechts auf

Soeben erreicht uns die Nachricht, dass die Europäische Kommission beschlossen hat, die EU-Naturschutzrichtlinien in ihrer jetzigen Form beizubehalten (Pressemitteilung der EU-Kommission). Jean-Claude Juncker hat damit sein Vorhaben aufgegeben, die EU-Vogelschutz- und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zu „verschmelzen und zu modernisieren“. Man kann dies durchaus einen historischen Erfolg nennen. Erstmals in der Geschichte der EU war versucht worden, bestehende Umweltstandards zurückzudrehen – unter dem Deckmantel der „Entbürokratisierung“ und in der Zuversicht, dass der Naturschutz keine starke Stimme in der Gesellschaft hat.

hierzu auf www.nabu.de

Klasse! Auch unsere Bundesumweltministerin Frau Hendricks hat sich für den erhalt der EU-Naturschutzrichtlinien stark gemacht!

.... und noch ein Artikel zum Thema vom NABU - hier auf www.presseportal.de


 

Artikel im "Tagesanzeiger" (Schweiz)

Streit um Opfer von Windturbinen

Sind 21 tote Vögel pro Windrad und Jahr zu viel? Die Vogelwarte Sempach legt sich mit dem Branchenverband Suisse Eole an.  

Quelle:http://naturschutz.ch

 


06.12.2016 

EU-Naturschutzrichtlinien stehen auf der Kippe 

Morgen wird über das  Schicksal der EU-Naturschutzrichtlinien (Vogelschutzrichtlinie und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) abgestimmt. Viel Gutes wurde bereits erreicht! Ein Beispiel ist das europaweite Schutzgebietsnetz Natura 2000

Seht mehr zu Natura 2000 unter Schutzgebiete!

Hier geht zu einer Pressemitteilung des Deutschen Umwelthilfe e.V. zum Thema.

 

Wird man für eine Aufweichung der EU-Naturschutzrichtlinien stimmen und das bereits Erreichte opfern?

Rund 520.000 Menschen in Europa sprachen sich im Rahmen der öffentlichen Konsultation der EU gegen eine Veränderung der Richtlinien aus (ich auch). 

Ein weiterer Artikel zum Thema auf "Schattenblick"! 

Rund 520.000 Menschen in Europa sprachen sich im Rahmen der Konsultation der EU gegen eine Veränderung der Richtlinien aus.Rund 520.000 Menschen in Europa sprachen sich im Rahmen der Konsultation der EU gegen eine Veränderung der Richtlinien aus.


29.11.2016 

Gänsejagd in Ostfriesland: Allianz der Totmacher

Alle Jahre wieder wird in Ostfriesland mit Beginn der Jagdsaison gegen die hier überwinternden arktischen Gänse gehetzt, ................

Ein interessanter Artikel auf WWW.WATTENRAT.DE

Besonders interessant finde ich auch den zittierten bzw. auch verlinkten kürzlich in der Rheiderland Zeitung erschienenen Artikel!

Die Verkotung der landwirtschaftlichen Flächen durch Wildgänse wird angeprangert, die Rede ist von "drohendem Kollaps" für die Landwirtschaft - die Vergüllung der Flächen aber wird ignoriert!


28.11.2016

Schwarzbuch zeigt schädliche Folgen des Biomasse-Anbaus

Lest mehr dazu auf der NABU-HP.


 

www.presseportal.de - "Goldene Acht" ist Schmetterling des Jahres 2017             

Die "Goldene Acht" (Colias hyale) zum Schmetterling des Jahres 2017 gekürt, um auf den Rückgang des Falters aufmerksam zu machen.

Lest mehr dazu:  Presseportal

Foto: "Heiner Ziegler / BUND"

  


16.11.2016 

Schmetterlingssterben - Insektensterben (nicht nur) am Oberrhein

Nicht der einzelne Landwirt ist das Problem, sondern die mächtige Agrochemielobby

Artikel auf www.umweltruf.de  

Schmetterlingssterben - Studien, Untersuchungen, Medienbeiträge & Links finden Sie hier: 

http://www.bund-rvso.de/schmetterlingssterben.html


 14.11.2016

Ein Artikel der mich sehr nachdenklich macht! 

          Novembergedanken - November 2016  

Ein Artikel auf der HP der  Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.

Das Totenglöckchen läutet für immer mehr wildlebende Arten in Deutschland - übertönt von den Erfolgsmeldungen, die Umweltministerien und Umweltverbände im Artenschutz verbreiten. Tatsächlich verschwinden immer mehr Arten in die Roten Listen. Pars pro toto der Feldhamster: Früher gab es für jeden getöteten Hamster eine Prämie. Auf dem Acker von heute ist der Feldhamster chancenlos, ganz gleich in welchem Bundesland und wer dort die Regierung stellt. Die blitzschnelle und -saubere Ernte lässt dem Hamster weder Deckung noch Nahrung. Der Grund fürs Aussterben ist denkbar banal, passt aber nicht ins politische Konzept. Das Aussterben der Hamster lässt sich auch mit geringstem Wissen nicht dem Klimawandel zurechnen. Welche Art in Deutschland überhaupt ist Opfer des Klimawandels? Von der Volksrepublik China verlangen die Deutschen den Erhalt der Pandabären; dazu können die Strafen für Wilderer nicht drakonisch genug sein. In Deutschland rührt sich für den Schutz des hier inzwischen kaum häufigeren Feldhamsters so gut wie nichts und niemand.

An einer Naturschutzakademie fand in diesen Tagen eine Tagung statt zu dem Thema: "Warum Naturschutz?". Die Teilnehmer: Mitarbeiter einer Verwaltung, die zwar nicht selbst Naturschutzverwaltung, aber wie andere Behörden gesetzlich verpflichtet ist, die Sache des Naturschutzes zu unterstützen. Naturschutz ist seit hundert Jahren Staatsaufgabe. Seit etwa hundert Jahren bauen Menschen Automobile. Lässt sich eine Veranstaltung des ADAC oder des Bundesverkehrsministeriums denken zu der Frage "Warum Auto? Warum Straße?". Wohl kaum. Der Vergleich zeigt, wie es um die Staatsaufgabe Naturschutz nach hundert Jahren bestellt ist.

Unterdessen strengt sich der Naturschutz in Deutschland immer mehr an, sich ökonomisch zu begründen. Sauberes Wasser, fruchtbarer Boden, schöne Landschaft, Vogelgesang sind nun "Ökosystemdienstleistungen", das Netz naturnaher Biotope "Grüne Infrastruktur". Die Programme deutscher Naturschutztage sind angefüllt mit Bestrebungen dieser Art. Es ist die konsequente Fortsetzung der Ökonomisierung aller Lebensbereiche. Der Naturschutz ist auf der Höhe der Zeit oder wohl zutreffender in den Niederungen des Zeitgeistes angelangt. Vor 40 Jahren sagte der Journalist Horst Stern auf die Frage, was wichtiger sei, das Wollgras oder die Textilfabrik, es verdiene diese Frage keine Antwort, weil sie unmenschlich sei. Heute haben Menschen eine Antwort auf alles. Vor allem Naturschützer.


12.11.2016

Jedes Jahr werden in den Ländern rund um das Mittelmeer etwa

25 Millionen Vögel illegal abgeschossen oder gefangen 

 

Jedes Jahr werden rund um das Mittelmehr etwa 25 Millionen Vögel gewildert.

Das sind ca.: 

Singvögel: 20,1 Millionen 

Wasservögel: 1 Million

Tauben: 700 000 

Greifvögel:100 000 

Andere: 1,8 Millionen

 

Ist das nicht erschreckend?! Da helfen die besten Schutzvorschriften und Artenschutzprogramme wenig.

Organisationen wie  das "Komitee gegen den Vogelmord e.V.", welche Jahr für Jahr den Kampft gegen den Vogelmord aufnehmen und sich vielen Gefahren aussetzten, verdienen dafür unseren Respekt! 

Artikel auf Birdlife

 


08.11.2016 

           Deutsche Wildtier Stiftung veröffentlicht wissenschaftliche Studie zur Windenergie im Lebensraum Wald

Link zur Studie


28.10.2016

Etappensieg - Urteil zum geplanten Windpark „An den Bärenlöchern“ (Helfta) vor den Toren der Lutherstadt Eisleben 

Es bleibt vorerst dabei: Der Windpark „An den Bärenlöchern“ vor den Toren der Lutherstadt Eisleben darf nicht gebaut werden. Das Verwaltungsgericht Halle bestätigt am 25.10.2016 den Ablehungsbescheid  der Kreisverwaltung des Landkreises Mansfeld-Südharz. Die Ablehung begründete sich vor allem auf ein zu erwartendes "signifikant erhöhtes Tötungsrisiko" für die dort vorkommenden Rotmilane. Abzuwarten bleibt natürlich ob der niedersächsische Investor gegen das  Urteil in Berufung geht. Ich denke man kann davon ausgehen.

Artikel auf MZ-WEB

Facebook-Seite zum Windpark bei  Helfta

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Mahnender Beitrag zur illegalen Vogeljagd

In einem aktuellen Beitrag in der Mitgliederzeitschrift der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pflalz (GNOR) e.V. befasst sich der Ornithologe Urs N. Glutz von Blotzheim mit der illegalen Vogeljagd in Europa. 

Beitrag von Urs N. Glutz von Blotzheim auf www.dda-web.de 


17.10.2016

 Neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands (2016) erschienen!

Gegenüber der Vorgängerliste aus dem Jahre 2008 haben sich im Wesentlichen folgende Änderungen ergeben

 Verbessert hat sich die Einstufung

 von 0 auf R: Steinhuhn, Zwergsumpfhuhn, Weißflügel-Seeschwalbe

von 1 auf 2: Zwergdommel, Nachtreiher, Steinrötel

von 1 auf 3: Tüpfel- und Kleines Sumpfhuhn

von 2 auf R: Steinadler

von 2 auf 3: Rohrdommel, Steinkauz, Wiedehopf, Zaunammer

von 2 auf V: Gänsesäger

von 2 auf ungefährdet: Dreizehenspecht

von 3 auf ungefährdet: Grauammer

von R auf ungefährdet: Mantelmöwe

von V auf ungefährdet: Schilf- und Drosselrohrsänger, Schwarz- und Blaukehlchen

 Verschlechtert hat sich die Einstufung

von 2 auf 1: Birkhuhn, Kornweihe, Küsten- und Brandseeschwalbe

von 3 auf 2: Turteltaube, Braunkehlchen

von V auf 2: Wiesenpieper

von V auf 3: Wespenbussard, Rotschenkel, Rauch- und Mehlschwalbe, Feldschwirl, Baumpieper, Bluthänfling

von ungefährdet auf 3: Sperbergrasmücke, Star, Trauerschnäpper

von ungefährdet auf V: Wachtel, Rotmilan, Uferschwalbe, Grau- und Zwergschnäpper, Gartenrotschwanz, Goldammer

 

0 = ausgestorben, 1= vom Aussterben bedroht, 2 = stark gefährdet, 3 = gefährdet, R = extrem selten (natürliche Seltenheit, oft Arten am Rande ihres Verbreitungsgebietes), V = Vorwarnliste (Rückgänge, aber noch keine Gefährdung) 

(Quelle: NABU) 

Auszug aus https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/rote-listen/21034.html

 


12.10.2016

Windenergiewirtschaft will die Deutungshoheit über Artenschutz (Progress-Studie)

Artikel auf www.wattenrat.de übernommen von der HP Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.

Zwei interessante Meinungen zur Progress-Studie:

EGE-Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen 

Windenergie und Vogelschutz – Anmerkungen zur Progress-Studie

Von Matthias Schreiber, Torsten Langgemach und Tobias Dürr

 

erschienen in NUL (Heft 10/2016)

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 Skandalöse Rabatte für Windenergiebetreiber - August 2016


Interessanter Artikel auf der HP der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.

 


14.07.2016 

Auch schwedische Jäger machen sich für Abschuss von Steinadlern stark

Der schwedische Jagdverband hat offenbar Pläneden Steinadler für eine dreijährige Studie in den Artikel 28 der schwedischen Jagdverordnung aufzunehmen. erlaubt es Tierhaltern ihre Tiere zu schützen, wenn diese von einem Raubtier angegriffen werden. Braunbär, Wolf, Vielfraß und Luchs stehen bereits in diesem Artikel.

In den vergangenen zwölf Jahren wurden jedoch nach Angaben von BirdLife Schweden pro Jahr nur zwischen null und vier Hunde von Steinadlern getötet oder schwer verletzt. Mehr als 1000 Jagdhunde werden hingegen jährlich durch andere Ursachen getötet oder schwer verletzt.

Quelle: Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V. ( auf DDA-Web) 

Nachricht bei:  Bird-Life Schweden


 11.07.2016

Feuer frei auf Steinadler in Norwegen?

In Norwegen droht ein Massenabschuss von Steinadlern. der dortige  Parlamentsausschuss billigte kürzlich zwei Pilotprojekte für ein „Raubtiermanagement“, nach denen in den Regionen Fosen in Zentral- und Troms in Nordnorwegen erstmals auch Steinadler in größerem Umfang getötet werden dürften. Zur Begründung werden Schäden genannt, die die Adler an freilaufenden Herdentieren wie Schafen und Rentieren anrichten sollen.

Der norwegische BirdLife-Partner „Norsk Ornitologisk Forending“ (NOF) hat errechnet, dass in den beiden Pilotregionen bis zu 226 Steinadler nach dem „Managementplan“ geschossen werden dürften. (Quelle: Vorabinfo aus dem August-Heft des Falken)

Petition: Unterzeichnen Sie gegen den Steinadler-Abschuss hier! 


01.07.2016

EEG-Reform zum Zweiten: Propaganda statt Energiewende - Artikel auf www.wattenrat.de

Ein interessanter gehaltvoller Artikel zum Thema! Aber lest selbst!

Noch ein Gedanke zu "Ökostrom"vermittler:

Wie können sich Naturschutzverbände, welche ihre Gelder zu großen Teilen aus Beiträgen gutgläubiger Mitglieder rekrutieren, sich für den tausendfachen Tod von Vögeln und Fledermäusen und eine "Verspargelung" der Landschaft (seht hierzu auch "Windkraft /Auswirkungen") stark machen?! Man spricht dort von einem "naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien". Da hilft wahrscheinlich nur Augen zu und ganz toll dran glauben!

Werbung des BUND für Ökostrom 


12.04.2016

Geschossener Seeadler - Wattenrat berichtet

Erinnert Ihr Euch an meine Meldung vom 18.02.2016, in welcher ich über einen  Seeadler berichtete, der bei Stade im Februar auf seinem Horst geschossen wurde. Die Polizei hat gute Arbeit geleistet und nun einen Tatverdächtigen präsentiert.

Es besteht der Verdacht, dass einem 65jährigen Jäger der geschützte Vogel bei der Planung von Windrädern auf seinem Grundstück im Wege war!

NDR berichtet:

http://nord24.de/landkreis-cuxhaven/nach-schuss-auf-seeadler-tatverdaechtiger-im-visier-der-staatsanwaltschaft


04.04.2016

Aktiver Horstschutz vor Waschbären

Ornithologische Mitteilungen- hier im LK Bernburg


16.03.2016

Interessanter Artikel auf Wattenrat vom 08.02.2016 (hatte ich vergessen zu "posten")

Sterben für die Wende und den Profit der Wenigen

Junger Rotmilan im Horst

 12.03.2016

Komitee gegen den Vogelmord e.V. - Bereits zweiter toter Rotmilan bei Würzburg!

Das Komitee berichtet auf Facebook, dass südlich von Würzburg durch Komitee-Mitarbeiter am gestrigen Nachmittag nun bereits der zweite  tote Rotmilan aufgefunden wurde. Im betreffenden Gebiet wurden in den letzten Jahren berits mehrere vergiftete Greifvögel aufgefunden. Der Rotmilan wird nun untersucht. Ein bereits an gleicher Stelle vor ein paar Tagen aufgefundener Rotmilan wurde , so das Komitee, Opfer eines Giftköders! Wie krank und unwissend muss man für solche Taten eigentlich sein?

Link zum Artikel und Bild vom Komitee auf FACEBOOK 


Der erste Grasfroschlaich!/Heimkehrer!

Heute gab es im Gartenteich die ersten beiden Laichballen vom Grasfrosch zu entdecken, drei Tage später wie im vorigen Jahr.  Die Kolkrabenbrutsaison ist in vollem Gange,  die Rotmilane kehren langsam in ihre Brutreviere zurück und eine ganze Reihe von Arten sind schon gesanglich aktiv.

Grasfroschlaich im Gartenteich - 12.03.2016

 


 26.02.2016 

"Raubvogelplage in Deutschland & Europa"
http://www.tippler-club-deutschland.de/raubvogelplage/


So titelt eine Internetseite des Tippler Club Deutschland auf die ich aufgrund des Artikels von Axel Hirschfeld zur illegalen Greifvogelverfolgung iin einem Sonderheft des Journals für Vogelbeobachter „Der Falke“ aufmerksam wurde.

Dort wird eine regelrechte Kampagne gegen die Greifvögel geführt. Schon die antiquierte Bezeichnung der Greifvögel als Raubvögel lasst nichts Gutes erwarten. Greifvögel wurden früher zu Unrecht fälschlich Raubvögel genannt. Die Menschen glaubten, dass Adler und so weiter Kinder rauben und auffressen würden! Das sind natürlich Ammenmärchen! Greifvögel rauben nicht sondern greifen bei der Jagd ihre Beute mit ihren Füßen (Fängen)! Daher der Begriff Greifvögel!

Auf der HP „Greifvogel.com“  gibt es zum Thema eine gute und klare Erklärung:
„Der veraltete Begriff Raubvögel implizierte, dass die betreffende Vogelgruppe zu bewussten kriminellen Handlungen fähig sei und beinhaltete eine negative Wertung. Deshalb findet diese alte Bezeichnung keine Verwendung mehr. Greifvögel rauben nicht, sondern sie greifen ihre Beutetiere zum Zwecke des Nahrungserwerbs.“

Auf der o. g. HP wird vehement gegen die Greifvögel „geschossen“, da sie im Rahmen ihrer Nahrungssuche auch ab und an eine Brieftaube erwischen. Das ist z.B. in einer ländlichen Gegend, wo ein Habicht sein Jagdrevier hat oder z.B. in Berlin, wo mehrere Wanderfalkenpaare Junge versorgen, nicht auszuschließen.
Immer wieder wird auf der HP auf eine sogenannte und sogar europaweite „Greifvogelplage“ hingewiesen. Ich weiß gar nicht in welchem Teil von Deutschland diese Leute leben? Im Phantasialand? Nachvollziehbar unterlegt ist diese Behauptung nicht. Bis auf den Positivtrend beim Wanderfalken, dessen Bestände sich seit dem Verbot von DDT ab Anfang der 1970er Jahre langsam erholen, sind mir bei den anderen Greifvogelarten nur negative Trends bekannt.    
Was mich besonders erschüttert hat,  war eine Aussage im Zusammenhang mit Beizvögeln (von Falknern gehaltene Greife) in Taubenschlägen und zutraulichen Greifen aus Zuchten. Es wird darauf hingewiesen, dass alle Habichte und Wanderfalken einen Chip haben und dieser zum Auffinden dieser Greife dient und dies (das Auffinden) auch funktioniert wenn diese in der Mülltonne liegen. Schon ganz schön krass.
Auch Argumente anderer Greifvogelfeinde werden gern aufgegriffen. So das Märchen, dass  aufgrund der Überpopulation von Wanderfalken und Habichten die Niederwildbestände zurückgehen. Sonst sind daran eigentlich immer die Rabenvögel schuld.
Ich denke, wer solche Behauptungen aufstellt, sollte vorher mal in unsere in vielen Bereichen lebensfeindliche Kulturlandschaft (auf das Niederwild bezogen) schauen und sich mit den ökologischen Zusammenhängen beschäftigen.


18.02.2016

Das Komitee gegen den Vogelmord e.V.berichtet:

Illegale Falle in einem Jagdrevier in der Uckermark bei Prenzlau (Brandenburg) – Für Hinweise wurde eine Belohung in Höhe von 5.000 € ausgesetzt

In der Uckermark wurde von einem Komitee-Mitarbeiter ein Habichtfangkorb gefunden, in dessen unmittelbarer Nähe mehrere tote Mäusebussarde, Habichte und ein Sperber lagen. Das ist dort aber nicht der einzige Fall.

Aber lest selbst!

PRESSEMELDUNG - 9. Februar 2016 - Komitee

Interessant ist zu hören, dass die Staatsanwaltschaft leider, trotz wohl recht eindeutiger Hinweise auf den Täter, einen Beschluss zu einer Hausdurchsuchung verweigert hat.Die Aussetzung einer Belohnung, wie hier vom Komitee gegen den Vogelmord e.V., ist in solchen Fällen eher eine seltene Variante den oder die Täter zu fassen. Vielleicht klappt es ja!!!


Seeadler-Weibchen direkt auf Horstbaum erschossen 

Im Landkreis Stade haben Naturschützer einen geschossenen Seeadler entdeckt. Der Das Seeadlerweibchen lag tot auf seinem Horst. Interessanterweise liegt der Horstbereich in einem Plangebiet für eine Windkraftanlage! Zufall????

Aber lest selbst! 

Artikel auf Facebook (Komitee)

Artikel auf Umweltruf im Europaticker vom 10.02.2016

Video auf NDR.de

Auch hier wurde, in diesem Fall von WWF, NABU und dem Komitee gegen den Vogelmord e.V., eine Belohnung in Höhe von 10.000 € ausgesetzt. 

Auch zum Thema:

Die Hannoversche Erklärung gegen illegale Verfolgung von Greifvögeln


  15.02.2016

 „Baumpflege“ 

Wenn man zur Zeit die Landstraßen befährt kommt einem mal wieder das Grauen. Offensichtlich vergreifen sich wieder Leute, welche ihre baumpflegerischen Fähigkeiten weit überschätzen, an den Straßenbäumen.

Nicht genug das man die  jungen Bäume in den ersten Jahren bei der Mahd der Straßenränder, so gut es ging durch Beschädigung der Stämme kurz über dem Wurzelansatz, geschwächt hat. Nein, nun fügt man ihnen noch unzählige, teils großflächige Wunden im Bereich der Kronenansätze zu. Wunden für die der Baum Jahre braucht um sie zu verschließen. In dieser Zeit sind sie weitgehend gegen eindringende Pilze ungeschützt.

Ein paar schöne Beispiele sind die Lindenreihen, welche gemäß dem Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt einen gesetzlichen Schutz genießen (Nützt ihnen offensichtlich jedoch nicht viel!), an der B 180, gleich hinter dem Ortsausgang von Laucha in Richtung Bad Bibra und an der L207 aus Richtung Naumburg Henne kommend, kurz vor der Auffahrt auf die Ortsumgehung Freyburg.

Auf Bilder habe ich verzichtet!


21.01.2016

Bestenginster blüht im Januar!

Blühender Besenginster im Januar 2016

 


 21.01.2016

NABU übergibt Petition gegen illegale Greifvogelverfolgung an Bundesumweltministerin

Pressemitteilung 011/16 des BMUB

Neues Projekt zum Thema:

Das Bundesumweltministerium fördert seit 2016 und noch bis 2018 ein vom "Komitee gegen den Vogelmord" durchgeführtes Projekt mit der Bezeichnung "EDGAR" - Erfassungs- und Dokumentationsstelle Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität)

Hier gehts es zur EDGAR-Projektseite!


13.01.2016

NABU warnt vor Zunahme illegaler Greifvogelverfolgung

Der NABU,  der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und das Komitee gegen den Vogelmord ziehen zum Jahreswechsel die Bilanz, dass in den vergangenen 15 Monaten  Greifvögel mindestens 51 Mal  illegal verfolgt wurden. In diesem Zusammenhang wurden 44 Tiere getötet.

Wie gehen die Täter vor?  In den meisten Fällen (ca. 50 % werden verbotene Greifvogelfallen eingesetzt.  In weiteren 25 % der                                            Fälle wurden die Greife abgeschossen in weiteren 25 %  wurden Giftköder ausgelegt.

Ein NABU-Video  (YouTupe-Video) zeigt auf wie man illegale Greifvogelverfolgung erkennen kann!

Mehr  vom NABU zur illegalen Greifvogelverfolgung   

Ein Video (YouTupe-Video) des "Komitee gegen den Vogelmord" zum Thema.

 

Windkraft und Greifvogelverfolgung

Eine neue Problematik stellt die  Verfolgung von Greifvögeln im Zusammenhang mit der geplanten Errichtung von Windkraftanlagen dar. In diesem Zusammenhang wurden  in den Jahren von 2010 bis 2015  39 zusätzliche Fälle  erfasst, in welchen dringender Verdacht auf die illegale Zerstörung von Großvogelhorsten im Nahbereich bestehender und geplanter Windkraftanlagen besteht. In drei weiteren Tötungsfällen vermutet man ebenfalls einen Zusammenhang mit Windkraftanlagen.

 

Lest hierzu mehr auf der NABU-Seite: Greifvogelverfolgung im Zusammenhang mit Windkraftanlagen  oder bei mir in der Rubrik "Windkraft und deren mögliche Auswirkungen"

Auch auf der HP des Komitee gegen den Vogelmord ist etwas zum Thema zu lesen.

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Mehr zum Thema gibt es auch im Leitfaden "Illegale Greifvogelverfolgung"von NABU, LBV und Komitee gegen den Vogelmord !

 


05.11.2015

Interessantes zur Energiewende vom "Wattenrat"

Seht selbst in den heutigen Artikel auf der HP Wattenrat

 

Horst Stern äußerte sich bereits 1996 in seiner Stern-Kolumne zum Thema !

Mühlenmonster (auf Wattenrat)


 14.09.2015

Die Jagdsaison im Libanon ist wieder eröffnet

 Wer starke Nerven hat kann sich folgendes Video anschauen. Für mich sind das Bilder des Schreckens. Massenweise abgeschossenen Adler, Geier, Wespenbussarde, Weißstörche, Pirole, Wiedehopfe und so weiter.  

YouTupe - Video

 mit Bildern von der Facebook Page  STOP Hunting Crimes in Lebanon

 

Wildlifeextra - Weitere Bilder vom Vogelmassaker

 

Link zur Facebook-Page STOP Hunting Crimes in Lebanon


 13.04.2015

Heidrun Heidecke verstorben

Heidrun Heidecke, die frühere sachsen-anhaltische Umweltministerin, für mich eine Ministerin mit Weitblick, wurde nur 60 Jahre alt. Sie hatte das Amt der Umweltministerin von 1994 bis 1998 inne. Danach war sie viele Jahre beim BUND tätig, wo sie sich besonders für das Wildnisprojekt an der Goitzsche bei Bitterfeld engagierte.

Tafel an der Goitzsche

 


10.04.2015

Zugvogelmord auf Zypern

Artikel in der Zürcher Zeitung vom 10.04.2015

Artikel

Im Herbst 2014 sind alleine dort über 2 Millionen Zugvogel ums Leben gekommen!

Aber lest selbst!

 

Zum Thema schaut  bitte auch auf die HP des "Komitee gegen den Vogelmord"!


Heimkehrer (die haben es geschafft)

Schwarzkehlchen 07.04.2015

Schwarzmilan 07.04.2015

Rauchschwalbe 07.04.2015

Rohrweihe 04.04.2015

Mönchsgrasmücke 10.04.2015

Die nächsten werden wohl Mehlschwalbe, Baumpieper, Gartengrasmücke, Trauerschnäpper, Gartenrotschwanz, Klappergrasmücke, Nachtigall, Fitislaubsänger, Nachtigall und Schafstelze sein.


23.03.2015

Es wird Frühling!

Die ersten Zugvögel und bereits auch auffällige Insekten sind aus ihren Winterquartieren zurück:

Rotmilan seit Februar 2015

Feldlerche 21.02.2015

Weißstorch 23.02.2015

Zitronenfalter 08.03.2015

Bachstelze 08.03.2015

Singdrossel 12.03.2015

Girlitz 17.03.2015

Zilpzalp 21.03.2015

Hausrotschwanz 21.03.2015

... aber auch die ersten Negativtrends sind bereits festzustellen:

Rotmilane beim Nestbau störende Angler (Die Anglerverbände sind in Sachsen-Anhalt anerkannte Naturschutzverbände !!!) und ABM-Gruppen!

Nicht endende Holzeinschlagsarbeiten in Kolkraben- und Greifvogelrevieren!

Trotz Schnittverbot seit 1. März weiter erfolgender Gehölz- und Röhrichtschnitt!

Ich glaube ich könnte noch eine halbe Stunde weitere Negativbeispiele bringen, aber ich lasse es - ich will den Euch den Frühling ja nicht gänzlich vermiesen!


 19.03.2015 

DER FALKE berichtet: Etappensieg für Vogelschutz bei Windenergie-Ausbau -Umweltministerien geben neue Abstandshinweise für Windräder frei                         (Helgoländer Papier II)

Nun kommt doch noch Bewegung in die Sache!

lest hierzu bitte den artikel auf der hp des dachverbandes deutscher avifaunisten (dda) e.v.


17.03.2015

Das für Windlobby und leider oft auch Politiker ungeliebte Kind

Windenergie und Vogelschutz: “Helgoländer Papier II” weiter unter Verschluss 

Lest hierzu den Artikel auf wattenrat.de


12.03.2015

Grasfroschlaich

Heute bzw. letzte Nacht haben die ertsen Grasfrösche im Gartenteich gelaicht. Drei Laichballen liegen bereits in der Flachwasserzone. Mal sehen wann es weitergeht?


10.03.2015

Biber in Schleusenkammer

Am Montagmorgen wurde ein in der Schleussenkammer der Schleuse Freyburg/Unstrut gefangener Biber befreit. Nach meinem Kenntnisstand wurde der Biber durch Mitarbeiter des Weißenfelser Heimatnaturgartens und einer vor Ort an der Schleuse tätigen Baufirma in der zur Zeit wasserlossen Schleusenkammer eingefangen und mittels eines Krans aus dieser heraus gehievt. Später wurde der Biber an einer anderen Stelle des Flusslaufes (Unstrut) wieder in die Freiheit entlassen.

Vielen Dank seinen engagierten Rettern!!!!!

Offensichtlich ist der Biber weiter in Ausbreitung begriffen.


09.03.2015

Frühling!?

Gestern sah ich die ersten Bachstelzen, an verschiedenen Stellen im Burgenlandkreis sind auch schon Störche unterwegs und die Amseln singen bereits sehr intensiv. Im Gartenteich sind die ersten Grasfrösche eingetroffen und der erste Zitronenfalter gauckelte auch bereits durch den Garten.  Das riecht schon sehr nach Frühling!

 

Grasfrosch


27.02.2015

Spaziergang im Gutschbachtal

(FFH-Gebiet)

Vor ein paar Tagen war ich im Gutschbachtal unterwegs. Was ich da zu sehen bekam war alles andere als ein Naturerlebnis!

Das Gutschbachtal ist Bestandteil des FFH-Gebietes "Gutschbachtal und Steinbachtal südwestlich Bad Bibra" (DE 4835 301, FFH0190) Karte   

welches insgesamt eine Größe von ca. 82 ha aufweist. Den Wert des Gebietes machen vor allem die Lebensraumtypen (Anhang I FFH-Richtlinie):

3260 - Fließgewässer der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis

9130 - Waldmeister-Buchenwald (Asperulum Fagetum)

9170 Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald (Galio-Carpinetum) 

91E0 - * Erlen- und Eschenwälder und Weichholzauenwälder an Fließgewässern

und  die geschützte Art (Anhang II der FFH-Richtlinie)

1163 -  Groppe (Cottus gobio)  aus.

Der Gutschbach!

Ein Bach wie man sich ihn wünscht! 

 Wenige hundert Meter bachaufwärts sieht es leider anders aus. In einem Bereich, in welchem sich einerseits Wald und andererseits eine Wiese erstreckt, haben Holzeinschlagsmaßnahmen stattgefunden. Die Wiese, welche sicher durch fehlende Nutzung in den letzten Jahren etwas gelitten hat (randliche Verbuschung und Staudenwuchs), ist als solche nicht mehr zu erkennen. Der Gehölzbestand entlang des Bachlaufes und der angrenzende Wald wurden arg geschröpft. Lassen wir aber die Bilder sprechen .....

 

             Zum Einstieg auf die Wiese ... dieser Teil war bereits mit jungen Bäumen bestanden und wies einen                          quelligen Bereich auf.

Teil II und III  konnte man vorher noch als Wiese bezeichnen!

Knüppeldamm und Reisigablagerung! Ohne Worte!

Von der Wiese über eine "provisorische Brücke" in den Wald ...

Hier im nördlichen Teil der Wiese gab es noch Einzelvorkommen der Trollblume!

Auch hier ein Gehölz- und Reisigteppich!

 

Mit der dicken Eiche am Bachlauf geht es los ....

Der Bachlauf ist weitgehend freigestellt - die ihn prägenden Bäume fehlen.

 

Die provisorische Brücke ist nach Abschluss der Einschlagsarbeiten immer noch da!

.... erfreulich  - ein paar Begleitbäume sind übrig geblieben.

 

Auch der Waldbestand hat teilweise gänzlich verschwunden.

 

Ohne Worte!

 

Noch zwei Blicke zum "Waldbestand".

 
Der Bachlauf liegt voller Geäst!

 

Selbst die Haselnusssträucher am Bachlauf haben gestört! Warum eigentlich?

 

Auch mit dem verbleibenden Bestand ist man nicht zimperlich umgegangen.

 

Krönender Abschluss - ein Blick von Westen über die "Wiese".

Wenn man zum Thema jedoch einen Forstmann fragen würde, so käme sicher als Antwort:

"Alles im Rahmen der ordnungsgemäßen Forstwirtschaft".

 

Ich war froh wieder im noch unberührten Teil des Bachtales zurück zu sein.

 

 

 

 
 

Doch so richtig konnte ich die positiven Eindrücke nicht in mich aufnehmen!



20.02.2015

Windkraftanlagen contra Fledermäuse

In Sachsen-Anhalt gibt es derzeit 2.603 Windkraftanlagen (Stand 31.12.2014). In der Bundesrepublik insgesamt 24.867 Windkraftanlagen (Stand 31.12.2014).

Abendsegler

Eine Untersuchung der Leibniz-Universität zu 42 Windparks (die Betreiber der Windparks blieben auf Wunsch der Betreiber geheim) ergab das pro Anlage im Schnitt zwölf Fledermäuse getötet wurden. Das bedeutet das hochgerechnet auf  die 24.867 Windanlagen in Deutschland pro Jahr über 290.000 Fledermäuse getötet werden.  Man kann also, wenn man der Hochrechnung traut,  davon ausgehen, dass in Sachsen-Anhalt  jährlich über 30.000 Fledermäuse zu Tode kommen! .... und die Tendenz ist steigend.

Sämtliche Fledermausarten gehören in Europa zu den streng geschützten Arten.
Gemäß Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, diese Tiere zu verletzen, zu töten oder ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten zu zerstören !!!

Besonders tragisch ist es, dass neben unseren heimischen Fledermauspopulationen auch die Populationen der wandernden Fledermäuse aus dem nordöstlichen Verbreitungsgebiet, das sich vom Baltikum über Russland und Weißrussland bis nach Polen erstreckt, betroffen sind.

   

Mopsfledermaus

 

Langohren

Quellen:

http://www.foederal-erneuerbar.de/landesinfo/bundesland/ST/kategorie/wind/auswahl/188-anzahl_windenergiean/#goto_188

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/windkraft-tausende-fledermaeuse-sterben-an-windraedern-in-deutschland-a-917385.html

http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/2436549/Windr%C3%A4der:-Todesfallen-f%C3%BCr-Flederm%C3%A4use/

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17900-2014-08-14.html

http://www.izw-berlin.de/pressemitteilung/das-haut-die-staerkste-fledermaus-um.html


16.02.2015

Greifvogelverfolgung - wieder aktuelle Fälle!!

  

Seht auf der HP des Komitee gegen den Vogelmord e.V.!

Was kann man tun!

Leitfaden Greifvogelverfolgung

Tipps vom Komitee


 07.02.2015

Besuch im "Innenhof"

Im Sommer hatten wir Besuch von einer arg geschwächten Zuchtaube (Brieftaube). Anhand der Ringnummer haben wir dann später den Züchter herausbekommen.  Nach ein paar Tagen  Kost und Logie ging es ihr wieder besser und sie hat sich auf den Weg nach hause gemacht. Dort ist Sie laut Züchter am nächsten Tag wohlbehalten in ihrem Schlag gelandet.

Sie hat wohl beim Überflug geahnt das da "unten" Vogelfreunde wohnen.

   

 


26.01.2015

Uhu-Bestand 2014 im Burgenlandkreis

 Im Burgenlandkreis wurden im Jahr 2014 leider nur 4 Brutpaare mit insgesamt 4 Jungvögeln festgestellt. Davon 2 wurden 2 Brutpaare in alten und 2 Brutpaare in neuen Revieren festgestellt.  Vier alte Reviere waren nicht besetzt! Eine Brut in einem seit 1990 besetzten Revier mit 3 Eiern wurde von Waschbären geplündert. Offensichtlich kommt es durch den zunehmenden Waschbärenbestand immer häufiger zu Störungen des  Brutgeschehens. Schon traurig  wie sich ein Neozon wie der Waschbär auf die heimische Fauna auswirkt.

   

Uhu (Jungvogel)

 

Waschbär (Foto: Jan Krawetzke)


23.01.2015

Neue Kormoranverordnung in Sachsen-Anhalt trat am 01.01.2015 in Kraft

Die bisherige Einzelfallgenehmigung wurde durch eine neue Kormoranverordnung ersetzt.

Kormoran

Ab 2015 dürfen  Kormorane jeweils im Zeitraum zwischen dem 16. August und dem 15. März auf, über oder an Gewässern sowie bewirtschafteten Anlagen der Teichwirtschaft, Fischhaltung und Fischzucht und in einem Abstand von bis zu 300 Metern bejagt werden. Darüber hinaus darf die Entstehung neuer Brutkolonien verhindert werden, wobei bestimmte Bereiche von dieser Befugnis ausgenommen sind. Das betrifft z.B.  Naturschutzgebiete, Vogelschutzgebiete und jagdlich befriedete Bezirke.

Ein Ornithologe hat es so ausgedrückt: „Es  geht um die größte Bedrohung der menschlichen Ernährung seit der Heuschrecke. Diese betrifft gerade Sachsen-Anhalt sehr massiv - deshalb weg mit dem Kormoran!“

Die Meinungen zum Kormoran gehen sehr weit auseinander!

Einen Berufsfischer am Kernersee bei Höhnstedt  stören die Kormorane, die in kleiner Stückzahl über das ganze Jahr da sind nicht sonderlich, da diese keinen wirtschaftlichen Schaden machen. Problematisch wird es aus seiner Sicht nur wenn im Spätherbst die großen Schwärme aus Skandinavien ankommen.

Viel drastischer sehen es die Hobbyangler. Von denen hört man z.B. : Der Kormoran frisst uns alles leer!“ oder „Der Himmel wird plötzlich schwarz und dann knallen die Kormorane ins Wasser rein - und der Fisch ist weg.“ „Mit unseren Beiträgen füttern wir nur den Kormoran.“ Ein Angelvereinsvorsitzender formulierte es so: "Wir finanzieren allein in unserem Verein jedes Jahr 20.000 Euro in Besatzfische aus Mitgliederbeiträgen. Und dann kommen Kormorane und ziehen erst weiter, wenn der See leer ist." Er hält die Verordnung für überfällig.

Eine Sprecherin des Umweltministeriums (MLU) begründet die Verordnung so: "Eine Neuregelung ist notwendig, um die Fischereibestände im Land zu schützen!“ Das Fangaufkommen der Berufsfischer habe sich von 2003 bis 2009 auf 72 Tonnen jährlich mehr als halbiert, was mit der zunehmenden Verbreitung des Kormorans an Seen und Flüssen des Landes in Verbindung gebracht wird.

 

           

Kormoran

 

 

 

 

 

 

Eine bislang in drei Landkreisen (Mansfeld-Südharz, Anhalt-Bitterfeld und Burgenlandkreis) geltende Ausnahmeregelung, die den Abschuss der Wasservögel auf Antrag erlaubt, habe sich auf Dauer nicht bewährt.

Warum sie sich nicht bewährt hat  oder haben soll bleibt offen!

"Es gibt keinen Beweis für die Dezimierung geschützter Fischarten." – sagt hierzu der Landesverband Sachsen Anhalt des Naturschutzbundes Deutschland. Des BUND Sachsen-Anhalt führt hierzu aus, dass  bislang keine Beweise für existenzielle Schäden die der Kormoran anrichten soll vorgelegen haben und der Umwelt- und Landwirtschaftsminister vor der Fischerei- und Jagdlobby einknicke.

Die Jäger im Land haben natürlich Verständnis  für die Notwendigkeit eines  regulierenden Eingriffs! Sie werden die Kormorane mit Schrot bejagen!

Auf der HP der Zeitschrift Wild und Hund gibt es dazu 10 Tipps für die Kormoran-Jagd und gleich noch ein Rezept  für Kormoranbrust Stroganoff dazu. Die Jäger sehen übrigens Parallelen zur Bejagung von Rabenkrähen. Auch die sei in Sachsen-Anhalt erlaubt.

Die Parallelen sehe ich  auch: Das Gefieder  beider Vogelarten ist schwarz gefärbt und beide haben keine Lobby!

Im Burgenlandkreis gibt es keine Brutbestände des Kormorans. Diese rasten hier lediglich oder ziehen durch.

An Saale, Unstrut und Weißer Elster sehe ich, bei den meiner Meinung nach in den letzten Jahren offensichtlich rücklaufenden Zahlen,  die Probleme für den Fischartenschutz lange nicht so drastisch wie für das Land insgesamt dargestellt bzw. interpretiert.

Die Brutbestände im Land  beziffern sich auf ca.  1 100 Paare in 15-17 Kolonien. Diese Anzahl hat sich, man kann sagen „eingepegelt“. Mit einer wesentlichen Zunahme ist wohl nicht zu rechnen.

Kritik an der Verordnung kommt nicht nur von den Verbänden, sondern auch von der SPD. Aus deren Reihen  kam z.B. der Kommentar, dass man Artenschutz mit dem Schießprügel nicht betreiben kann, dass hielte man für nicht zeitgemäß und glaube nicht , dass die Verordnung etwas bringe.

Das MLU räumt in der Begründung der Kormoranverordnung ein, dass es an eindeutigen Nachweisen zur sogenannten  „Kormoranproblematik“ fehle. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien wären widersprüchlich.   

Auf welcher Grundlage nochmal wird der Abschuss einer geschützten Art zugelassen !!!!!

Hier die Kormoranverordnung!

Positionspapier des Ornithologenverbandes Sachsen-Anhalt 

Kleine Anfrage im Landtag zum Kormoran 2010

Kleine Anfrage im Landtag zum Kormoran 2009

 

 



12.09.2014

Zugvorbereitung

Der Fotograf nennt sein Foto "Abreisende"!

Mehlschwalben auf den mittlerweile sehr raren Freileitungen (Foto: T. Beberhold)

Es ist wieder soweit! Die Schwalben bereiten sich für ihren großen Flug vor. Leider  werden viele Schwalben den langen Weg nach Afrika und zurück in ihre Brutheimat bei uns, nicht überstehen. Wetterunbilden, Nahrungsmangel und leider immer noch "vögelverspeisende" Menschen sowie auch "Spaßjäger" in Südeuropa und Nordafrika werden ihre Reihen lichten!

Trotzdem gute Reise!


Jäger schießen Dohlen ab

So sind leider manche Mitglieder dieser Zunft. Die "holen" die schwarzen Vögel vom Himmel ohne die zwar geschützten aber jagdbaren Arten (Raben- und Nebelkrähe) von den geschützten nichtjagdbaren Arten (Saatkrähe und Dohle) unterscheiden zu können (... oder zu wollen?). Das Schlimme daran ist, dass der geschilderte Fall nicht der Einzige ist! Zum Thema schaut auch auf meine Rabenvogel-Seite.

Besonders interessant ist, dass man das Foto auf dem die "erlegten" Dohlen zu sehen sind, auch noch auf die Homepage der betreffenden Kreisjägerschaft geladen hatte. Nachdem der Fall bekannt wurde (Pressemitteilung des Komitee gegen den Vogelmord e.V.) wurde der entsprechende Artikel vom Netz genommen. Die Polizei ermittelt!

Die Pressemitteilung zum geschilderten Fall lest hier!


10.09.2014

Rotmilanprojekt

innerhalb des  Bundesprogrammes Biologische Vielfalt

Mehr als die Hälfte aller auf der Welt vorkommenden Rotmilane brüten in Deutschland. Aus diesem Grund hat Deutschland eine besondere Verantwortung für den Schutz und Erhalt dieses imposanten Greifvogels. Doch der Bestand des Rotmilans geht seit Jahren zurück. Das neue Projekt soll diesen Trend umkehren bzw. zumindest bremsen. Dies soll insbesondere durch Maßnahmen zum Horstschutz und zur Verbesserung der Lebensraumbedingungen erreicht werden. Veränderung seines Lebensraums und dem damit verbundenen Rückgang des Nahrungsangebots. Durch die seit über 20 Jahren immer auffälliger werdende  einseitige Nutzung  der Agrarlandschaft mit Raps , Getreide und vor allem Mais anstelle von Feldfutter (z.B. Luzerne), Hackfrüchten (z.B. Zucker- u. Futterrüben) und natürlichem Grünland erschweren  ihm die Nahrungssuche. Gerade dann, wenn das Futter zur Aufzucht der Jungtiere am nötigsten ist, kommen die Altvögel aufgrund der hohen Kulturen nicht an die Beutetiere heran.

Brachen, wie z.B.  im Rahmen landwirtschaftlicher Programme  geförderter Stilllegungsflächen, welche in vor allem in den 90er Jahren wesentliche Rückzugsräume für die heimische Fauna darstellten, gibt es so gut wie gar nicht mehr. Die Feldränder werden immer mehr in die Intensiväcker „integriert“ und Blühstreifenprogramme werden trotz hoher Förderung nur in geringem Maße angenommen. 

Darüber hinaus drohen dem Rotmilan,  insbesondere hier in Sachsen Anhalt mit sicher bereits weit über 2500 Windkraftanlagen, tödliche Gefahren. Auch die Dunkelziffer der illegalen Verfolgung ist nicht zu unterschätzen.

Rotmilan

 

Kann man mit dem Projekt die europäische Landwirtschafts-/Förderpolitik ändern?

Kann man den Bau von Windkraftanlagen innerhalb von Nahrungsflächen des Rotmilans tatsächlich aufhalten?

Will und kann man den Nutzungsdruck innerhalb von für den Horstbau geeigneten Waldbeständen innerhalb und vor allem außerhalb von Schutzgebieten tatsächlich hinsichtlich des Umfangs und der zeitlichen Einordnung der störenden Einschlagsarbeiten verringern?

Ich kann es mir leider nicht wirklich vorstellen!

http://rotmilan.org/

 

 

Junger Rotmilan auf dem Horst

 

 

 


Herbst

Der Herbst kommt mit großen Schritten! Die Herbst-Drehwurz (Spiranthesspiralis), ist fast durch, der Mauersegler ist vollständig aus dem Gesichtskreis verschwunden, die Schwalben trainieren bereits das Versammeln und die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) blüht im Garten. Ja leider ist es schon wieder soweit: Der Herbst ist da! 

Herbstdrehwurz

Herbstzeitlose


23.07.2014 

PRESSEMITTEILUNG
des Fördervereins Großtrappenschutz e.V., Buckower Dorfstr. 34, 14715
Nennhausen

Großtrappenschutz in Sachsen-Anhalt vor dem Aus?

Am Donnerstag, dem 24. Juli 2014, treffen sich Vertreter des Fördervereins Großtrappenschutz e.V. mit dem Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Onko Aeikens, in Magdeburg zu einem Gespräch. Fehlende
Fördermittel ab Oktober dieses Jahres gefährden die positive Entwicklung des Großtrappenschutzes im Europäischen Vogelschutzgebiet Fiener Bruchund damit in ganz Sachsen-Anhalt.

Aber lest selbst:

Pressemitteilung


23.07.2014

Ohne Worte!

   

 

Traktorspur auf Trockenrasen im FFH-Gebiet

"Schafberg und Nüssenberg bei Zscheiplitz"

 

 

 

Neue Crossstrecke im Gleinaer Grund (BLK/SK)

 

 

Beim Betrachten der Bilder vom 11.03.2014 kommt mir das Zitat von Albert Einstein in den Sinn:

 

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

 


Windkraft auf der Finne (BLK)

In nicht allzu ferner Zeit sollen 5 "Super-Windkraftanlagen" auf der Finne bei Tauhardt aufgestellt werden, so war jedenfalls in der heutigen Ausgabe der Mitteldeutschen Zeitung zu lesen!

Schön gelegen im Landschaftsschutzgebiet "Unstrut-Triasland" (VO vom 22.11.1995)

Was soll ich dazu sagen .....?

Die Einen mögen die schöne unverbaute Landschaft und den Rotmilan als "Inbegriff von Freiheit", dessen Lebensraum bekanntlich durch Windkraftanlagen geschmälert und entwertet und für ihn zur tödlichen Falle wird .... 

Windkraft

Majestätisch schön .... ich meine das nächste Bild!

Rotmilan

..... und die Anderen, welche sich auf das in der heutigen Zeit "Wesentliche" (siehe unten) beschränken ! 

Dieses Bild bedarf sicher keiner weiteren  Erklärung!

.... und noch ein paar Links!

Windkraftgegner

Link 1  Link 2   Link 3

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Artikel zur Windenergiewirtschaft

Artikel im  "FOCUS"

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Windkraftbefürworter

Link 1   Link 2  

Ich gebe zu bedenken, dass heute jeder eine Internetseite einrichten und seine Meinung präsentieren kann !!!! Ich auch!

Geier und Windkraftanlage


14.03.2014

Grasfrosch  2014

Im Gartenteich liegen mittlerweile über 20 Laichballen. Die Kapazität der Flachwasserzone ist fast ausgelastet! 

Grasfroschlaich im Gartenteich 14.03.2014



 10.03.2014

Grasfrösche und Hänfling

Gestern Morgen fand ich im Gartenteich die ersten zwei Laichballen vom Grasfrosch im Gartenteich und heute waren es schon vier.  So zeitig habe ich noch nie Grasfroschlaich zu Gesicht bekommen und dass bei Nachttemperaturen von -2 bis -4 Grad Celsius. Es tummeln sich zur Zeit noch einige Grasfrösche im Teich. Mal sehen was sich noch so tut. Nun dauert es nicht mehr lange und Grasfrösche, Erdkröten, Molche und Co. machen die Straßen unsicher. Wohl denen die in einen Eimer plumpsen, den fleißige Helfer vorm Krötenzaun eingegraben haben!

Grasfroschlaich  (09.03.2014)

Hänfling (09.03.2014)

Gestern saßen auf dem Walnussbaum im Garten zwei Hänflinge im Sonnenschein und ließen einen zaghaften Gesang hören! Nach Recherche und Rückfrage bei meinem guten Freund Rolf muss es sich, auch bei fehlender rötlicher Brust, um einen Bluthänfling (wahrscheinlich vorjähriger Jungvogel) handeln. 


06.03.2014

Grasfrösche

Bereits seit dem 28.02.2014 sind die Grasfrösche in unserem Gartenteich unterwegs - so früh wie nie!

Grasfrosch


27.02.2014

Frühling?

Heute Morgen, man will es kaum Glauben, sind "meine" Stare, acht an der Zahl,  heimgekehrt. Gegen 7:30 Uhr saßen sie auf dem Walnussbaum, inspizierten die Nistkasten und sangen was das Zeug hergab. Man fühlte sich inmitten die Brutzeit versetzt. Es war die reine Freude ihnen zu zuhören und bei ihrem Treiben zu zuschauen!

 

Star


13.02.2014

Biber nun auch im Unstruttal angekommen

Nachdem der Biber bereits mehrere Jahre in der Saaleaue ein neues Zuhause gefunden hat, ist er nun auch in der Unstrutaue angekommen. Er hat in der kurzen Zeit bereits ganze Arbeit geleistet. Neben jungen Kopfweiden und Silberweidenbüschen hat er auch schon eine größere Anzahl Eschen angenagt! Es sei ihm gegönnt. Hier dient das "Fällen" dem tatsächlichen Nahrungserwerb ohne jeglichem Profitinteresse!

Vom Biber benagte Weide in der Unstrutaue (02/2014).


08.02.2014

Fällarbeiten bei Plötzkau (im FFH-Gebiet) stoßen auf Kritik

(Schlagzeile in der Mitteldeutschen Zeitung am 07.02.2014)

Link zum Artikel

Es scheint sich um das FFH-Gebiet 4236-301 Auenwälder bei Plötzkau zu handeln. Entsprechend dem Bild (4 große Stubben) scheint vom Hartholzauenwald (FFH-Lebensraumtyp) und vom Lebensraum des Mausohrs (Myotis myotis) nicht all zu viel übriggeblieben zu sein. Erstaunlich sind die Aussagen im Artikel, dass der Wald jahrelang sich selbst überlassen war (Schon 2 oder 5 Jahre? Ich kenne kaum einen forstlich interessanten Wald der so lange verschont geblieben ist!), dass man begonnen hat vom Juni-Hochwasser geschädigte Bäume zu fällen (Welchen Schaden kann ein Hochwasser im Auwald machen?) und das laut MLU die Nutzung „grundsätzlich im Rahmen geltenden Rechts vollzogen“ wird (Wer hätte anderes gedacht?).

Es ist auch von der Clusterstudie Sachsen-Anhalt die Rede – Schaut mal rein!

Link-Clusterstudie Sachsen-Anhalt
 Ich denke mir meinen Teil!


 05.02.2014

Vogelwelt

Es tut sich schon etwas in der Vogelwelt! Heute Morgen, noch in der Dunkelheit,  hörte ich einen intensiv rufenden Waldkauz. Er hatte es in den letzten Tagen immer schon mal  probiert. In der Mittagssonne veranstalteten die Spechte, 3 bis 4 Buntspechte und vielleicht ein Mittelspecht ich konnte ihn leider nicht sehen) veranstalteten ein regelrechtes "Trommelkonzert". Dazu rief lang und anhaltend ein Grünspecht. Gegen Abend kam ich dann noch bei einem Kolkrabenhorst vorbei. Noch Vorgestern war der Vorjahreshorst welcher über die Sommer-, Herbst- und Winterzeit auf Taubennestgröße geschrumpft war, offensichtlich noch nicht ausgebessert. Heute fand ich einen halbfertigen Horst vor. In anderen Kolkrabenrevieren waren die Raben schon vor einigen Tagen aktiv. Noch im Februar werden Sie als erste Vogelart in unserer Region mit der Brut beginnen.

 

Stare und Buntspecht "warten auf den Frühling"


31.01.2014

Seeadler mit Bleivergiftung

Bereits der dritte Seeadler mit Bleivergiftung in Brandenburg in diesem Winter. Die Bleivergiftung, welche sich durch Atemnot und Erstickungsanfällen äußert, war bei allen drei Exemplaren so schwer, dass sie in der Kleintierklinik der FU Berlin nicht mehr gerettet werden konnten. Es wird davon ausgegangen, dass die Bleivergiftung in allen drei Fällen durch die Aufnahme bleihaltiger Munition verursacht wurde. Das wird die Diskussion bezüglich eines bisher seitens der entsprechenden Lobby erfolgreich verhinderten Verbotes bleihaltiger Munition wieder entfachen!!!
 

 Quelle: NaBu Berlin

Seeadler mit Bleivergiftung (2014) 

Übrigens haben sich Bleivergiftungen als die bedeutendste Todesursache herausgestellt aber auch z.B. der Rotmilan ist betroffen! Mehr zum Thema auf Seeadlerforschung.de

.... und noch ein interessanter Artikel zum Thema! Gefunden beim LUGV Brandenburg

 


06.01.2014

Rotkehlchen

In diesem Jahr ist an der Futterstelle im Hof und im Garten aufgrund der milden Wetterlage nicht all zu viel los. Neben einem großen Trupp Feld- und Haussperlingen, ein paar Kohl- und Blaumeisen, welche auch gern den Teich zum trinken und baden aufsuchen, stöbert ein Rotkehlchen und ab und zu auch ein Zaunkönig durch den Garten. Das Rotkehlchen habe ich heute vor die "Linse" bekommen und man kann es sogar, trotz sehr trüben Wetters, erkennen.

 

 

Sucht und findet die von mir angebotenen Wallnussstücken.

 


 Online-Informationssystem Naturschutzrecht

Aus meiner Sicht sehr empfehlenswerte Seite zum Naturschutzrecht! Neben Erklärungen zum Bundesrecht wird vor allem das Europäische Naturschutzrecht (Vogelschutz-und FFH-Richtlinie)  und die entsprechenden Begriffe wie "faktische Vogelschutzgebiete" erläutert. Darüber hinaus sind aktuelle Urteile zum Themenkreis zu finden.

 http://www.naturschutzrecht-online.de/naturschutzrecht/natura-2000Online-Informationssystem Naturschutzrecht


 02.01.2014

 Winterfütterung 

Nun ist es wieder soweit. Unsere gefiederten Freunde „belagern“ von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang die Futterstelle. Wie füttert man aber richtig?

Das Wichtigste ist die Hygiene am Futterplatz. Bei den traditionellen Fütterhäuschen muss unbedingt auf Sauberkeit geachtet werden. Nach Möglichkeit sollten diese täglich von Futterresten und Kot gereinigt werden. Ansonsten breiten sich schnell Krankheitserreger aus, welche den Singvogelbestand stark dezimieren können. Man muss auch darauf achten, dass die Futterstelle sicher vor umherstreunenden Hauskatzen ist. Die Futterstelle sollte eine ausreichende Höhe haben und es sollten sich keine Kletter- und Versteckmöglichkeiten für die Katzen im Umfeld befinden. Mein Fütterhäuschen und die Futterhölzer befinden sich nah an einer dichten für Katzen schlecht bekletterbaren Buchenhecke. Da haben die Kleinvögel die Möglichkeiten sich schnell vor dem sehr häufig „vorbeischauenden“ Sperber zu verstecken. Er erwischt zwar trotzdem ab und zu einen der Futtergäste, doch das ist der Kreislauf des Lebens.

Bei mir beginnt die Fütterung meist bereits Anfang Oktober und endet oft nicht vor Ende März. Ich biete eine Körnermischung, Haferflocken, Wallnüsse und auch Fallobst an, welches ich teils frostsicher zwischengelagert und teils im Garten unter den Bäumen aufgetürmt habe. Die Wallnüsse biete ich noch ungeöffnet dem Specht in einem Sack und dem Rest der Vogelgesellschaft (ohne Schale) im Futterhaus an.

Wichtig ist auch, dass die Fütterung durchgehend erfolgt, um die Vögel an den Futterplatz zu gewöhnen.

Auf unserem Grundstück ist nicht nur im Winter sondern im ganzen Jahreslauf eine Menge Vogelleben! Seht dazu auch meine „Hof und Garten-“ und die „Spatzenseite.

Sperlinge am Futterplatz


05.12.2013

Singschwan im Kreis Wittenberg abgeschossen

Ornithologen haben einen frisch von Jägern abgeschossenen Singschwan (streng geschützte Art  nach Bundesartenschutzverordnung, Bundesnaturschutzgesetz) gefunden. Offensichtlich hören die Verstöße gegen Naturschutzrecht, von denen man bundesweit hört, nicht auf. Was sind das für Jäger. Vor ein paar Tagen laß ich in einer Broschüre des Deutschen Wildschutzverbandes etwas von 300.000 Naturschützern. Damit waren  die Jäger gemeint. Der eine oder andere scheint die Broschüre oder die Tatsache das die Jagdverbände als Naturschutzvereinigungen anerkannt sind, nicht ganz ernst zu nehmen. Schüsse, Fallen und Giftköder gegen Wölfe , Greife, geschützte Gänse, Saatkrähen und nun auch Schüsse auf Singschwäne sprechen eine deutliche Sprache. Das ist sicher nur die Spitze des Eisberges. Ist es einfach nur Unwissenheit? Auf der Homepage des Deutschen Wildschutzverbandes war auch etwas zu lesen über einen Kompaktkurs mit dem man nach 18 Tagen die Jagdprüfung sicher besteht!

Lest aber bitte selbst zum Thema Singschwan-Abschuss!

Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung


 17.10.2013

Bauern gegen Kraniche (einmal ganz anders)

Heute bekam ich einen Hinweis auf einen Artikel in den Potsdamer Neuesten Nachrichten

Kranich auf dem Acker!!!!

Aber lest selbst - das macht richtig Freude!

Link


10.10.2013

Bauern gegen Kraniche

Beitrag des RBB zum Thema "Bauern gegen Kraniche"

Fernsehbeitrag

Man hat einen neuen Problemvogel ausgemacht. Nach dem Kormoran ist es nun der Kranich dran.  Wer hätte gedacht, dass dieser majestätische Vogel auch einmal Ziel von massiven Anfeindungen wird.

 

Solch ein Bild wäre, wenn es nach den Landwirten im Beitrag gänge, nicht mehr möglich!

Man traut sein Ohren nicht wenn man den Landwirt und auch die Vertreter der Landwirte über die "bösen" Kraniche reden hört. Zwei Möglichkeiten werden aufgezeigt:  Weite Förderungen in Form von Ausgleichszahlungen wären eine Lösung. Na klar! Doch die zweite Möglichkeit, nämlich eine Managementplanung, welche einen Abschuss der Vögel zum Ziel haben soll, wäre ihnen offensichtlich lieber. Einzelne die wundervollen Vögel auf dem Acker könne man sich schon vorstellen - dass heißt die  "restlichen" Kraniche müssen verschwinden oder deutlicher gesagt abgeschossen werden. Das wir in Deutschland eine wesentliche Verantwortung für die Erhaltung der europäischen Bestände haben, vor allem auch der Bestände unserer Nachbarländer, spielt offensichtlich für diese Herren keine Rolle. Der Kranich wird aufgrund der Anbaustruktur (überwiegend Mais, Getreide und Rapsanbau) auf die Felder gelockt, doch Schuld an dem aus Sicht der Landwirte dargestellten "Problem" ist nicht der Kranich. Von einer "explosionsartigen" Vergrößerung des europäischen Kranichbestandes ist mir übrigens auch noch nichts zu Ohren gekommen.


12.09.2013 

 Zugvogelmord an der Küste Ägyptens

Jedes Jahr ereignet sich an der Küste Ägyptens ein menschengemachtes Drama für die aus Europa kommenden Zugvögel. Weit über 10 Millionen Singvögel werden nach Expertenmeinung jährlich mit Netzen gefangen, gequält und später getötet. Die Netze erstrecken sich auf etwa 700 Kilometer Länge. Darüber hinaus sind Bäume und Gebüsche hinter der Küstenlinie mit Fanggeräten belegt. Man muss davon ausgehen, dass sich ein solches „Abschöpfen“ auf die Bestände in Europa, wo man viel Zeit und Geld für den Schutz aufwendet, nicht unerheblich auswirkt.

Die Populationen von z.B. Neuntöter, Bienenfresser, Wiedehopf, Wendehals, Fitis, Steinschmätzer Nachtigall, Pirol, Wendehals, Ziegenmelker welche bereits in Europa immer weiter Probleme mit der Verschlechterung oder Zerstörung ihrer Lebensräume (Brut- und Nahrungsgebiete) haben, werden dadurch noch schneller schrumpfen. Die Bemühungen in Europa werden damit "ad absurdum" geführt. 

Dem Vogelfreund oder Naturschützer muss es die Tränen in die Augen treiben, wenn man die Bilder der massenweise angebotenen toten Singvögel sieht. Ein Grauen ……!

Aber seht selbst:

Beitrag auf der NABU-Seite 

Beitrag von Report-Muenchen 

Foto: Bienenfresser- Rolf Hausch, Tröglitz


 11.09.2013

Europäischer Arten- und Biotopschutz im Wald

Klaffen Ziel und Realität noch weit auseinander?

In einigen Bundesländern nimmt man es mit dem europäischen Arten- und Biotopschutz sehr ernst. Zum Beispiel gibt es in NRW (siehe hier) einen Leitfaden des zuständigen Ministeriums über den Artenschutz bei forstrechtlichen Genehmigungs- und Anzeigeverfahren. Dort werden die naturschutzrechtlichen Regelungen und der notwendige Umgang damit, umfangreich dargelegt.

Weiter gibt es eine Dienstanweisung zum Artenschutz im Wald und zur Beurteilung der Unbedenklichkeit von Maßnahmen in Natura 2000 Gebieten im landeseigenen Forstbetrieb. Hier wird anhand einer Positivliste für gängige forstliche Maßnahmen festgestellt, ob Maßnahmen generell unbedenklich sind bzw. wann die Maßnahmen im konkreten Einzelfall mit der zuständigen Naturschutzbehörde abzustimmen sind. 

Ähnliches gibt es auch in Freistaat Thüringen:

Erläuterungen zur Positivliste

Positivliste

In Sachsen-Anhalt habe ich, bis auf den auf der Seite Forstwirtschaft bereits vorgestellten Flyer „49 Arten, 49 Förster“, bisher nichts finden können.

Das Bundesamt für Naturschutz verweist auf seiner HP bezüglich derForstwirtschaft in Natura 2000-Gebieten u. a. auf Auszüge aus dem F+E-Vorhaben "Naturschutzstandards für die Bewirtschaftung von Buchenwäldern im nordostdeutschen Tiefland". Sachbericht. Oktober 2003 bzw. in: Flade, M., Möller, G. Schumacher, H. & S. Winter (2004):Naturschutzstandards für die Bewirtschaftung von Buchenwäldern im nordostdeutschen Tiefland. – Der Dauerwald 29: 15-28).

Die Aussagen z.B. zur Bewirtschaftung von Buchenwäldern in Natura 2000 Gebieten, insbesondere auch zu den zu erhaltenden Naturwaldstrukturen mit Habitat-Schlüsselfunktion (Sonderstrukturen), sind sehr herzerfrischend, jedoch in der Realität …. .

Schaut mal rein!


  Aktuelles vom „Komitee gegen den Vogelmord e.V.“

www.komitee.de

Wieder Greifvogeltötung in NRW (09/2013)

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Aktion gegen illegalen Ortolan-Fang in Frankreich

(Polizei setzt Vogelschützer fest -09/2013)

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Polizei beschlagnahmt 150 Singvögel (09/2013)

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Malta: Regierung kippt Jagdverbot zum Schutz von Greifvögeln (08/2013)

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NRW: Greifvogel-Wilderei stark angestiegen
Hochburgen am Niederrhein und im Münsterland - Warnung vor Giftködern (06/2013)

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UNO-Konferenz: Jagd mit Giftködern ist ein globales Problem - Vogelschützer fordern Verbot von Carbofuran (05/2013)

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 Hier verenden unsere Zugvögel: Schock-Video zeigt nächtlichen Massenfang von Singvögeln in Spanien (3/2013)


22.08.2013

Zeitzer Forst (Schießanlage)

Die Bundeswehr plant eine Schießanlage auf ihrem langjährigen Übungsplatz im Zeitzer Forst. Nun wird dort hin und her geschossen – jedoch nicht auf dem Schießplatz. Ein Gutes hat es ja. Plötzlich sind, nachdem sich vorher keiner oder kaum jemand darum gekümmert oder Interesse gezeigt hat, Begriffe wie NATURA 2000, EU-Vogelschutzgebiet, FFH-Gebiet, FFH-Verträglichkeitsprüfung, prioritäre Arten, Nationales Naturerbe, Trockenrasen, Fledermäuse und Hirschkäfer in „aller Munde“.

Ein Schießplatz im Militärgebiet, Panzer auf einer auch für diesen Zweck neu gebauten Umgehung – ist das in Ordnung?  Bildet Euch selbst eine Meinung!


Das Brutvogeljahr

Das Brutvogeljahr neigt sich zum Ende. Bienenfresser, Wespenbussard und Baumfalke füttern noch ihre Jungen. In der Kleinvogelwelt sind noch einige Arten mit ihren Zweit- oder Nachbruten beschäftigt. Wohl denen die bei dieser Wetterlage ihr stressiges Brutgeschäft bereits beendet haben. Die Ergebnisse in diesem Jahr waren durchwachsen. Die Rohrsänger und viele andere Arten hatten es in diesem Jahr aufgrund des späten und starken Hochwassers recht schwer. Vielen ist die Brut verlorengegangen. Auffällig waren in diesem Jahr die nur wenigen Mäusebussard- und Habichtbruten. Ohne abschließende Datenauswertung gehe ich davon aus, dass weniger als 1/3 der Vorjahresbestände zur Brut geschritten ist. Auch die Schleiereule hatte sicher aufgrund der verhältnismäßig langen und teilweise hohen Schneelage mit hohen Verlusten einen sehr geringen Brutbestand. Zwei Erstbruten „meiner“ Eisvögel wurden aufgrund unglücklicher Umstände vom Waschbär zerstört. Eines der beiden Paare hat bei der zweiten Brut dann einen sichereren Brutplatz gebaut. Die Stare und Feldsperlinge im Garten waren sehr effektiv. Fünf Starenpaare zogen insgesamt siebenmal Junge auf. Eins der Feldsperlingspaare konnte nach dem Verlust der Jungvögel der ersten Brut durch das Mauswiesel im selben Kasten noch zweimal Junge aufziehen. Mal sehen was die Auswertung der Daten noch so für interessante Ergebnisse bringt. Dazu später sicher mehr.

Star fliegt nach Fütterung aus der Bruthöhle. (2013)

 19.06.2013

Bunias orientalis

Nun blüht es wieder das Orientalische Zackenschötchen. Viele Straßenränder leuchten gelb - ich denke viel mehr und viel intensiver wie in den Vorjahren. Der Vormarsch dieses Neophyten ist wohl nicht aufzuhalten. Immer weiter wandert er weg von den Hauptstraßen in die freie Landschaft ein. Wo ausreichend gegiftet wird, wie auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen, hat die Pflanze natürlich keine Chance. Aber gerade die wertvollen Flächen, die Ackerränder mit Übergang zu ungenutzten bzw. extensiv genutzten Flächen machen mir Sorgen. Bei Weischütz und Müncheroda wandert dieser Neophyt in dass FFH- Gebiet „Nüssenberg und Schafberg bei Weischütz ein.

Gleinaer Berge aus Richtung Burgscheidungen

Im Bereich des FFH-Gebietes „Forst Bibra“ nimmt die Ausbreitung in erschreckendem Maße seinen Lauf. Auch im FFH-Gebiet „Schmoner Busch, Hänge bei Spielberg und Elsloch südlich Querfurt“ geht die Ausbreitung weiter und im FFH-Gebiet „Trockenhänge bei Karsdorf und Glockenseck“ ist es auch an vielen Stellen angekommen. Ein paar Einzelkämpfer versuchen die Ausbreitung einzudämmen doch das ist der berühmte „Tropfen auf den heißen Stein“. Jetzt, bevor es  nicht mehr zu händeln ist, sollten die gesetzlich dazu verpflichteten Stellen schnell loslegen und geeignete Maßnahmen ergreifen.

Gleinaer Berge/Rappental

 


 18.06.2013

Hochwasser

Elbe-, Saale-, Unstrut- und Elsteraue waren (und sind es teilweise noch) überschwemmt wie seit langer Zeit nicht mehr. Was hat man nicht alles ändern wollen nach dem Hochwasser 2002! Aber so ist der Mensch – er vergisst schnell und baut anstatt zurück lieber noch etwas rein ins Überschwemmungsgebiet! Die Polderflächen der Flüsse zu vergrößern hat man seit den letzten Hochwasserereignissen auch verpasst. Ein solches Hochwasser hilft vielleicht erinnern. Derzeit spricht man davon das z.B. Hauseigentümer 2.000 Euro Hochwasserhilfe bekommen. Landwirte, welche Ihre Flächen in den Überschwemmungsgebieten haben sollen wohl 5.000 € Soforthilfe bzw. bis zu 50 % Ihrer Verluste ersetzt bekommen. Ob es so ist wird sich zeigen!

Hochwasser Unstrutaue bei Kirchscheidungen (04.06.2013)

Auch die Fauna hat sicher einiges an Verlusten hinnehmen müssen. Neben Rehkitzen und sicher vielen Kleinsäugern, sind auch eine Menge an Vogelbruten vernichtet worden. Vor allem die Bodenbrüter wie Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Schafstelze, Rohr- und Goldammer, Schwirle aber auch die Rohrsänger, die gerade begonnen hatten ihre Nester zu bauen. Auffällige Arten wie die Höckerschwäne hatten auch keine Chance. Kurz vor dem ausschlüpfen der Jungen sind die Horste „untergegangen“.

16.06.2013


Kuckuck

In diesem Jahr sieht es für meine „Kuckuckssuche“ (siehe Kuckucksseite) gar nicht gut aus. Über 90% meiner Untersuchungsflächen standen bzw. stehen immer noch unter Wasser. Erstaunlicher Weise halten sich die Rohrsänger zu einem großen Teil in den betroffenen Gebieten auf. Außerhalb haben einige Rohrsänger ganz normal in den letzten Tagen im Mai bzw. ersten Junitagen ihre Brut begonnen. In den Hochwassergebieten (an weniger betroffenen Rändern) ist das 10 Tage später passiert bzw. konnte ich auch am Wochenende wieder Nester im Bau bzw. mit einem oder zwei Eiern feststellen. Interessanterweise sind die Kuckucke, welche im Gebiet die Rohrsänger als Wirte nutzen, immer noch sehr aktiv. Ob sie die Eiablage entsprechend verzögern und die Rohrsängerbruten abwarten konnten? Ich werde es weiter beobachten!

Kuckucks-Ei in Teichrohrsänger-Nest  (2013)

 


Neuntöter

Auch der Neuntöter hatte offensichtlich so seine Probleme mit der langen und intensiven Regenphase im Mai. Offensichtlich wurden viele Bruten aufgegeben. Davon zeugen viele mit Eiern verlassene Nester. Nur sehr wenige haben durchgehalten und füttern jetzt fast flügge Junge. Die meisten Paare haben eine zweite Brut begonnen und die Weibchen sitzen zur Zeit auf 3-6 Eiern. 

Neuntöter-Gelege - verlassen (2013)

Neuntöter-Nest mit fast flüggen Jungvögeln (2013)

 


Interessante Seite zum Schreiadler

http://www.schreiadler.org/

Übrigens befindet sich das westlichste stabile Vorkommen des Schreiadlers im Hakel (Sachsen-Anhalt).


 29.05.2013

Stare

Heute sind die ersten Jungen, teilweise noch nicht ganz flugfähig, ausgeflogen! 

Jungstar beim ersten Ausflug


28.05.2013

Stare

Trotz vieler Probleme im Vorfeld sind fünf Starenpaare zur Brut geschritten. Mittlerweile sind die Jungstare von vier Paaren kurz vor dem Ausfliegen. Es ist eine wahre Freude zu sehen wie die Altvögel ohne Unterlass, bis auf kleine „Päuschen“ Nahrung heranschaffen. Das fünfte Paar hat etwas später begonnen und füttert noch kleinere Junge. Ein sechstes Männchen sitzt seit ein paar Tagen singend regelmäßig vor einem noch leeren Kasten und trägt ab und zu etwas Nistmaterial ein.


27.05.2013

Erster offensichtlicher Rotmilanbrutverlust

In einem Waldbestand zwischen Tröbsdorf und Thalwinkel wurde das letzte noch verbliebene Brutpaar vom Horst vergrämt. Die Ursache war Holzeinschlag im Privatwald. Jeder Verlust, wie hier der Verlust des Nachwuchses, tut dem schrumpfenden Milan-Bestand weh.

Was nützt da ein schöner Horstschutzparagraf im Bundesnaturschutzgesetz!? 

Rotmilan 


 

Das „böse“ Mauswiesel 

Bereits im Winter habe ich die Ursache für viel „Ungemach“ in der „Spatzenkolonie“ gesetzt. Ein Mauswiesel, welches sich in der schneereichen Zeit bei uns aufhielt und ab und zu einen „Happen“ ab bekam, vagabundiert nun regelmäßig durch unseren Garten. Mindestens vier Nistkästen mit jungen Spatzen und weitere mit Eiern, ich denke mittlerweile um die zehn Bruten, hat er bereits geplündert. Er klettert in die Nistkästen,  auch wenn der Eingang noch so klein ist. Dort beißt er alle Jungen tot und lässt es sich schmecken. Von dem Sperlingsschwarm, teilweise bis zu 30 Haus- und Feldsperlinge, welcher zeternd  um den vom Wiesel „heimgesuchten“ Nistkasten fliegt. Lässt er sich nicht stören. Selbst eine sicher schmerzhafte Begegnung mit unserer Hündin hat das Mauswiesel nicht zum Anlass genommen weiterzuziehen. Jetzt versuche ich es mit Hundehaaren von den verbliebenen besetzten Kästen fernzuhalten. Bei den Staren scheint es geklappt zu haben.

Trotz der „Verluste“ in der Spatzenkolonie ist es erfreulich dieses „Kleinraubtier“ ab und an beobachten zu können.


 23.05.2013

 Feldvögel -Dramatische Entwicklung

Das Bundesamt für Naturschutz(BfN) und der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) weisen auf dramatische Bestandsentwicklungen der Vögel in der Agrarlandschaft hin

Die Zahl der europäischen Feldvögel soll sich innerhalb von 30 Jahren laut BfN und DDA halbiert haben. Seit 1980 sei in der Europäischen Union jeder zweite Vogel in der Agrarlandschaft verloren gegangen.

Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz. Sagte hierzu: "Allein in Deutschland sind seit 1990 mehr als eine Million Feldlerchen verstummt, eine Entwicklung, die besorgniserregend ist, denn dies ist nur ein Beispiel von vielen Arten, deren Bestände unter der Intensität der Landnutzung leiden".

Noch deutlicher sagen es folgende Zahlen aus:

Nach Angaben des DDA und BfN gehen auch in Deutschland die Bestände vieler häufiger Brutvögel von Äckern, Wiesen und Weiden in dem Beobachtungszeitraum seit 1990 weiter deutlich zurück. "

Feldsperling - Verringerung auf zwei Drittel des Bestandes,

Kiebitz - Rückgang auf etwa ein Drittel des Bestandes

Rebhuhn - Einbußen von über 90% in den letzten drei Jahrzehnten

Quelle: www.bfn.de

Die aktuellen Daten zu den Bestandsentwicklungen europäischer Brutvogelarten (in englischer Sprache) www.ebcc.info/trends2012.html

Positionspapier zur Situation der Agrarvögel in Deutschland von DO-G und DDA

www.dda-web.de/downloads/texts/positionspapier_agrarvoegel_dda_dog.pdf

Zeit zu handeln! Die Chancen mit der neuen GAP etwas in die richtige Richtung zu bewegen sind bereits aufgrund der letzten Entscheidungen über Umfang und Inhalt  derselben bereits vertan!


22.05.2013

Rotmilan-Horste mutwillig zerstört?

Zwei Artikel und ein Filmbericht zum Thema aus den Jahren 2012 und  2013:

Artikel www.az-online.de

Artikel www.rheinpfalz.de

Filmbericht www.zdf.de/ZDFmediathek    

Immer wieder stehen sich Interessen von Windkraftbetreibern, Landeigentümern und tlw. Gemeinden, welche sich Einahmen, welcher Art auch immer, erhoffen sowie Naturschützern und Naturfreunden welche einerseits die Lebensqualität für die Menschen, aber auch die Lebens- und insbesondere Nahrungsräume geschützter Arten erhalten möchten, gegenüber.

Planungsbüros kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen und Experten vertreten verschiedene Meinungen zu den Auswirkungen der Windkraftanlagen und –parke auf die Vogelwelt und die Fledermäuse.

Ob die Vorwürfe der einen gegen die andere Seite haltbar und vor allem beweisbar sind,  mag und kann ich nicht beurteilen!  Übrigens ist auch mir in einem Waldstück nahe einem geplanten Windparks in den Jahren 2012 und 2013  zweimal das Verschwinden der Horste eines Rotmilanpaares aufgefallen!  Aber auch an anderen Stellen, welche nicht  für WKA interessant sind, sind zwei-drei kleine Milanhorste abgestürzt. Eine Ursache könnten dort  (in der Unstrutaue) der Waschbär aber auch Witterungseinflüsse gewesen sein.

Aber warum sollte jemand derartig Schändliches wie eine Horstbeseitigung tun, da doch die letzen Urteile zu Windkraft und nach EU- und Bundesrecht geschützten Arten eher negativ für die durch Windkraftanlagen gefährdeten Flieger (ohne entsprechende Lobby) ausgingen!

Aber bildet Euch selbst eine Meinung!

Einen interessanten Bericht zu Verlusten durch Windkraftanlagen könnt ihr hier lesen:

Der Präsident des Landesumweltamtes Brandenburg schreibt bereits im Jahr 2004: Link

 Dazu zwei aktuelle Listen:

Schlagopfer Vögel

Schlagopfer Fledermäuse


 22.05.2013

BVVG- verkauft/versteigert wieder naturschutzrelevante Flächen im Burgenlandkreis

Hier ein paar Beispiele:

Grünland mit Feldgehölz in Zscheiplitz  (FFH-Gebiet und gesetzlich geschützter Biotop)

zur Beschreibung

Streuobstwiese mit Waldanteil in Nebra (bis auf den minimalen Waldanteil im Landstraßenrandbereich gesetzlich geschützter Biotop)

 zur Beschreibung

Trockenrasenflächen bei Karsdorf (zu großen Teilen FFH- und Naturschutzgebiet)

zur Beschreibung

Kleinstwaldfläche Bad Kösen (FFH- und Naturschutzgebiet)

zur Beschreibung

 Eine Info, dass einige der Flächen ganz oder in Teilen in FFH-Gebieten liegen, habe ich nicht gefunden!

Man kann nur hoffen, dass die Neueigentümer vorher fragen was in den Gebieten zu beachten ist, bevor sie eine Nutzung beginnen. Sonst ist großer Ärger vorprogrammiert!


  24.04.2013 

Alle Vögel sind schon da! Oder doch noch nicht?

Nein, alle Vögel sind noch nicht da. Rauchschwalbe, Mehlschwalbe, Trauerschnäpper, Garten-, Klapper- und Mönchsgrasmücke, Haus- und Gartenrotschwanz, Wendehals, Girlitz, Nachtigall, Schafstelze und einige mehr sind wieder bei uns angekommen und erfreuen uns mit ihrem Gesang oder ihren Rufen. Wer fehlt denn noch?

Kuckuck, Mauersegler, Neuntöter, Grauschnäpper, Sumpf-, Teich- und Drosselrohrsänger, Feld- und Schlagschwirl und nicht zuletzt der Gelbspötter werden in den nächsten Tagen und teilweise bis Mitte Mai hinein in unseren Gefilden ankommen. Einige der vorgenannten Arten wurden in Einzelexemplaren im Süden Deutschlands und teilweise bereits in den Landkreisen um den Burgenlandkreis herum gesichtet!

Nun hat die für die Vogeleltern  „stressige“ Brutzeit begonnen. Die Rotmilane haben meist schon ihre Horste besetzt oder sind dabei neue zu errichten. Grün- und Grauspecht arbeiten bereits auf Hochtouren an der neuen Bruthöhle. Auch der Zilpzalp baut schon sein Nest niedrig in mit Gras durchwachsenen Gebüschen. Eine der Ausnahmen in der Vogelwelt ist der Kolkrabe. Der hat bereits im Februar völlig wetterunabhängig mit seiner Brut begonnen und nun sitzen bereits die fast flüggen Jungvögel auf dem Horstrand. Ihre „Bettelrufe“ und die Rufe ihrer Eltern werden in den nächsten Wochen, wenn sie im Familienverband unterwegs sind, noch oft zu hören sein.

Im Garten ist auch schon eine Menge los. Die Haus- und Feldsperlinge haben sich die Nistkästen gesichert. Da und dort entbrennt trotz Nistkastenüberbestand heftiger Streit, welcher bis zum „Ausräumen“ der ersten Eier führt. Die Stare trauen sich zum Teil wieder auf den Nussbaum (ich berichtete am 03-04-2013) und tragen vorsichtig Nistmaterial ein. Der Gartenteich in dem es bereits nur so von kleinen Kaulquappen wimmelt wird von allerlei Singvögeln belagert. Besonders freue ich mich über die regelmäßig erscheinenden Bluthänflinge, Goldammern, die Heckenbraunelle, die Mönchsgrasmücke und Girlitze. Seit einigen Tagen stellt sich auch wieder eine Schafstelze ein.

Das Mauswiesel, welches im Januar/Februar Dauergast im Garten war und sich öfters kleine Rindfleischstückchen gesichert hat, scheint vorerst weitergezogen zu sein.

Mal Sehen wer uns als Nächster mit seinem Besuch im Garten oder als Heimkehrer aus südlichen Gefilden überraschen wird.


 17.04.2013

 Es ist wieder Krötenwanderzeit!

In Tümpeln, Teichen, Gräben, Seen und auch Flüssen tummeln sich wieder allerlei Lurche um sich fortzupflanzen. Viele müssen leider  wie jedes Jahr eine oder gar mehrere Straßen überwinden. Leider schaffen es viele nicht. Zum Glück gibt es ja bundesweit viele Helfer die jährlich Krötenzäune stellen und die regelmäßige Kontrolle und Absammlung der Amphibien übernehmen. Im Burgenlandkreis stehen entsprechende Schutzzäune z.B. bei Klosterhäseler, bei Droyßig, bei Breitenbach und Lindenberg. Dort werden neben der Erdkröte auch Wasserfrösche, Grasfrösche, Laubfrösche, Wechselkröte, Knoblauchkröte sowie Teich-, Berg und Kammmolch über die Straße “befördert“.

Erdkröten - Wer entwirrt den Knoten?

Aber nicht nur die Amphibien sind aus der Winterruhe erwacht. Auch die privaten „Holzmacher“ ziehen nun durch die Wälder und stören so gut sie können (meist wohl unbewusst) das erwachende Leben, ob die Pflanzenwelt am Boden oder die brütenden Greif- und andere Vögel. Das wird sich wie jedes Jahr bis weit in den Wonnemonat Mai hineinziehen und so manche Vogelbrut kosten.


 05.04.2013

Die Grasfrösche laichen bereits

Heute habe ich in unserem Gartenteich bereits die ersten acht Laichballen vom Grasfrosch festgestellt. Damit hatte ich, da er noch nicht mal eisfrei ist und höchstens gefühlt +1 Grad hat, nicht gerechnet.  

Grasfroschlaich am 05.04.2013 (rechts Eiskante)

Auch die Flora beginnt zu erwachen. Gestern konnte ich die ersten Kuhschellen sehen.   

Kuhschelle

 

Frühlings-Segge  02.04.2013


"Meine" Stare haben sich leider bisher noch nicht wieder sehen lassen. Und wenns sie es sich überlegen wird der Vogelhasser sicher wieder zuschlagen! 


03.04.2013

Verluste auf der ganzen Strecke ......

Leider waren "meine" Stare nicht die einzigen "Verluste" in den letzten Wochen. Wie ich schon berichtete, war und ist es für die heimgekehrten Zugvögel eine harte Zeit, die sicher mancher nicht überstanden hat. Auch die erste der mir bekannten Kolkrabenbruten ist bereits "verlustig" gegangen. Eine im Auftrage des Straßenbauamtes tätige Fachfirma (?), welche weit über die erlaubte Zeit entlang der Straße Bäume gefällt hat, hat den Altvogel vom nur ca. 50 Meter entfernten Horst vergrämt. Einen Kommentar erspare ich mir!

Auch so manches Waldstück hat über den Winter seinen Waldcharakter eingebüßt. Ein Waldstück zwischen Bad Bibra und Saubach hat fast seinen gesamten Altholzbestand verloren, nur das "Unterständige" ist übrig geblieben. Auch bei Bucha hat ein Wald eher einen Parkcharakter verpasst bekommen. Auch an mehreren Stellen im NSG "Forst Bibra" (Bilder auf "My Heimat")(Artikel in der MZ) und im "Toten Mann" bei Kahlwinkel/Wohlmirstedt  hat man wieder ordentlich geerntet (außerhalb des FFH-Gebietes Finne Nordrand bei Wohlmirstedt). Die Wälder sind sicher alle zertifiziert (hierzu auf  www.fsc-deutschland.de) zumindest vor dem Einschlag. Danach könnten es die Lebensgemeinschaften von denen auf der Internetseite FSC-Deutschland die Rede ist, Probleme haben! Diese Aufzählung ließe sich wahrscheinlich endlos fortführen ...... .

Zum Schluss noch etwas Positives ..... da fällt mir leider so schnell nichts ein!


26.03.2013 

Aus aktuellem Anlass!

Rückgang des Feldhasenbestandes

Der Wildtierschutz Deutschland e.V. berichtet auf seiner Homepage "Bestand der Feldhasen geht dramatisch zurück!“

Der Wildtierschutz Deutschland e.V. ermittelt jährlich den aktuellen Bestand der Feldhasen in Deutschland. Im Frühjahr 2007 wurden noch etwa 1,7 Millionen Tiere ermittelt. Bereits im März 2012 waren es wohl noch 940.000. Wildtierschutz Deutschland meint: „Der Hauptgrund für das Verschwinden der Feldhasen liegt in der Art wie wir unsere Landwirtschaft betreiben: Monokulturen, intensive Düngung, Einsatz immer leistungsfähigerer Maschinen. Der Lebensraum wird zunehmend kleiner, es gibt kaum noch Brachen, Hecken, Deckung; ebenso fehlt die dringend benötigte Vielfalt des Nahrungsangebotes. Die Jagd setzt dem Bestand zusätzlich zu“.

Auch über die Jagd kann Wildtierschutz Deutschland interessante Daten und Fakten nennen:

Im Jagdjahr 2011/2012 wurden etwa 330.000 Feldhasen geschossen. „In dieser Situation ist der Verlust eines Drittels des Vorjahresbestandes durch die Jagd nicht vertretbar. Wenn wir so weitermachen wie in den letzten 10 Jahren, wird es gegen Ende dieses Jahrzehnts noch maximal 400.000 Feldhasen geben,“ erläutert Lovis Kauertz, Vorsitzender von Wildtierschutz Deutschland. Durch die Jagd würden nicht schwache und kranke Hasen abgeschöpft, sondern überwiegend starke, reproduktionsfähige Tiere. Tiere, welche bei der inzwischen mehr als kritischen Bestandssituation in vielen Landstrichen für das Überleben der Art „systemrelevant“ seien.

 Für was der Wildtierschutz Deutschland e.V. plädiert lest selbst! Homepage

 


 

 Sachsen-Anhalt will eigene Kormoran-Verordnung ….

 So heißt es in einem Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung vom 23.03.2013

Herr Onko Aeikens, Landwirtschafts- und Umweltminister, erklärte publikumswirksam auf einer Mitgliederversammlung des Landesanglerverbands in Dessau-Roßlau, dass er noch in diesem Jahr eine Kormoranverordnung auf den Weg bringen werde.

Damit kommt er den Forderungen der ach so gebeutelten Angler nach. Manch einer könnte es, da diese Forderung bisher aufgrund der diesbezüglichen Uneinigkeit in Europa ungehört blieb, für Lobbyarbeit im Wahljahr halten. Wer will sie eigentlich diese Verordnung? Die Natur- und Vogelschützer sicher nicht. Die Angler die sich „ihrer Fische“ beraubt sehen?

fliegender Kormoran

Wo sind die Fisch- und nicht etwa "selbsternannten" Naturschützer (anerkannte Naturschutzvereinigung nach § 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz!!!) wenn z.B. in der Saale durch Ausbaggerung wichtige Laichgründe zerstört werden, wenn eine stattliche Anzahl von Petrijüngern (oft auch aus umliegenden Landkreisen) mit dem Auto bis an die Flussufer fahren, lärmen, ihren Müll an den Ufern oder im Fluss ablagern, die Gehölze beseitigen oder verstümmeln (auch wenn rechts und links genug Platz ist), Lagerfeuer anzünden, ihren alten Grill vergessen, Brutvögel wie Rot- und Schwarzmilan von ihren Horsten vergrämen, weil ihnen der Blick nach oben schon zuviel ist? Ich weis es nicht – vielleicht kann man so etwas ja übersehen, man sollte es aber nicht, wenn man solch große und hehre Ziele verfolgt.

Man will mit der Kormoranverordnung ein Gleichgewicht herstellen, was der Mensch ja schon seit „Menschengedenken“ mit großem Erfolg tut. „Sinnvolles Kormoranmanagement“ nennt man das dann!

Man schaue sich bloß die Liste der ausgestorbenen und vom Aussterben bedrohten Arten an. Vielleicht will man den Kormoran ja wieder dahin bringen, wo er schon mal war – am Rande der Ausrottung.

Ähnlich lief es vor ein paar Jahren mit Aaskrähe (Raben- und Nebelkrähe) und Elster. Auch hier wurden die beiden Arten nach entsprechender Lobbyarbeit auf die „Abschussliste“ gesetzt. Der Erfolg ist eher fraglich, denke ich …..! 

Natürlich möchte ich die wissenschaftlichen Untersuchungen der tatsächlichen Fischexperten, damit meine ich natürlich nicht die  Angler, nicht gänzlich anzweifeln.  Sicher kann der Kormoran unter bestimmten Voraussetzungen und in bestimmten Bereichen auch seltene Fischarten nicht unerheblich dezimieren.

Im Endeffekt zählt das Augenmass bei der künftigen Vorgehensweise! Das ist bei den genannten Rabenvögeln nicht gelungen. Da fehlte nur noch die Freigabe die Horste auszuschießen.

 


 

19.03.2013

… und wieder Winterlandschaft!

Es ist zwar nach den Schneefällen der letzten Nacht wieder alles schön anzusehen, doch unseren bereits zum Teil zurückgekehrten Zugvögeln kann es nicht gefallen. Sie haben es bei der hohen Schneedecke sehr schwer an Nahrung heranzukommen. Es werden bereits die ersten verhungerten stark untergewichtigen Singdrosseln gemeldet. Mancherorts werden die Weißstörche mit Eintagsküken gefüttert. Die sicher weiter betriebenen privaten Winterfütterungen sind natürlich auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Morgen ist nun nach dem meteorologischen (1. März) auch der kalendarische Frühlingsbeginn. Ich glaube aber nicht, dass er hält was er „verspricht“.

Ich hoffe die „Verluste“ an der heimischen Vogelwelt halten sich gering. Für ausreichend Dezimierung sorgt man schon auf Malta und Zypern, in Italien, Spanien, Frankreich und anderswo. Dort legt man die Vogelschutzrichtlinie der EU sehr weit aus oder eine bestimmte Klientel schert sich, ohne großen Verfolgungsdruck von Seiten der zuständigen staatlichen Stellen, gar nicht darum. Ist schon traurig.

Zum leider immer aktuellen Thema Vogelfang schaut doch mal auf:

Komitee gegen den Vogelmord


 Mittelspannungsleitungen gesichert?

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ titelte in den letzten Tagen des Jahres 2012 in verschiedenen Ausgaben „Sicherheit für Großvögel verbessert“. Das Unternehmen Mitnetz Strom, was über seine Anstrengungen und Ausgaben berichtet, ist damit seinen gesetzlichen Pflichten der Sicherung von Mittelspannungsleitungen nachgekommen. Die Frist für diese Maßnahmen wurde bereits mit dem Bundesnaturschutzgesetz von 2002 (…. innerhalb von 10 Jahren“) gesetzt.

Entsprechend § 41 Bundesnaturschutzgesetz (Vogelschutz an Energiefreileitungen) des neuen Bundesnaturschutzgesetzes (von 2009) sind die Netzbetreiber verpflichtet: Zum Schutz von Vogelarten sind neu zu errichtende Masten und technische Bauteile von Mittelspannungsleitungen konstruktiv so auszuführen, dass Vögel gegen Stromschlag geschützt sind. An bestehenden Masten und technischen Bauteilen von Mittelspannungsleitungen mit hoher Gefährdung von Vögeln sind bis zum 31. Dezember 2012 die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung gegen Stromschlag durchzuführen (Ich berichtete bereits am 11.02.2013).

Zwischenzeitlich habe ich an verschiedenen Stellen noch ungesicherte Mastenstrecken und Einzelmasten feststellen müssen, so zum Beispiel bei Größnitz - Städten und westlich Wennungen. Da gibt es sicher noch eine Menge mehr ….. .

Aber nicht nur die vergessen Leitungsabschnitte stellen ein Problem dar. Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) führte, unterstützt vom Komitee gegen den Vogelmord, eine Untersuchung durch, die  zu dem Ergebnis kommt, dass in den Kreisen Neuwied und Altenkirchen weiterhin Hunderte für Großvögel gefährliche Mittelspannungsmasten anderer Netzbetreiber stehen.

Zum Artikel: Komitee-Stromtod

Also Augen auf! Am Besten Ihr meldet es an die Naturschutzbehörden, wenn Ihr ungesicherte oder nach Eurer Meinung nicht tatsächlich greifvogelsichere Masten feststellt. 


14.03.2013

Vogelzug

Die Zugvögel scheint der nochmalige Wintereinbruch nicht zu stören. Was sollen sie auch machen, umkehren können sie nicht. In Memleben und Reinsdorf sind die Störche bereits an ihre Horste zurückgekehrt. In Reinsdorf werden sie mit Nahrung "notversorgt". Gestern sah ich zwischen Nebra und Wetzendorf einen rastenden und nach Nahrung suchenden Trupp Kraniche. Das ist kein typisches Bild, da sie sonst meist nur drüber ziehen. 

Die Kraniche suchen auf dem verschneiten vorjährigen Maisacker nach Futter.

 

Gestern flog die für mich erste Bachstelze über den Hof und auf dem Nußbaum im Garten sangen die Stare unweit ihrer Nistkästen in der Abendsonne. Eine paar Lerchen mit Stummelsschwanz die am Straßenrand saßen, vielleicht Heidelerchen, konnte ich heute im Vorbeifahren leider nicht sicher bestimmen. Mal sehen was uns die nächsten Tage für Wetter und vielleicht auch schöne Zugbeobachtungen bringen!?


11.03.2013

Feldlerche, Kiebitz und Co.

Gestern waren noch viele Trupps Feldlerchen und Kiebitze unterwegs, sechs Stare waren im Garten mit der Inspektion der Nistkästen beschäftigt, welche ich leider noch nicht alle repariert habe (Die haben auch heute zum Feierabend nochmal vorbeigeschaut). Heute sind wieder Minusgrade und der Schnee versteckt die Frühlingsblüher im Vorgarten. Ich denke nächste Woche sieht es schon wieder ganz anders aus. Pünktlich für Adonisröschen und Kuhschelle wird uns sicher besseres Wetter beschert. Also haltet durch! 

.... es dauert nicht mehr lange, dann singt er wieder!


05./06.03.2013

Frühling wird`s

Nun hat bereits der meteorologische Frühling begonnen. Der anhaltende Sonnenschein am gestrigen und heutigen Tage animiert immer mehr Vögel zu ihren Gesängen. Neben Blaumeise, Kohlmeise, Kleiber und Amsel, welche bereits seit einigen Tagen ihre Gesänge hören lassen, werden jetzt auch Buchfink, Garten- und Waldbaumläufer, Mittelspecht, Schwarzspecht und viele mehr aktiv. Die Meisen inspizieren schon geschäftig die Nistkästen, welche ich zum überwiegenden Teil bereits im Herbst geleert habe. Nun muss ich mich beeilen die Nistkästen zu reparieren welche die letzte Brutsaison und den Winter nicht schadlos überstanden haben. Vor allem die Starenkästen haben Reparaturbedarf. Der Großteil der Stare, welcher nicht hier bei uns den Winter verbracht hat, wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Also schaut auch Ihr noch mal die Nistkästen durch! Heute ließ der erste Star in der Nähe meiner Nistkästen seinen Gesang hören. Am Nachmittag sah ich auch noch vier Seidenschwänze. Die werden sich nun auf den Rückweg in ihre nordische Heimat machen. Der Rotmilan lässt sich schon an vielen Stellen sehen. Mal sehen wann der erste Schwarzmilan auftaucht. Ich freue mich schon auf die Brutzeit der Milane - auch wenn jedes Jahr Reviere leer bleiben.


04.03.2013

Brutaler Massenfang von Singvögeln in der spanischen Provinz Valencia

Das "Komitee gegen den Vogelmord" hat heute ein Video veröffentlicht, das erstmals den  o.g. Massenfang dokumentiert. Das Komitee führt weiter aus: "Die Bilder zeigen ungeschminkt, wie brutal die Vogelfänger vorgehen und nachts mit Hilfe von Leimruten und modernen Klangattrappen unzählige Vögel fangen. Mit dieser nach EU-Recht verbotenen Methode werden jedes Jahr etwa 1,2 Millionen Zugvögel illegal gefangen. Um die Behörden endlich zum konsequenten Einschreiten gegen die Leimruten-Fanganlagen zu bewegen, haben wir heute ein Protestaktion an die Umweltministerin von Valencia gestartet".

 Pressemeldung des Komitee zum Massenfang

Komitee-Video zum Massenfang  

 Protestmail an die spanische Umweltministerin

Nach Aussage des Komitee ist zu befürchten, dass nach einem Wahlsieg der konservativen - jagdfreundlichen - Partei in Valencia die Fanganlagen künftig nicht nur weiter geduldet, sondern vielleicht sogar offiziell legalisiert werden.

Bitte nehmt an der Protestaktion teil und streut die Infos über diese Kampagne des Komitee möglichst breit.

Danke!


03.03.2013

Die „neue GAP“

Legislativvorschläge des EU-Agrarkommissars Dacian Ciolos vom 12.10.2011 für Direktzahlungen und EU-Agrarpolitik (GAP) für die Jahre 2014 bis 2020

Die aus meiner Sicht wesentlichsten Bestandteile der Vorschläge sind:

1. die Direktzahlungen sollen als sog. Basisprämie (70 % der bisherigen Zahlung) gezahlt werden.

2. die restlichen 30 % des verfügbaren Fonds sollten dann als obligatorische Ökologisierungskomponente gezahlt werden („Greening“).
Dieses „Greening“ beinhaltet ein Umbruchverbot für Dauergrünland, eine Anbaudiversifizierung mit mind. drei verschiedenen Kulturen auf Ackerland. Keine der Kulturen darf jedoch weniger als 5 % und mehr als 70 % der Gesamtfläche ausmachen. Hier soll der wachsenden Monostruktur der Betriebe, welche sich auf nur noch wenige Kulturen (Mais, Raps, Weizen). Der wesentliche Teil dieser Komponente ist jedoch aus meiner Sicht die Schaffung von 7 % ökologischer Vorrangflächen auf dem Ackerland, Das könnten z.B. Ackerrandstreifen, Blühstreifen oder Landschaftselemente sein (keine Stilllegung!!!). Betriebe, welche bereits ökologisch arbeiten, wären vom Greening freigestellt.

Eine Nichteinhaltung der Auflagen hätte eine Kürzung der  Ökologisierungskomponente zur Folge. Bei weiteren Verstößen würde dann auch die Basisprämie gekürzt. 

Ackerrandstreifen

Das Bundesamt für Naturschutz  weist auf die Ergebnisse eines Forschungsvorhabens zur Reform der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) hin. (www.bfn.de)

Ergebnis:

Die Recherchen aus dem Projekt zeigen, dass das Greening-Element „Ökologische Vorrangflächen“ die höchste positive Wirkung auf die Biodiversität erwarten lässt. Ein Anteil von 10 – 15 % Ökologische Vorangflächen in gutem Zustand und mit gutem Management ist notwendig, um nachhaltig positive Effekte für die Biodiversität zu bewirken (Jenny et al. 2011, Flade et al. 2012, Kohli et al. 2004, Holzgang et al. 2005, Birrer et al. 2007, Holzschuh et al. 2011, Krewenka et al. 2011).

Die neue Studie legt dar, dass eine Ökologisierung der GAP in der bevorstehenden Finanzperiode (2014-2020) für die Erreichung der Biodiversitätsziele in der Europäischen Union zwingend notwendig ist. "Der Verlust an biologischer Vielfalt in unseren Agrarlandschaften ist weiterhin ungebrochen, dies zeigen die dramatischen Bestandsrückgänge charakteristischer Feldvögel und zahlreicher anderer Artengruppen", sagte BfN-Präsidentin , Prof. Beate Jessel bei der Vorstellung der Studie.

(Quelle:  www.proplanta.de       

Soweit so gut.  

Unsere Bundeslandwirtschaftsministerin sieht das anders!

Eine 7 %-ige ökologische Vorrangfläche hält sie, in Hinsicht darauf was unsere Bauern bereits leisten (Was leisten sie denn in dieser Hinsicht?),  für absurd! (Quelle: www.topagrar.com)

Sie und ihre Kollegen in den Ländern sind sich da einig - nach Ihrer Meinung sollte man wohl komplett auf die Ökologisierung der Agrarzahlungen in der 1. Säule verzichten und schon gar nicht die Zahlung im Bereich der 2. Säule von der o.g. Erfüllung abhängig machen!

Der grüne agrarpolitische Sprecher im Europäischen Parlament, Martin Häusling MdEP, forderte beim Parlamentarischer Abend in der Landesvertretung Brüssel am 20.09.2012 abschließend:

„Landwirte in Europa können nicht mehr länger Geld alleine dafür bekommen, dass sie Landwirte sind. Es bedarf der Gegenleistung eines konsequenten Ressourcen- und Tierschutzes, damit die Gesellschaft weiterhin bereit ist, dafür Geld auszugeben“.  (Quelle: www.mlr.baden-wuerttemberg.de)

Die GAP wäre sicher ein guter Ansatz um die hochangesetzten Biodiversitätsziele in der EU zu erreichen und etwas gegen den weiter anhaltenden dramatischen Rückgang  z. B. vieler Feldvogelarten zu tun.  Aber wie zu erwarten war, setzen sich die Gegner der neuen GAP wohl durch.

Der Agrarausschuss des Europäischen Paralments hat sich bei  seiner Sitzung am  23.01.2013 mit großer Mehrheit für eine Entschärfung oder besser Verstümmelung der Legislativvorschläge des EU-Agrarkommissars Dacian Ciolos ausgesprochen.

Abgeschwemmter Acker und die Topographie spricht Bände ....!

So soll z.B. die Verpflichtung zur Einhaltung einer Anbaudiversifizierung auf zwei Fruchtarten (statts auf drei) heruntergenommen werden, wobei dann auch noch eine 80 % ausmachen darf. Die Schaffung bzw. Aufrechterhaltung von ökologischen Vorrangflächen soll bei 3 % beginnen und zu einem undefinierten „späteren“ Zeitpunkt bei 7 % enden. Zur Erfüllung der Greening-Auflagen soll der Landwirt auch noch Ersatzweise aus einer „Menu-Liste“ zahlreiche andere Auflagen aussuchen können um das Greening zu erfüllen. Diese wird wohl der Liste des Bayerischen Bayernverbandes (www.bayerischerbauernverband.de) ähnlich sein. Damit wird der gewünschte Effekt in keiner Weise erfüllt!

Und um die Vorschläge vollends aufzuweichen, braucht der Landwirt die Auflagen nicht einmal verpflichtend erfüllen und bekommt dennoch den Großteil der Zahlungen.“

(Quelle: Martin Häusling-Pressemitteilung)

 


25.02.2013

Bauern beklagen den Landfraß

Es ist eine Tatsache, dass in der Bundesrepublik Deutschland jede Sekunde ca. 10 m² Boden neu als Siedlungs- und Verkehrsfläche beansprucht werden. Das sind täglich etwa 87 ha und über 31.000 ha im Jahr. Das sind stolze Zahlen die zum Nachdenken anregen sollten. In den Medien ist zurzeit, die Bauernverbände scheinen bundesweit getagt zu haben, neben der „bedrohlichen neuen GAP (Gemeinsame Agrarpolitik in der Europäischen Gemeinschaft - Darüber und wie die angedachten positiven Änderungen gemetzelt werden, berichte ich später!)“ der Landfraß großes Thema. Interessant ist, dass die Landwirte natürlich nichts gegen eine (gewünschte) Entwicklung in Wirtschaft und Verkehr haben. Aber der Naturschutz mit seinen Ausgleichsflächen, dass ist der Landwirte Ärger. Der Feind ist also ausgemacht. Dass Eingriffe entsprechende Kompensationen bedingen, scheint den Herren nicht klar zu sein. Da die Verluste durch den Naturschutz so drastisch sein sollen, habe ich mir die Mühe gemacht u. a. die HP des Bundesamtes für Statistik heranzuziehen. Oh wie seltsam, es wird doch sonst eigentlich alles Nennenswerte erfasst, es finden sich keine Zahlen über den Verbrauch von landwirtschaftlichen Nutzflächen durch naturschutzrechtliche Kompensationsmaßnahmen! Woran kann das liegen? Wahrscheinlich einfach an der Tatsache, dass der Flächenanteil in Bezug auf den der Gewerbe-, Siedlungs- und Infrastruktur-maßnahmen unwesentlich ist oder dort als "Partikel" mit untergehen. Leider unterscheiden die Bauern nicht. Da steht z.B. in der Zeitung, dass durch "ICE-Ausgleichsmaßnahmen" 180 ha verloren gehen. Tatsächlich nehmen hier die Flächen der eigentlichen Bauflächen den überwiegenden Teil ein. Andersherum hört sichs aber besser an. Oder es wird geschrieben, dass man einfach nicht verstehen kann, dass neben einem Wald ein Wald gepflanzt wird. Nachlesen der Grundsätze der Eingriffsregelung könnte vielleicht helfen! Es ist jedoch einfacher zu sagen, dass man solche Ausgleichsmaßnahmen, welche übrigens zum überwiegenden Teil Ersatzmaßnahmen sind (Auch hier würde ein Blick ins Gesetzeswerk helfen!) nicht braucht. Übrigens sind sie ja auch nicht für die Landwirte!!!

Teil der Unstruttalbrücke bei Wetzendorf

Saubachtalbrücke mit Blick auf den zukünftigen Überholbahnhof und das Finnetunnelostportal!

Das sind doch Eingriffe in Landschaft und Naturhaushalt, welche regelrecht nach einer würdigen und angemessenen Kompensation schreien, oder?

Im Nahbereich großer Infrastrukturprojekte, wie der ICE-Strecke, kann der Verlust an Produktionsflächen für Anlieger durch die Bau- und Kompensationsflächen natürlich erheblich sein. Das kann einzelne Betriebe sicher hart treffen. Das ist allerdings absolut nicht die Regel.


Neuer "Greifvogel" entdeckt

Der Ornithologenverband Sachsen-Anhalt machte vor ein paar Tage auf folgendes Video aufmerksam:

Ich sage es Euch jedoch vorweg - NICHTS FÜR SCHWACHE NERVEN!

LINK


 29.01.2013

Tote Mäusebussarde

Über Herbst und Winter sah man leider viele tote Greife, überwiegend Mäusebussarde, an den Straßenrändern liegen. Die haben die Mäusejagd mit dem Leben bezahlt. In den unbearbeiteten Straßenrandbereichen, haben die Mäuse Schutz vor mechanischer Bodenbearbeitung und Gift aus der Legepistole. Der leider nicht zu vermeidende Negativeffekt ist, dass die Mäusejäger angelockt werden und beim tiefen An- oder Abflug dem Verkehr zum Opfer fallen.

Reste eines Mäusebussards



18.01.2013

Der Seidelbast blüht! 

 

Seidelbast (aufgenommen am 18.01.2013 bei Großwilsdorf)


15.01.2013 

Entwurf der für 2013 geplanten Kompensationsverordnung des Bundes II

Link zum Entwurf des BMU

Die Umsetzung der Eingriffsregelung war bis zum Inkrafttreten des neuen Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) am 01.03.2010 Sache der Bundesländer. Mit dem BNatSchG hat man dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die Möglichkeit eingeräumt, das Nähere zur Kompensation von Eingriffen zu regeln.

Diese soll nun mit dem Erlass einer entsprechenden Verordnung, welche 16 funktionierende Bewertungssysteme aufheben wird, in Anspruch genommen werden.

 In der Begründung des Entwurfs zur Kompensationsverordnung liest man in der Zielsetzung u.a.:

..... naturschutzrechtliche Eingriffsregelung transparenter und effektiver gestalten; gesetzliche Verpflichtungen im Rahmen der Eingriffsregelung sollen konkretisiert und bundesweit standardisiert werden; Beseitigung der Heterogenität (die Uneinheitlichkeit der Elemente einer Menge hinsichtlich eines oder mehrerer Merkmale) der bisherigen methodischen und inhaltlichen Ansätze bei der Konkretisierung der gesetzlichen Anforderungen und damit Verbesserung der Investitionsbedingungen, Beschleunigung der Verwaltungsverfahren, stärkere Transparenz der behördlichen Entscheidungen und Erhöhung der Planungs- und Rechtssicherheit von Vorhaben; höhere Akzeptanz; Beitrag zur Verringerung der Flächeninanspruchnahme (Vermeidungsgebot), bereits gesetzlich vorgesehene Rücksichtsnahmegebote und Prüfungspflichten bezüglich der Inanspruchnahme von Land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen für Kompensationsmaßnahmen sollen operationalisiert (präzisiert, standardisiert) werden. Zu guter letzt sollen die Genehmigungsbehörden klare und eindeutige Maßgaben für die Anwendung dieser Bestimmung erhalten. (Die konnten oder taten es wohl bisher nicht?) 

Am Ende der Zielsetzung kommt die Katze jedoch noch aus dem Sack:

Die Verordnung trägt „ ..... in besonderer Weise den neuen Herausforderungen der Energiewende, besonders des Ausbaus der Erneuerbaren Energien und des notwendigen Netzausbaus, Rechnung“.

Die Durchsetzung der Interessen der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, der Investoren sowie die Umsetzung des EEG und insbesondere der Netzausbau quer durch das Land sind wohl berücksichtigt.

Zu kurz kommt aus meiner Sicht offensichtlich die Durchsetzung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie die Umsetzung der Ziele des Europäischen Naturschutzrechts (FFH-und Vogelschutz-Richtlinie  und der hohen Ziele in Bezug auf die Biodiversität (Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt-Link).

Hier gibt es noch einen mir aus dem Herzen sprechenden Artikel zum Thema von der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen.


14.01.2013

Entwurf der für 2013 geplanten Kompensationsverordnung des Bundes I

Das BMU hat eine Broschüre ausgegeben in welchem das 10-Punkte-Programm des Bundesumweltministers für eine Energie- und Umweltpolitik mit Ambition und Augenmaß dargelegt wird.

"Mit neuer Energie"(auf www.bmu.de)

Unter Punkt 4 auf Seite 21 der Broschüre wird darauf hingewiesen, dass (da die Belange des Naturschutzes für den Bundesumweltminister einem besonders hohen Stellenwert haben), noch im Herbst 2012 ein entsprechender Entwurf einer Kompensationsverordnung vorgelegt wird.

Hintergrund laut Broschüre:

Die unterschiedlichen Regelungen der 16 Bundesländer sollen effektiver und einheitlicher werden!

Demnach waren sie wohl nicht effektiv!?

Weiter sollen, ich zitiere: "... die naturschutzfachliche Qualität der Kompensationsmaßnahmen gewahrt und gleichzeitig den Planungserfordernissen für eine moderne Infrastruktur, insbesondere in Hinblick auf die Energiewende, gerecht werden.

 Das ist sicher schwieriger als es sich anhört?!

Ich zitiere den Bundesumweltminister weiter: "Dabei ist mir wichtig, dass bei Eingriffsbewältigung auf die Schonung landwirtschaftlicher Nutzflächen verstärkt Rücksicht genommen wird. Dies gilt insbesondere auch für den Ausbau erneuerbarer Energien. Den Regelungen zum Ersatzgeld kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Um was ging es nochmal? um Naturschutz?

Die besondere Bedeutung des Ersatzgeldes ergibt sich laut Entwurf der Kompensationsverordnung daraus, dass die Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes durch Baulichkeiten ab 10 Meter Höhe (z.B. Energieleitungsmasten und Windkraftanlagen) plötzlich "in der Regel" nicht mehr, also anders wie bisher, ausgleichbar oder ersetzbar sind und dann  (nach Inkrafttreten der KompVO) nur noch mit Ersatzgeld abgegolten werden können.

Ist natürlich bedeutend einfacher für die Eingreifer!

Weitere Kommentare erspare ich mir!


27./28.11.2012

Flächige Ausbringung von Ratron-Feldmausködern im Burgenlandkreis

Nun ist es traurige Gewißheit. Auch im Burgenlandkreis dürfen die Landwirte aufgrund einer Sondergenehmigung im Zeitraum vom 16.11.2012 - 15.03.2013 Ratron-Feldmausköder ausbringen. Es ist erschreckend, dass trotz der Erkenntnisse aus der Aktion im Jahr 2007, als mehrere tot aufgefundene Feldhasen nachweislich an einer Dosis Chlorphacinon, dem Wirkstoff in den Ratron-Feldmausködern, verendet waren erneut gestreut werden darf. Wir Sachsen-Anhaltiner sind schon super Naturschützer. Das macht mich schon etwas traurig! Was ist wohl der Grund, der die Verantwortlichen zu solchen Genehmigungen treibt!. Man kann nur auf die Vernunft der Landwirte apellieren. Aber ob das wohl Sinn hat? Alle die in der Feldflur unterwegs sind müssen die Augen offenhalten und tote Feldhasen und Vögel umgehend an die unteren Jagdbehörden (Hasen) und unteren Naturschutzbehörden (Vögel) melden. Auch das Ausstreuen in FFH-Gebieten ist möglichst umgehend zu melden. Also Augen auf. Interessant ist der Umstand, dass die Genehmigung bereits seit dem 16.11.2012 gilt und nichts an die Öffentlichkeit gedrungen ist.

Ein Schelm der Böses dabei denkt!!!

Übrigens sind die Allgemeinverfügung des LLFG, ein paar sehr interessante Einlassungen des MLU zum Umgang mit dem todlichen Gift und das entsprechende Antragsformular, mit Anlage zur Abstimmung mit der Naturschutzbehörde, seit gestern (27.11.2012) veröffentlicht!

Seht aber selbst!

Wie schon vorausgeahnt hat die untere Naturschutzbehörde dem "Schwarzen Peter"!


15.11.2012

Frucht und Blüte 

Heckenrose 09/2012



 23.10.2012

Forstarbeiten im FFH-Gebiet

Im Balgstädter Hohn  (FFH-Gebiet "Hirschrodaer Graben") zwischen Balgstädt und Laucha sind seit dem gestrigen Tage Forstarbeiten im Gange. Das betroffene Waldstück hat seit Jahrzehnten keine Säge mehr gesehen. Neben Haselmaus, verschiedenen Fledermaus-und Spechtarten, der Hohltaube und vielen anderen Vertretern der Fauna, besteht der Wald aus verschiedenen FFH-Waldlebensraumtypen. Ich bin gespannt, ob der oder die zuständigen Förster sich mittlerweile auf die Zeichen der Zeit , wie Verschlechterungsverbot und Erhaltung oder sogar Verbesserung der Erhaltungszustände in FFH-Gebieten, eingestellt haben oder ob nach wie vor nur der große Holzberg, welcher dann abholbereit vor dem geschundenen Wald liegt, zählt. Die Floskel "Es wächst doch mehr nach als eingeschlagen wird" sollte in Hinsicht darauf, dass eine Hohltaube und ein Schwarzspecht nicht in den nachgewachsenen Ruten brüten können und ein Greif seinen Horst nicht in einem völlig aufgelichteten Altbestand baut, der Vergangenheit angehören.

Ich bin gespannt, habe aber ehrlich gesagt keine Hoffnung. Zum Glück befindet sich im betroffenen Bereich kein Rotmilanhorst


22.10.2012

Feldlerchenfenster!?

Nein, die Feldmäuse haben diesen "Shop" übernommen, da das "Feldlerchenfenster-Programm" so schlecht angenommen worden ist. Entweder sind die Zahlungen zu niedrig oder man ist schon Satt. Aber den Feldmäusen rückt man jetzt mit einer Sondergenehmigung zur flächigen Ausbringung von Ratron, vorerst nur in Thüringen, zu Leibe. Vor ein paar Jahren hatte man diese Art der Ausbringung in Sachsen-Anhalt wegen der Verluste an geschützten und auch jagdbaren Arten gestoppt. Da wird es nicht lange dauern bis die ersten "Kollateralschäden"(Wildgänse, Feldhasen usw.) zu beklagen sind. Den "Schwarzen Peter" haben die unteren Naturschutzbehörden - die sollen nämlich, nach den Landwirtschaftsämtern, der flächigen Ausbringung zustimmen. Ich denke, dass ist wirklich nicht böse gemeint, da sind sie personell und auch bezüglich der Kenntnis jeder Einzelfläche und deren Beständen an z.B. Rastvögeln und Feldhasen, etwas überfordert. Die Zeit nachzufragen werden sie aber sicher nicht bekommen ... .

In Sachsen-Anhalt ist man weiter dran eine entsprechende Genehmigung zu erwirken. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat den Antrag der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenbau ST mit Bescheid vom 11.10.2012 abgelehnt. Man hat natürlich unverzüglich Widerspruch eingelegt. Es bleibt abzuwarten ob auch hier in Sachsen-Anhalt dieses nicht nur für Feldmäuse tödliche Gift breitgestreut werden darf. Unter den Sicherheitshinweisen ist u.a. zu lesen: GEFÄHRLICH FÜR HAUSTIERE.

 Quelle 1

Quelle 2 (Publikation vom 17.10.2012)


12.10.2012

Kraniche

Heute, kurz vor dem Regen (ca. 13.15 Uhr), flogen die ersten 12 Kraniche in Richtung Südwesten über den nordwestlichen Burgenlandkreis. Mehr werden sicher bald folgen! 


11.10.2012

Verkauf von Naturschutzgebietsflächen im Saalekreis/Burgenlandkreis

Bereits am gestrigen Abend habe ich eine schockierende Info bekommen. Die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) verkauft meistbietend ca. 44 Hektar Land im Naturschutz- und FFH-Gebiet "Schmoner Busch, Spielberger Höhe und Elsloch" Man kann es einfach nicht fassen,  wenn man so etwas hört! Aber seht selbst:

Fläche 1

Fläche 2

Man kann Milliarden Euro auf der ganzen Welt verteilen und Hermeskredite für z.B. Legehennenbatterien in Osteuropa gewähren, aber hoch wertvolle Naturschutzflächen in Deutschland muss man höchstbietend an private Interessenten versteigern. Das verscherbeln des "Tafelsilbers" im Osten Deutschlands hat offensichtlich nach wie vor kein Ende. Armes Deutschland?!

Wer könnte eigentlich Interesse an einer solchen mit Verboten belegten Fläche haben?? Eigentlich ganz einfach! Das Interesse liegt meiner Meinung nach auf den "landwirtschaftlichen" Zahlungsansprüchen für die im Gebiet als Acker/Grünland/Hutung aufgenommenen Flächen (Ein Zahlungsanspruch ist das Recht, die (landwirtschaftliche) Betriebsprämie für die jeweiligen Hektar zu erhalten.).

Der derzeitige Bewirtschafter wird sich die hohen Summen die heutzutage, sicher auch aus vorgenannten Gründen, für landwirtschaftliche Flächen gezahlt/geboten werden, nicht leisten oder nicht leisten wollen. Damit ist die Pflege der wertvollen Flächen mittels Schafhutung in Frage gestellt. Das sollten sich die Verantwortlichen in Hinsicht auf die Pflicht der Bundesrepublik Deutschland gegenüber der EU, die Erhaltungszustände der Lebensraumtypen und Arten in den FFH-Gebieten zu erhalten bzw. zu verbessern, mal durch den Kopf gehen lassen.

Machen sie aber wahrscheinlich (leider) nicht oder erst wenn es zu spät ist!

Schaut hierzu auch auf die Seite des NABU-LSA.



"Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand" Charles Darwin

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