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Noch ziehmlich dünn!!!

NEU !!! Neuaufbereitete Seite vom Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt zum

Internationalen Artenschutz (CITES)!!!
 

Artenschutz im Burgenlandkreis

Man glaubt für gewöhnlich, es gebe keine Steigerungsform von tot.
Diese gibt´s aber doch: ausgestorben. 

Martin Kessel (Dt. Schriftsteller, 1901 - 1990)

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 Für ausgerottete Arten gibt es kein Zurück – sie sind für immer verloren und für kein Geld der Welt nachzubilden.

 „Wir sollten jedes kleinste Stückchen der Artenvielfalt als unschätzbar wertvoll erhalten, während wir lernen damit umzugehen und zu verstehen, was es für die Menschheit bedeutet.“

EDWARD O. WILSON,  amerikanischer Entomologe

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Artenschutz ist natürlich ein sehr breites Thema. Hier nur ein kleiner Ausschnitt, vor allem zum "Tierartenschutz"!

Zum Thema Artenschutz siehe auch

Landschaftspflege

Beweidungsprojekte

 Hier einiges zu praktischen Maßnahmen im Burgenlandkreis:

 

Vorweg ein paar Zahlen:

Vögel und Fledermäuse

Mit einer artenschutzgerechten Sanierung von ungenutzten Trafohäusern und Wassertürmen lassen sich eine Vielzahl von Brut- und Lebensstätten für die Vogelwelt herrichten. Durch die Erhaltung oder Neuerrichtung von geeigneten Gebäuden, die Sicherung und den Ausbau von  Dachräumen, die Sicherung und Verbesserung (Ausstattung) von natürlichen Höhlen, Stollen, Kellern, ehemaligen Luftschutzbunkern aber auch durch die Herstellung künstlicher Stollen werden Winter- und Sommerquartiere unserer heimischen Fledermäuse erhalten, verbessert oder neu geschaffen. 

Im Burgenlandkreis haben derartige Projekte mittlerweile Tradition. Im Rahmen von Fördermittelprojekten und Kompensationsmaßnahmen aber auch durch ehrenamtliches Engagement sind bereits eine Vielzahl von Maßnahmen erfolgt.

Unter anderem wurden im Burgenlandkreis

mind. 74 Trafohäuser

7 Wassertürme

mind.  33 Bunker/Höhlen/Keller/Luftschutzkeller

und mind. 6 sonstige Gebäude etc.

hergerichtet! (Stand 12/2016)

In vielen Kirchen durften mit Einverständnis der Verantwortlichen Nistkästen für Turmfalke und Schleiereule eingebaut werden. 


 1. Höhlen, Stollen und Bunker 

Es wird gesagt, dass der Burgenlandkreis zu den fledermauskundlich wichtigsten Landschaftsräumen in Sachsen-Anhalt zählt. Die Vorkommen einer Vielzahl von seltenen und gefährdeten Fledermausarten begründet sich vor allem in der Strukturvielfalt des Gebietes und dem Zusammenspiel zwischen geeigneten Jagdlebensräumen sowie dem Vorhandensein geeigneter Sommer- und Winterquartiere. Der überwiegende Teil unserer heimischen Fledermäuse überwintert in frostfreien untertägigen Quartieren wie Kellern, Stollen und Bunkern.

Daher liegt das Augenmerk neben der Erhaltung bekannter Sommerquartiere bei der Sicherung, Ausgestaltung (Schaffung von Hangplätzen, Verbesserung der klimatischen Verhältnisse) und ggf. Öffnung vorhandener Höhlen/Stollen und ehemaliger Bunkeranlagen.

 

   

gesicherter Kalksteinstollen (Fledermauswinterquartier)

 

Kleine Hufeisennase im Winterquartier

 

Im Burgenlandkreis bisher nachgewiesene Fledermausarten:

(Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollzähligkeit!)

 

Mausohr (Myotis myotis)

Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros)

Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)

Breitflügelfledermaus(Eptesicus serotinus)

Mopsfledermaus (Barbastellas barbastellus)

Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii)

Braunes Langohr (Plecotus auritus)

Graues Langohr (Plecotus austriacus

Großer Abendsegler (Nyctalus noctula)

 Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii)

 Kleinabendsegler (Nyctalus leisleri)

Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus)

Große Bartfledermaus (Myotis brandti)

Fransenfledermaus (Myotis nattereri)

Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)

Nymphenfledermaus (Myotis alcathoe) 

 

Link zum Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalte.V.

www.fledermaus-aksa.de

 

   

Für die Sicherung dieses Winterquartiers  der Kleinen

Hufeisennase  gab es leider 2016 keine Fördermittel !

 

Hier wäre aber eine Sicherung für Mensch und Tier bitter nötig!

 

   

Tagesbruch - Einflug der Fledermäuse vor der Sicherung.....

 

2015/2016  wurde das Objekt mit Fördermitteln gesichert.

 

   

Gesicherte Fledermauswinterquartiere : ehemaliger GUS-Bunker 

 

... und hier ein Stollen!

 

   

Langohren im Sommerquartier in einem gesicherten Bunker !

 

Kleine Hufeisennase im Winterquartier (Stollen)

 

   

gesicherter Stollen im Buntsandstein

 

gesicherter GUS-Bunker

 

 

 

   

Fledermaus-Winterschlafstein

 

Mops nutzt Winterschlafstein

   

Mopsfledermaus

 

... in gesichertem Bunker.

   

Höhle bei Freyburg vor der Sicherung

 

Gesichert 2013/2014 mit Fördermitteln der EU und des Landes.

 

Jetzt sollte erst mal nichts mehr passieren. Die Zeit eines gefahrvollen Einflugs für die Bewohner ist  nun vorbei!

 

   

Abbau von Kalkstein unter Tage

 

gesicherter Eingangsbereich

 

   

Mopsfledermäuse (denke ich!)

 


 

   

...nochmal Mops?

 

Braunes Langohr

 

   

.....gesicherter Höhleneingang

 

...mit Hangplätzen ausgestatteter Bunker

 

Langohren im Winterquartier (ehemaliger GUS-Bunker)

 

 

   

2011  - Winterquartier gesichert

 

2012 - ein anderes Winterquartier von

irgendwelchen Idioten aufgebrochen

 

   

2011 errichtetes Winterquartier kurz vor Fertigstellung!

 

2012 das Winterquartier ist fertig !

 

   

Fledermausflachkasten in Winterquartier

 

... auch eine Rauchschwalbe bedankt sich mit einer erfolgreichen Brut!

 

   

Langohr im Winterschlaf

 

Kleine Hufeisennasen im Winterschlaf.

 


2. Gebäude

Wasserturm für den Artenschutz saniert!

   

Wasserturm vor und .....

 

und nach der Sanierung.

 

   

 mit Nistmöglichkeiten für Dohle, Schleiereule, Turmfalke, verschiedene Klein-

vögel sowie Unterschlupfmöglichkeiten für Fledermäuse

 


 Trafohäuser für den Artenschutz saniert!

 

 

   

Trafohaus in Städten

 

Nicht nur die Mehlschwalben finden die Idee gut!

 

 

 

   

Trafohaus in Müncheroda

 

Im Rahmen einer Kompensation hergerichtete Artenschutzstation (2016).

 

   

Trafohäuser saniert und für den Artenschutz umgebaut

 


Durch Sanierung und Abriss zahlreicher privater und landwirtschaftlicher Gebäude gehen viele Brut- und Lebensstätten, insbesondere für Schleiereule, Turmfalke, Mehl- und Rauchschwalbe, Mauersegler, Haussperling sowie für viele Fledermausarten verloren. Nach einer Dachsanierung mit Vogel- und Insektenband, findet sich kaum noch eine Lücke für Spatz & Co.

      

Trafohäuser saniert

 


 Artenschutzstationen

im nordwestlichen Burgenlandkreis 

  Bad Bibra - Trafostation

  Dorndorf - Trafostation

  Borgau - Trafostation

  Kirchscheidungen - Trafostation

  Bergwinkel - Trafostation

  Wasserturm Nebra

  Burgscheidungen - Trafostation

  Wasserturm Reinsdorf

  Tröbsdorf - Trafostation

  Ehemaliges Pumpenhaus  Wangen

  Wennungen - Trafostation

  Pödelist - Trafostation

  Wetzendorf - Trafostation

  Städten - Trafostation

  Wangen - Trafostation

  Naumburg Weinberge - Trafostation

  Müncheroda - Trafostation

 

  Laucha - Trafostation

 

 

   

Trafohaus Städten

 

Trafohaus Wetzendorf

 

   

Nisthilfen + Fledermauseischlupf

 

Fledermausbrett

 

   

Trafohaus Tröbsdorf

 

Trafohaus Wangen

 

   

Trafohaus Burgscheidungen

mit angenommenen Kunstnestern und "Neubauten"

 

Gut angenommener Mauerseglerkasten

(Ersatz nach Sanierung)

 

   

Wasserhaus bei Wangen

 

Sicherung und Sanierung als Zwischen- und Sommerquartier

   

Wennige Jahre später ....

 

... ist das angebotene Quartier angenommen

(Kleine Hufeisennase).

Mit einer artenschutzgerechten Sanierung von z. B. ungenutzten Trafohäusern und Wassertürmen lassen sich eine Vielzahl von Brut- und Lebensstätten herrichten. Innen in der unteren Etage, bietet sich bei entsprechender Belichtung durch Glasbausteine und der Schaffung entsprechender Einflüge, Platz für Rauchschwalbe und Hausrotschwanz. Im oberen Bereich können mindestens zwei Großnistkästen für Schleiereule und Turmfalke mit entsprechenden Einflügen nach außen eingebracht werden. Bei Wassertürmen kommen aufgrund der umfangreichen Möglichkeiten auch Dohlennistkästen in Betracht. Außen am entsprechenden Gebäude kann man z.B. den Dachkasten mit Einfluglöchern für Kleinvögel, Mauersegler und Stare sowie mit Nisthilfen für Mehlschwalben ausstatten. Darüber hinaus können einzelne Niststeine und Kästen, in Aussparungen oder ehemaligen Fensternischen, für Singvögel eingebaut werden. Im Dachbereich bleibt bei Einbau entsprechender Fledermausziegel auch Platz für ein Fledermaus-Sommerquartier.

      

Wasserturm vor ......

 

und nach der Sanierung.

 

   

Turmfalken-Jungvögel in Trafohaus

 

junge Schleiereulen im Trafohaus

 

   

Schleiereulengelege

 

Schleiereule

 

   

Großer Abendsegler

 

Großer Abendsegler

 

   

junge Fledermäuse suchen Schutz im Schatten

 

kleine unbestimmte Fledermaus

 

   

Sommerquartier des Mausohrs

 


 Rote Listen Sachsen-Anhalt: http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=35698


 

Problem: Mensch und Schwalben - zwei Beispiele!

1. Beispiel: Schöpfwerk bei Memleben

Schöpfwerk bei Memleben

 

   

Mehlschwalbenkolonie (2013)

 

Mehlschwalben sind auch dort nicht überall willkommen!

Diese vielköpfige Mehlschwalbenkolonie am Schöpfwerk bei Memleben ist leider nach Sanierungsmaßnahmen 2013/2014, alle Nester wurden entfernt,  gänzlich aufgegeben. Auch die angebrachten künstlichen Nester haben die Schwalben im ersten, zweiten und dritten Jahr nach der Sanierung nicht animiert sich wieder anzusiedeln. Bleibt zu hoffen, dass es sich im Jahr 2017 anders entwickelt. An diesem Beispiel zeigt sich, wie schwierig Umsiedlungs- bzw. Wiederansiedlungsprojekte  tatsächlich sind. Schnell ein paar Kunstnester anbringen und Schwalbentürme aufstellen usw. muss nicht zum Erfolg führen! 

   

Die Kolonie ist aufgegeben (2014/2015/2016)!

 

Nur die angebotenen Nisthilfen sind besetzt!

 

 

Zwischendurch: Interessantes Zum Schwalbenschutz 

1.    Künstliche Schwalbennester 

Wenn man an seinem Haus künstliche Schwalbennester anbringt um den Tieren bei der zunehmenden Brutplatzknappheit zu helfen, kann man Probleme mit den Nachbarn bekommen. Schwalben und Ihre Nester sind zwar artenschutzrechtlich geschützt, wenn man sie jedoch durch ein entsprechendes („Über“-)Angebot an Nisthilfen anlockt, dass es zu unzumutbaren Belästigungen der Nachbarschaft kommt, kann es Probleme geben.

Wann eine Belästigung durch Schwalben unzumutbar wird, werden im Endeffekt die Richter im jeweiligen Einzelfall entscheiden.

Ein Beispiel:

Bei 48 künstlichen Schwalbennestern hat die Rechtsprechung eine unzumutbare Belästigung des Nachbarn bejaht und den Schwalbenliebhaber auf Klage des Nachbarn und nach Rücksprache mit der Naturschutzbehörde dazu verurteilt, dass die Hälfte der Nester ( natürlich außerhalb der Brutzeit) entfernt werden muss.

2.    Eigenbau erlaubt

Wenn Schwalben Ihre Nester selbst gebaut haben, hat weder der zuweilen schwierige Nachbar keine Chance . Die Schwalben genießen dann den Schutz der artenschutzrechtlichen Vorschriften und „können nicht gezwungen“ werden, wieder auszuziehen.

  

Schöner Aufsatz zum Thema Schwalbenschutz! IDUR

 Interessante Urteile zum Thema:

Urteil des Sächsischen OVG AZ.:1 A 389/12 / 3 K 1427/06

VG Düsseldorf - Urteil vom 20. März 2009 · Az. 25 K 64/09 (openjur.de)

NABU-Leitfaden zum Schwalbenschutz (Sehr informativ und gut recherchiert!)

 

... und hier noch etwas für "Nicht-Schwalben-Freunde"!  :-) 


Urteil zur Vergrämung von Saatkrähen durch Lärm (2015) - OVG Lüneburg 4. Senat, Urteil vom 01.12.2015, 4 LC 156/14


 

2. Abriss Kraftwerk Mumsdorf 

Bandbrücke vor dem Abriss

 

Die Bandbrücke ist seit vielen Jahren Standort einer umfangreichen Mehlschwalbenkolonie.

Was tun? Hier die Lösung!

Als Ersatz wurde eine "künstliche Schwalbenbrücke" errichtet.

   

Diese ist mit künstlichen Schwalbennestern bestückt.

   
   

Die "Schwalbenbrücke" wurde in der Unterkonstruktion der

der Bandbrücke angepasst.

   
   

Wie man sieht mit gutem Erfolg.

   
   
     

 

   

Gleichzeitig wurde ein Schwalbenturm aufgestellt!

   
   

Die künstlichen Nitshilfen wurden fast vollständig belegt.

   

Da zur Brutzeit zur Sicherheit  noch ein Teil der Bandbrücke für die Mehlschwalben nutzbar war, wurde dieser paralell zu den Ersatzbauten genutzt. Nun ist die Bandbrücke verschwunden. An Schwalbenbrücke und Schwalbenturm sind noch ausreichend Kapazitäten vorhanden, um den Rest der Mehlschwalben aus der alten Kolonie aufzunehmen.

Der  MIBRAG mbH, welche die Errichtung der "künstlichen Großnisthilfen" sowie die  für das Gelingen notwendige Begleitung des Projektes (Planung, Begleitung) durch ein geeignetes Planungsbüro (MYOTIS)  in Auftrag geben hat sowie den direkt bei der Umsetzung beteiligten Mitarbeitern des Unternehmens, sei hiermit Dank gesagt.

Lange nicht alle Umsiedlungsprojekte funktionieren so gut wie hier am Standort Mumsdorf.


 

3. Artenschutz mit Nisthilfen 

Fledermäuse

   
     
   

Auch Fledermauskästen konnen hilfreich sein um in den ausgeräumten Wäldern ...

  .... Sommerquartiere zu schaffen.

 


4. Vogelschutz an Freileitungen 

Entsprechend § 41 Bundesnaturschutzgesetz vom 29.07.2009 sind bestehende Masten und technische Bauteile von Mittelspannungsleitungen mit hoher Gefährdung von Vögeln sind bis zum 31. Dezember 2012 die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung gegen Stromschlag durchzuführen. Die hiesigen Energieunternehmen sind eifrig dabei die Mittelspannungsleitungen zu sichern (siehe Bild unten) bzw. sie über große Strecken in den Boden zu verlegen. 

   
Büschelabweiser an Mittelspannungsleitung  

Schutzkappen auf Mittelspannungsleitung

Schutzkappen auf Mittelspannungsleitung

 


 4. Beseitigung von Hindernissen

Fischaufstieg mit Nistmöglichkeiten für die Gebirgsbachstelze

 


5. Schaffung von Altholzinseln/Schutz von Altbäumen 

   
   

Kohärenzmaßnahme der Kreisverwaltung Burgenlandkreis

 

"Hirschkäferwiege"

   

Kohärenzmaßnahme der Kreisverwaltung Burgenlandkreis

 

Höhlenreiche Alteiche mit Fledermauskasten.

   

"Hirschkäferwiegen"

  Köhärenzmaßnahme

"Hirschkäferwiege" (Neubau)

Was ist eigentlich eine Hirschkäferwiege und wie errichtet man sie?

Hier eine schöne Erklärung: Link

Was sind eigentlich Kohärenzmaßnahmen?

Sind durch ein Projekt erhebliche Beeinträchtigungen eines FFH-Gebietes (siehe Schutzgebiete im BLK) nicht auszuschließen,

muss das Natura 2000-Netz * durch Kohärenzmaßnahmen gesichert werden, die bereits wirken, wenn die Projektauswirkungen auftreten.

* Natura 2000 ist ein EU-weites Netz von Schutzgebieten zur Erhaltung gefährdeter oder typischer Lebensräume und Arten. Es setzt sich zusammen aus den Schutzgebieten

der Vogelschutz-Richtlinie (Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten)

und den Schutzgebieten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden

Tiere und Pflanzen).


  6. Artenschutz durch Pflege

Kopfbaumpflege

Auch die Pflege von Kopfbäumen ist ein wichtiger und wesentlicher Bestandteil von Artenschutzmaßnahmen. Duch den Kopflindenschnitt bei Burgheßler wurde z.B. ein wichtiger Lebensraum des Eremit (Osmoderma eremita) ist ein Käfer aus der Unterfamilie der Rosenkäfer  (Cetoniinae), er wird auch Juchtenkäfer genannt. Das seltene und unauffällig lebende Insekt ist im Anhang II und IV der FFH-Richtlinie aufgeführt und ist dort als prioritäre Art (Für deren Erhaltung kommt der Gemeinschaft eine besondere Verantwortung zu) eingestuft. 

 gepflegter Kopflindenbestand bei Burgheßler

 

   


 


 

   
Kopfweide bei Laucha   Geköpfte Kopfweiden bei Nebra
   

Kopfweiden bei Nebra

   
   

   

Kopfweiden bei Nebra

   

Kopflinden bei Altenroda

 

Kopfweide bei Nebra

 Pflege durch Offenhaltung von Lebensräumen

   

Rotflügelige Ödlandschrecke

   

 

Manuelle Freihaltung von Lebensräumen (hier von der  Rotflügeligen Ödlandschrecke) oder ....

 

... durch Beweidung mit Ziegen

Ziegenweidefläche

... oder durch Beweidung mit Pferden (Koniks).

 


 

 Artenschutz-Report 2015  - Tiere und Pflanzen in Deutschland - Bundesamt für Naturschutz

 

"Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand" Charles Darwin

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