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Noch ziehmlich dünn!!!

 Aufgrund der aktuellen Diskussion zum Wolf (Canis lupus) möchte ich nachfolgend, auch wenn der Wolf offiziell noch nicht im Burgenlandkreis angekommen ist, auf Wissenswertes zum Wolf aufmerksam machen und zur nun auch öffentlich geführten Diskussion über seine Daseinsberechtigung in Deutschland berichten! 


 Der Wolf (Canis lupus)

Der Wolf kam in Deutschland bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts vor. Der letzte freilebende Wolf wurde am 27. Februar 1904 in der Lausitz erschossen. Danach, insbesondere nach dem II. Weltkrieg,  kam es immer wieder zu Einwanderungen von Wölfen aus dem Osten, welche zumeist mit einem Abschuss der Tiere endeten. Für den Burgenlandkreis gibt es nur einen verlässlichen "Letztnachweis" des Wolfes aus dem Jahre 1568 (Quelle: Der Zeitzer Forst – Natur und Nutzungsgeschichte einer Landschaft, 2010).
Nach etwa 150 Jahren wurden in Deutschland (im Jahr 2000) in der sächsischen Oberlausitz erstmals wieder Wolfswelpen in Freiheit geboren. Somit ist der Wolf seitdem wieder in Deutschland heimisch. 

 

Wolf im Gehege (Fotos: Rolf Hausch, Tröglitz)

Der Wolf ist in Europa aufgrund der folgenden drei Richtlinien geschützt:

1. durch das WashingtonerArtenschutzabkommen (CITES, Convention on International Trade in Endangered Species of       the Wild Fauna and Flora) vom 3. März 1973 – Anhang II

2. durch die Berner Konvention - Anhang II

3. durch die FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, 92/43/EWG)  - die Art in Anhang IV, sein Lebensraum Anhang       II.  


Der Burgenlandkreis wird wohl vom Wolf, wenn wenn nicht bereits geschehen, sicher nur auf Reviersuche durchstreift werden. Die Hohe Schrecke, der Zeitzer und Ziegelrodaer Forst sind von ihrer Ausdehnung einfach zu klein und zu belebt um einem Wolfsrudel ausreichend Nahrung zu bieten.  Der Wolf benötigt Reviergrößen zwischen 150 und 350 km²! Der Wolf, welcher früher in ganz Europa verbreitet war, ist im engbesiedelten Deutschland vielen Gefahren ausgesetzt, insbesondere das ausgedehnte Straßennetz, welches der Wolf auf der Suche nach Partnern und geeigneten Revieren immer wieder queren muss, werden ihm seine Ausbreitung erschweren.
Die meisten Naturfreunde und Naturschützer begrüßen die Wiederkehr des Wolfes als Teil unserer heimischen Fauna. Es gibt jedoch auch andere Personengruppen, welche sich mit einer Wiederbesiedlung nicht anfreunden können, was z.B. mehrere illegale Abschüsse von Wölfen belegen.

 

Fakten zum Wolf nach Aktuelles:


Aktuelles  


 

06.04.2017

Die Bundestagswahl rückt näher und die Kommentare von einigen Politikern die sich offensichtlich noch vor der Wahl etablieren möchten sowie einigen Jägern, deren wirkliche Gründe für ihre schmählichen Aussagen ich leider nicht nachvollziehen kann, werden im dreister und sind von recht wenig Wolfswissen geprägt!

Ein paar Beispiele (übernommen vom Wolfsmonitor)!

 

Artikel in der Deutschen Jagdzeitung vom 04.04.2017

LJT-Mecklenburg-Vorpommern: Klare Kante beim Thema Wolf

 

Dort lehnt sich der LJV-Präsident Dr. Volker Böhning weit mit Prognosen zur Entwicklung des Wolfsbestands hinaus .

Auch  Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus (wohl selbst Jäger) findet in dem Artikel klare Worte, nicht nur zum Wolf! In Kurzform:„Peta ist für für ihn eine Verbrecherorganisation“,  in Bezug auf den Wolf müsste  in den kommenden Jahren ein Umdenken stattfinden, unter anderem sollen demnächst Elster, Rabenkrähe und Nebelkrähe (alles  besonders geschützte Arten) ins Landesjagdgesetz übernommen werden und die Jäger sollen Sonderabschüsse für Kolkrabe sowie Biber (besonders geschützte Arten) beantragen.  Was ist der Herr doch gleich? Umweltminister!!!

Weitere Beispiele folgen!

 

20.01.2017

Politisch motivierte Abschussfreigabe
Gemeinsame Stellungnahme der Umweltverbände IFAW, NABU und WWF zum angekündigten Wolfs-Abschuss in Sachsen.
            

 

Jetzt melden sich mehrere Umweltverbände zum Thema genehmigter Wolfsabschuss in Sachsen.

Die Stellungnahme im Wortlaut auf: www.presseportal.de

oder

auf: www.wolfsmonitor.de


19.01.2017 

Umweltministerium in Sachsen erteilt erstmals Genehmigung zum Abschuss eines sogenannten "Problemwolfs" 

Artikel in der Leipziger Volkszeitung vom 19.01.2017 (gefunden auf Wolfsmonitor)


19.01.2017

 Sachsen-Anhalt: „Wölfe schießen, bis sie keine Bedrohung mehr darstellen!“

(gefunden auf Wolfsmonitor.de)

Beitrag zur Thematik von „hallespektrum.de“ über die Äußerungen des Politikers Detlef Radke 

(Welcher übrigens in der Altmark selbst einen Hof mit Mutterkühen und Kälbern bewirtschaftet.) 


Sollte ein umweltpolitischer Sprecher einer Partei, hier der der CDU-Landtagsfraktion von Sachsen-Anhalt, solche Aussagen treffen?

„Die Menschen in manchen Regionen haben bereits Angst in den Wald zu gehen." - Ich nenne so etwas, ohne tatsächlich vorhandene Gefahr, Ängste schüren!

"Es sei unverantwortlich, die explosionsartige Vermehrung des Wolfes nur virtuell zu begleiten". - Welche wo stattfindende explosionsartige  Vermehrung des Wolfes meint der Herr? Ich empfehle ihm einen Blick auf die Seite des Landesamtes für Umweltschutz zum Wolfsmonitoring und zur aktuellen Bestandssituation des Wolfes in Sachsen-Anhalt zu werfen!   

"Die Population sei nicht vom Aussterben bedroht, bedrohe aber selber vom Aussterben bedrohte Tierarten in Europa."  - Da ist sie wieder , die Mär das Tiere andere Tiere dem Aussterben nahe bringen! Das hat ja in Sachsen-Anhalt schon zweimal geklappt! Rabenkrähen und Elstern bedrohen angeblich die Bestände geschützter Singvögel. Einen wissenschaftlich begründeten Nachweis gab es dafür von unabhängiger Stelle nicht! Der Kormoran ist angeblich Schuld am Rückgang seltener Fischarten. Auch hier fehlt bis heute ein Nachweis, dass zum Schutz dieser Arten ein flächendeckender Abschuss des Kormorans notwendig ist. Trotz dieser Tatsache wurden durch entsprechende Lobbyarbeit  in Sachsen-Anhalt Abschusszeiten für diese Arten festgesetzt, welche u.a. Zigtausend Rabenkrähen und Elstern jährlich den Tod bringen.

Einen  netter Artikel ("CDU-Politiker wollen Wölfe abschießen lassen" ) zur Thematik ist übrigens auch im Naumburger Tageblatt vom 18.01.2017 zu finden. 

Dort kann man auch lesen woher der Politiker einen Teil seiner "Weisheiten" her nimmt.


08.01.2017

Wolf auf dem Rödel (Burgenlandkreis)? 

 Ein Wolf auf dem Rödel? - so titelt ein Artikel vom 08.01.2017 auf der HP des Naumburger Tageblatts 

Jäger kramen ein offensichtlich über acht Monate altes Foto einer Wildkamera aus dem "Sack". Warum hat man sich soviel Zeit damit gelassen. Gerüchte über ein durch Wölfe gerissenes Konik-Fohlen stellen sich, entsprechend der Angabe des betreffenden Tierhalters, als völlig haltlos heraus.  An einem Riß in Rödelnähe lässt sich keine entsprechende DNA feststellen! Ein anderer Riss eines Stückes Damwild wird von A nach B verbracht, weitere werden "augenscheinlich" durch Jäger als durch Wölfe verursachte Risse deklariert, wahrscheinlich ohne sie einer DNA-Untersuchung zu zuführen. Woher kommt die Erfahrung mit Wölfen?

Ich enthalte mich an dieser Stelle einer weiteren Wertung dieser "Sachverhalte". Fakt ist jedoch, der Wolf stellt eine streng geschützte Art dar und ist, bis die  entsprechenden Lobbyisten ein (auf Neudeutsch) "Wolfsmanagement" durchgedrückt haben, auch als solche zu behandeln!

Was bei den geschützten Arten Raben- und Nebelkrähe (VO) sowie Kormoran (KorVO LSA) durchgesetzt wurde, wird bei ausreichend Lobbyarbeit seitens der "Betroffenen" auch beim Isegrim fruchten.

Nach wie vor gibt es laut Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt im Burgenlandkreis bisher keinen tatsächlichen Wolfsnachweis!


 07.01.2017

NABU: Unnötige Wolfs-Debatte von Agrarminister Schmidt - für Wölfe kann es derzeit überhaupt keine Abschussquote geben

 zum Artikel  auf www.presseportal.de

Mehr zum Thema Wolf auf meiner Themenseite "Säugetiere im BLK"


 29.12.2016 

Walliser Wolf wurde bereits geschossen

Lest hierzu auf NATURSCHUTZ.CH

Die Begründung für die Genehmigung des schweizerischen Bundesamtes für Umwelt (BAFU) zum Abschuss  des Wolfes erschließt sich mit leider nicht! 

Auch in Deutschland werden die Stimmen für die Bejagung des streng geschützten Wolfes im lauter. Was die entsprechende Lobby bei Rabenvögeln und Kormoranen geschafft hat, wird ihr früher oder später auch beim Wolf gelingen!

Regulierung des Augstbordrudels ist keine Lösung  eine Stellungnahme der "Gruppe Wolf Schweiz"

Wolf aus dem betroffenen Rudel

Quelle zum Foto: "Gruppe Wolf Schweiz"

 


 Wolfsbestand in Sachsen-Anhalt (Stand September 2016)

Im Land Sachsen-Anhalt geht man derzeit von einem Wolfspaar sowie zwölf Wolfsrudeln aus. Einige davon leben grenzübergreifend zu Nachbarbundesländern. Das Verbreitungsgebiet des Wolfes in Sachsen-Anhalt hat sich nach Angaben des Landesamtes für Umweltschutz (LAU) damit nicht erweitert, es fand jedoch eine Verdichtung der bekannten Vorkommen innerhalb des bisherigen Verbreitungsgebietes im Land statt  (Quelle: Pressemitteilung Nr.: 09/2016 des LAU - gefunden auf www.jaegerschaft-saalkreis.de).


Wolfsnachweise in Brandenburg (Stand 2016)

LfU Brandenburg 

In Brandenburg ist man deutlich weiter als in Sachsen-Anhalt, was die Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich des Wolfes betrifft. Das wird z.B. an anhand der  Broschüre  Mit Wölfen leben - Informationen für Jäger, Förster und Tierhalter in Sachsen und Brandenburg sehr deutlich!

Auf der Seite des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt findet man beim Wolfsmonitoring Daten für das Jahr 2013/2014. Aktuelle Daten habe ich nur in Form einer Pressemitteilung des LAU (09/2016) finden können. Diese wiederum war nur auf der Seite der Jägerschaft Saalkreis präsent! Schon traurig! Auf der Seite des für Umweltschutz zuständigen Ministeriums sieht es nicht viel besser aus. Aber immerhin gibt es dort ein zweiseitiges "Informationsbroschürchen" aus dem Jahr 2014! Bei der Referenzstelle Wolfsschutz findet man noch ein weiteres zweiseitiges Faltblatt  mit Informationen für Nutztierhalter! 


Wolfsbestand in Sachsen 2015/2016

"Im letzten Monitoringjahr*2015/2016 wurden im Freistaat Sachsen 15 Rudel, 3 Paare und ein territoriales Einzeltier nachgewiesen"

seht hierzu:  www.wolf-sachsen.de/aktuelles-wolfsvorkommen-sachsen 


 

 

Wolf im Gehege (Foto: Rolf Hausch)

Zur Biologie des Wolfes (Canis lupus) auf  www.gruppe-wolf.ch

Die Biologie des Wolfes in Stichworten  

Die Gruppe Wolf Schweiz sieht sich als "Die politische Stimme der Grossraubtiere in der Schweiz".  Ich denke zurecht! 

 


  

Interessante Seiten zum Thema Wolf in Deutschland:

 Die für mich mit Abstand informativste Seite ist die des "Kontaktbüro Wölfe in Sachsen"

Wolfsmonitor

www. wolfsmonitor.de

Wolfsregieon Lausitz/Wölfe in Sachsen

www.wolf-Sachsen.de

Gruppe Wolf Schweiz

www.gruppe-wolf.ch

Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V.

www.gzsdw.de

Kontaktbüro "Wolfsregion Lausitz"

www.wolf-sachsen.de

Wölfe in Sachsen-Anhalt

mule.sachsen-anhalt.de 

NABU - Wölfe in Sachsen-Anhalt

www.nabu.de 

Leitlinie Wolf Sachsen-Anhalt

Leitlinie Wolf Sachsen-Anhalt

Bundesamt für Naturschutz

Wolfsverbreitungskarte 2016 

Hintergrundpapier Wolf 2016 (Pressemitteilung)

BMUB 

Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland 

Wolfsbegegnungen in der Kulturlandschaft

WWF

Hintergrund-Wilderei-in-Deutschland. (PDF)

Wilderei in Deutschland - Betroffene Arten

Wolf 

NABU

Wolf

 

 


"Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand" Charles Darwin

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