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Michels Naturschutzhomepage

Naturschutz im Burgenlandkreis

Neueste Meldungen:

13.05.2022 –Forstwirtschaft – Landesforst hat wieder zugeschlagen / 04.04.2022 – Aktuelles – Eckpunktepapier der Bundesregierung / 31.03.2022 – untere Naturschutzbehörden – Aufgaben im Überblick /30.03.2022 – Historisches – Neu erstellt! / 23.03.2022 – Aktuelles – Das ZDF, der Rotmilan und die Windenergie / 22.03.2022 – Aktuelles – ZDF Frontal Beitrag / 19.03.2022 – Aktuelles – Studie – Bleimunution bei der Jagd / 18.03.2022 – Aktuelles – Die Kröten sind unterwegs / 17.03.2022- Aktuelles Vogelwelt im BLK – Es wird Frühling / 11.03.2022 – Aktuelles – Rotmilan und Windenergie / 02.03-2022 – Aktuelles – Holzeinschlag im Märzenbechertal / 27.02.2022 – Aktuelles – Schnittverbot / 26.02.2022 – Negatives – erweitert / 21.02.2022 – Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft im BLK-neu erstellt und aktualisiert

13.05.2022

Adonisröschen (Adonis vernalis)

Für ausgerottete Arten gibt es kein Zurück – sie sind für immer verloren und für kein Geld der Welt nachzubilden.  Wir sollten jedes kleinste Stückchen der Artenvielfalt als unschätzbar wertvoll erhalten, während wir lernen damit umzugehen und zu verstehen, was es für die Menschheit bedeutet.“

EDWARD O. WILSON,  amerikanischer Entomologe

Warum habe ich diese Homepage erstellt?

Einerseits möchte ich auf die schönen Seiten, insbesondere die herrlichen Landschaften sowie die Tier- und Pflanzenwelt unserer Heimat aufmerksam machen, welche von den meisten Menschen in dieser schnelllebigen Zeit gar nicht oder gar nicht mehr wahrgenommen werden. Andererseits möchte ich auch auf  die Probleme und Gefahren für Landschaft, Tier und Pflanzenwelt aufmerksam machen, welche leider von einem großen Teil der Menschen übersehen werden. Die Erhaltung unserer Lebensgrundlage, mit all ihrer Vielfalt, geht uns alle an!

Frauenschuh
Der Frauenschuh (Cypripedium calceolus) - eines der Markenzeichen des Unstrut-Triaslandes

Wer ist Michel?

Steinkauz
Steinkauz (Athene noctua), Unstruttal um 1985 [Foto: Rudolf Wendling]

Bereits in meiner Kindheit wurde mein Interesse an der Natur geweckt. Ich verbrachte einen Großteil meiner Freizeit auf ausgedehnten Auewiesen und kletterte in den dortigen Kopfweiden, die leider nach Sprengarbeiten im Rahmen der landwirtschaftlichen Großraumwirtschaft heute nicht mehr so zahlreich sind wie damals, umher. Anfangs war die Flussaue für uns nur ein willkommener und vor allem ungestörter Platz um Cowboy und Indianer zu spielen. Später nach einem so genannten „Schlüsselerlebnis“, dem Auffinden einer Steinkauzbrut in einer hohlen Kopfweide, war die Flussaue plötzlich Lebensraum einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren, die es zu entdecken galt. Besonderes Interesse hatte ich, sicher auch durch das „Steinkauzerlebnis“, für die heimische Vogelwelt entwickelt. Aber auch die anderen Tierartengruppen sowie die heimische Flora blieben nicht unbeachtet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten aufgrund fehlender Bestimmungsliteratur, die zu dieser Zeit schwer zu bekommen war, machte ich Fortschritte. Später bekam ich durch „Alte Hasen“ auf diesem Gebiet Unterstützung und den vorletzten Schliff. Viele meiner sicher immer noch bescheidenen Kenntnisse habe ich mir durch die Hilfe hervorragender Kenner und Schützer unserer Fauna und Flora im Burgenlandkreis aneignen können. Stellvertretend seien hier Ingeborg Falke, Rudolf Wendling und Dr. Jochen Zaumseil genannt. Das soll’s zu meiner Person gewesen sein.

Der Burgenlandkreis

© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, Frankfurt am Main
© 2021 Microsoft

Der Burgenlandkreis bildet die Südspitze des Landes Sachsen-Anhalt. Im Landkreis leben ca. 196.000 Einwohner auf einer Fläche von 1.414 Quadratkilometern. Der Landkreis ist durch die landschaftlich schönen und ihren Artenreichtum weithin bekannten Flusstäler der Saale, Unstrut und Elster sowie durch seine Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Naumburger Dom mit seinen Stifterfiguren Ekkehard und Uta, die Neuenburg, die Burg Wendelstein, die Rudelsburg, die Burg Saaleck und die Moritzburg geprägt. Besonderer Bekanntheit erfreut sich das Gebiet um die Städte Freyburg und Naumburg aufgrund des dort befindlichen Weinanbaugebietes mit seiner über 1000-jährigen Geschichte. Übrigens ist dieses das nördlichste Weinanbaugebiet Europas. Die Stadt Freyburg sollte allen Sektfreunden aufgrund der dort traditionsreichen „Rotkäppchen-Sektkellerei“ bekannt sein. Auch die Neuenburg dürfte weithin keine Unbekannte sein. Die höchste Erhebung im Burgenlandkreis ist der eher wenig bekannte Seeligenbornsberg bei Lossa mit einer Höhe von 355 m. Der niedrigste Punkt liegt in der Saaleaue unterhalb der Ortschaft Goseck mit 97,8 m.

Die Unstrut

Die Unstrut ist ein etwa 192 km langer Nebenfluss der Saale und deren wasserreichster Zufluss. Das Einzugsgebiet in Sachsen-Anhalt, was sich ausschließlich im Burgenlandkreis erstreckt umfasst eine Fläche von ca. 1.400 km² (Einzugsbereich ca. 6.000 km²). Der Name Unstrut stammt wohl aus dem germanischen und bedeutet „Sumpfdickicht“. Die Unstrut entspringt bei Dingelstedt in Thüringen und mündet bei Großjena im Blütengrund (bei Naumburg) in die Saale. Die Unstrut weist eine hohe Nitratbelastung auf. Die Ursache hierfür ist, dass das Grundwasser im Oberlaufgebiet stark durch Düngemitteleintrag aus der Landwirtschaft belastet wird. In den Jahren 1791 bis 1795 erfolgten die ersten Anstrengungen zur Schiffbarmachung. Die Ausbauarbeiten, bei denen eine Mindestwassertiefe von 0,8 m erreicht werden sollte und in deren Zuge 12 Schleusen errichtet wurden, erfolgten über eine Flussstrecke von 71 km.

Morgenstimmung an der Unstrut

Später folgten weitere Ausbaumaßnahmen. Zuletzt wurden im Bereich zwischen Wendelstein und Karsdorf Ende der sechziger/Anfang der siebziger Jahre, im Rahmen eines „Sofortprogramms für den Hochwasserschutz“, erhebliche Eingriffe in den Flusslauf getätigt. Neben der Begradigung des Flusses und der Befestigung der Ufer mit Kupferschlacke wurden fünf Wehre und Schleusen, darunter bei Nebra, bei Reinsdorf und bei Karsdorf, abgerissen. Heute wird die Unstrut, abgesehen von zwei Fahrgastschiffen, nur noch mit Kanus, Ruderbooten und leider einer Vielzahl von Motorbooten befahren.

Interessantes zur Geschichte der Unstrut-Schifffahrt (www.steffanbruns.de) findet ihr hier!

Das Triasland

Unstruttal bei Freyburg mit Blick zur Neuenburg

Die Triaslandschaft hat ihren Namen nach der geologischen Formation der Trias. Diese Formation wurde vor ca. 251 bis 208 Millionen Jahren aus den Ablagerungen von Buntsandstein, Muschelkalk und dem Keuper gebildet. Der Buntsandstein und der Muschelkalk manifestieren sich besonders auffällig in Form von Buntsandsteinbrüchen und Kalktrockenhängen entlang des Flusslaufes vom Wendelstein bis zur Neuenburg bei Freyburg. Der Keuper als drittes Element des „Dreigespanns“ ist im Unstrut-Triasland, bis auf einen Bereich zwischen Eckartsberga und Herrengosserstedt, eher unterrepräsentiert.

Die veröffentlichten Foto’s stammen alle von mir bzw. von guten Freunden deren Einverständnis für die Nutzung ich eingeholt habe. Diese sind entsprechend mit dem Namen  des Rechteinhabers versehen.

Ich bitte die teilweise schlechte Qualität meiner Bilder zu entschuldigen. Einige sind von schon etwas betagteren Dia’s oder SW-Negativen gescannt.

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„Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand“

Charles Darwin

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