Gedanken zum Baum- und Gehölzschutz

und dem allgemeinem Umgang mit Gehölzen

im Aufbau

Alte Weißbuche

Das Bewusstsein für und über die Bedeutung der Bäume und vor allem auch alter Bäume als Lebensgrundlage für eine vielfältige Tierwelt, aber auch für den Menschen, ist leider bei vielen Menschen nicht sehr weit ausgeprägt.

 Das wird einem schon am Beginn der so genannten „Schnittzeit“, ob in der Stadt, im Dorf, in der Flur oder im Wald, bewusst. In den Orten und entlang der Straßen und Wege werden schöne gesunde Bäume (junge wie auch alte Exemplare), durch Riesenschnitte verletzt und anfällig für Pilzbefall gemacht. Viele Bäume, für die die Zeit eigentlich noch nicht gekommen wäre, fallen aus oft fadenscheinigen Gründen der Motorsäge zum Opfer. Gegen einen begründeten Schnitt zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr hat keiner etwas.  Der Schnitt sollte jedoch nur durch geschultes Personal und im tatsächlich notwendigen Umfang stattfinden. Man lässt sich auch nicht von einem Gärtner den Finger abnehmen, nur weil der eine entsprechend gutgängige Schere dabeihat. An einem Baum aber, vor allem im öffentlichen Raum, darf sich so mancher selbst ernannte „Spezialist“ oder dazu beauftragte Leihe auslassen.

Einige Ergebnisse des Gehölzschnittes durch solche selbsernannten "Baumpfleger" habe ich in nachfolgenden Bildern zusammengestellt.

Die Seite wird immer wieder mit den neuesten "...... taten" aktualisiert!

Wie kann man junge Linden so hinrichten?
Sicher als ortsprägende Bäume gedacht - doch dann verschandelt man sie nicht so!
Nicht mal als Kopfbaumschnitt, welcher an einem solchen Standort auch nicht angebracht ist, geht dieser "Schnitt" durch.
Eine Eiche an einer Wegkreuzung nahe Altenroda (2015). Wer macht so etwas?
Eine Schande was man aus dieser Eiche gemacht hat!
Birke übersät mit Wunden ...
.... nahe Bad Bibra OT Kalbitz
Mehr Schaden kann man kaum anrichten!
Schnitte alt und neu! (2015)
Ein Musterbeispiel für Spezialisten am Baum !
Das war einmal eine Roßkastanie ....
Diese Weg- und Feldrandbepflanzung bzw. was man daraus gemacht hat, ist der blanke Hohn!
Die Äste abgerissen und den Stamm eingepackt! Auch bei Baumaßnahmen, wie hier bei der Herstellung eines Rückhaltebeckens im Rahmen eines Bodenordnungsverfahrens (hier bei Wennungen), ist man nicht zimperlich! Mittlerweile sind beide Kirschen abgestorben.
.... angesägt und stehengelassen?!
"....Vorsprung durch Technik! Nicht schön aber selten!
Baumschnitt durch Landwirt!
Beschädigung junger Kopfweiden bei Grasmahd bei Karsdorf!
Dummheit, Unvermögen oder Kalkül?
Schlimmer gehts nimmer! Stamm mit Wunden übersät, zur Palme degradiert und zur verbotenen und unpassenden Zeit „verschnitten“!
Die Kirschen stehen dort wahrscheinlich schon weit über 50 Jahre. Ein unfachmännischer Schnitt verunstaltet und schädigt sie für immer

Jährlicher Gehölzschnitt am Ortsrand von Golzen!

Eine Feldahornpflanzung wird jährlich auf die verbliebenen Stammfragmente zurückgeschnitten. Die vor einigen Jahren gepflanzte „Dorfeingangslinde“ wurde ebenfalls eingekürzt. Der Stamm der Linde wird zusätzlich im Bereich des Wurzelansatzes mit dem Freischneider drangsaliert! Sinn der Übung ist die Freihaltung der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Anliegers, welcher mit seiner Aktion noch die letzten Strahlen kurz vor Sonnenuntergang erhaschen will. Auch hier ist die Pflanzung mit Steuergeldern erfolgt!

Hier die "gestutzte Dorfeingangslinde"!"

Baumschnitt an einem ND (Allee nahe der Neuenburg Freyburg) (2015)

Nicht nur das so etwas nicht zulässig ist, ....
.... ist der Schnitt auch noch unfachmännisch durchgeführt!
Da der Schnitt auf der Ackerseite durchgeführt wurde, war es wohl der Landwirt oder Landwirtschaftsbetrieb.

Straßenbau an einer geschützten Allee in Burgscheidungen

So gehen Firmen beim Straßenbau vor! Ohne Rücksicht auf Verluste!

Baumschnitt bei Freyburg (2011)

Baumschnitt ? Hier hat wohl einer den neuen Hochentaster ausprobiert!
An der Zufahrtsstraße zur Neuenburg. Eine Augenweide für alle Besucher!

Straßenbaumschnitt in Richtung Albersroda im Saalekreis

Ohne Worte!
Baumschnitt. Das sollen sicher irgendwann Palmen werden!

Geocache im Wald (2015)

Nägel und Umlenkrolle in den Baum "gekloppt" ...
..., denn uns gehört die Welt!

Baumschäden durch Mahd an den Feldrändern

Ein Problem was leider an fast allen Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen sowie auch an den Feldwegen anzutreffen ist. Man kann noch nachvollziehen, dass die Randflächen zumindest an Straßen gemäht werden müssen, doch dass man nicht in der Lage ist dies zu tun, ohne eine Unzahl von Bäumen regelmäßig zu schädigen, ist nicht zu begreifen.

Man überlege sich, welcher Aufwand betrieben werden muss, um die jungen Bäume bereitzustellen, sie zu pflanzen und zu pflegen, um sie dann durch „Unachtsamkeit“ in Raten zu zerstören!

Bei Mäharbeiten beschädigter Stamm - Ersatzpflanzung!
Deutlich ist zu erkennen, dass der frische Schaden nicht der erste ist, welchen der angrenzende Landwirt verursacht.

Lebensraumzerstörung in aller schlimmster Form bei Schellsitz

Brennende Kopfweide bei Schellsitz- Lebensraum ade! Entschuldigung, aber wie dämlich muss man sein umso etwas zu tun?
Wasserreiserverschnitt an altem Naturdenkmal bei Gleina! Das schlimme ist, dass der Schnitt durch einen ausgebildeten Forstwirt ausgeführt wurde.
"Baumschnitt" unter Leitung bei Zeuchfeld.

Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit dem Gehölzschnitt ist die Einhaltung des Schnittverbotszeitraumes!!!

Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen;

Ich kann mir, bei den wie jedes Jahr kurz vor "Toreschluss" einsetzenten starken Gehölzschnittaktivitäten, nicht vorstellen, dass die gesetzliche festgesetzte Frist eingehalten wird.  Ich gehe davon aus, dass bundesweit viele tausend mal dagegen verstoßen wird!

Für die sogenannte „ordnungsgemäße Forstwirtschaft“ gilt dieses Verbot natürlich nicht!!!

Weiden- und Strauchschnitt in der Brutzeit durch Landwirt!

…. und jedes Jahr im März ….

Im März (also zu spät) werden viele Leute, animiert von den ersten wärmeren Tagen, wach ihre Grundstücke im Innen- oder Außenbereich in Ordnung zu bringen! Unabhängig von dem ab 01. März jeden Jahres geltenden Baumfäll- und Gehölzrückschnittverbot wird ohne Rücksicht auf Verluste losgelegt. 

„Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand“

Charles Darwin

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