Kurioses

NEU

(Gescheiterte) Informationskampagne des Bundesumweltministeriums (2017)

„Neue Bauernregeln“

Eigentlich wollte das Bundesumweltministerium um Ministerin Barbara Hendricks mit den Plakaten für eine nachhaltige Landwirtschaft werben. Am 09.02.2017 hat das Bundesumweltministerium seine erst kürzlich verkündeten „Neuen Bauernregeln“ wieder von seiner Webseite genommen!

Bei mir könnt ihr sie aber noch nachlesen!

  • Bauernregel 1:
  • „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.“
  • Bauernregel 2:
  • „Gibt’s nur Mais auf weiter Flur, fehlt vom Hamster jede Spur.“
  • Bauernregel 3:
  • „Zu viel Dünger auf dem Feld geht erst ins Wasser, dann ins Geld.“
  • Bauernregel 4:
  • „Haut Ackergift die Pflanzen um, bleiben auch die Vögel stumm.“
  • Bauernregel 5:
  • „Zu viel Dünger, das ist Fakt, ist fürs Grundwasser beknackt.“
  • Bauernregel 6:
  • „Ohne Blumen auf der Wiese geht’s der Biene richtig miese.“
  • Bauernregel 7:
  • „Steh’n im Stall zu viele Kühe, macht die Gülle mächtig Mühe.“
  • Bauernregel 8:
  • „Gibt’s nur eine Pflanzenart, wird’s fürs Rebhuhn richtig hart.“
  • Bauernregel 9:
  • „Wenn alles bleibt, so wie es ist, kräht bald kein Hahn mehr auf dem Mist.“
  • Bauernregel 10:
  • „Strotzt der Boden vor Nitraten, kann das Wasser arg missraten.“
  • Bauernregel 11:
  • „Bleibt Ackergift den Feldern fern, sieht der Artenschutz das gern.“

Bilderstrecke der „Neuen Bauernregeln“ auf RP-online

11 „neue Bauernregeln“ und alle ein Treffer!

Leider fehlt den Bauern die notwendige Portion Selbstironie. Eine Beleidigung der Bauern kann ich nicht erkennen!?

Leider knickt das Bundesumweltministeriums vor dem Geschrei der Agrarlobby ein und nimmt die Kampagne zurück. Die hübsch illustrierten Plakate, welche auf die „Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft“ aufmerksam machen sollten, wird es nun nicht geben.

Trotz des Rückziehers des Bundesumweltministeriums „Bleibt wahr, was wahr ist!“

Nach wie vor sind Land- und Forstwirtschaft in Deutschland Hauptverantwortliche für den Artenschwund und das wird sich bei der hier deutlich zu Tage tretenden Einstellung der Agrarlobby auch nicht allzu schnell ändern!

Zwei Beiträge zum Thema:

  1. Von der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V. (EGE)

Agrardebatte: Von Glashäusern und Steinen -Februar 2017

  1. Vom Wattenrat

„Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein“ (15. Feb 2017)

10.04.2017

Kurioser Amsel-Unfall

Am 02.04.2017 war ich mit meiner Frau in Sachen Krötenzaun unterwegs. Auf dem Rückweg hörten wir panische Amselrufe. Die Nachsuche ergab zwei auf den ersten Blick miteinander kämpfende Amsel-Männchen. Bei näherem Hinsehen war jedoch festzustellen, dass die beiden Amsel-Männchen „aneinander gekettet“ waren.

An Fuß und Flügel „unlösbar" verbunden!

Was eigentlich schier unmöglich scheint war eingetreten. Wahrscheinlich bei „Revierstreitigkeiten“ waren die beiden „Amselhähne“ in Kontakt mit den vorjährigen noch sehr festen Stängeln des Klettenlabkrautes in Kontakt gekommen. Dabei hatten sich der Fuß der einen Amsel  und die 4 äußeren Flügelfedern (Handschwinge) der anderen Amsel für die Amseln unlösbar verbunden. Darüber hinaus verfingen sie sich auch noch  an einem Trieb der Waldrebe. Ich griff mir die beiden, nun vielleicht „geläuterten Streithähne“, löste sie von der Waldrebe und knibbelte die „Fesseln“ um Fuß und Handschwinge auf. Beide Amseln konnten nach kurzer „Kosmetik“ an der Federn wieder in die Freiheit entlassen werden. Wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, hätte es nicht geglaubt, dass so etwas („Hand-Fußfessel“) passieren kann!

Eine für die Amseln unlösbare Fessel!

01.03.2020

Schutzvorrichtung oder ein klein wenig Größenwahn? - Ein paar „großartige“ Fotos vom Sonntagsspaziergang.

Es handelt sich um einen Versuch den Waschbär von einem Winterquartier u. a. der Kleinen Hufeisennase fernzuhalten. Die betreffenden Höhlensystheme liegen inmitten eines FFH-Gebietes, welches neben den nach FFH-Richtlinie besonders geschützten Fledermausarten, großflächig geschützte Lebensraumtypen aufweist und Heimstatt für viele andere Arten ist.

Man hört munkeln, dass die Waschbären sich nicht um die hässlichen und sicher nicht billigen Anbauten scheren. Sie fühlen sich nach wie vor sehr wohl in den Höhlen. Die auch in diesem Jahr erfolgte Zunahme, welche übrigens im letzten Jahrzent kontinuierlich erfolgte, wird nun auf die wirklich „außergewohnliche Sicherungsmaßnahme“ zurückgeführt.

Aus welchem Grund man die Aktion gestartet hat bleibt im „Dunkeln“, da Experten von einer seit Jahren ansteigenden Anzahl von Kleinen Hufeisennasen im Winterquartier berichten!

Vorher

Nachher

Für das kleine Loch hätte die eingezäunte Fläche, welche man nun aufgrund verhinderter Hutung auch offenhalten muss, etwas kleiner ausfallen dürfen.

Ich möchte gar nicht wissen was der „Spaß“ gekostet hat und wie viele sinnvolle Projekte man damit hätte finanzieren können.  

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