Aktuelles

04.04.2022

Sogenanntes Eckpunktepapier - Beschleunigung des "naturverträglichen Ausbaus" der Windenergie an Land

In dem Eckpunktepapier von BMUV und BMWK geht es, nach meiner bisherigen Erfahrung mit der „neuen grünen Politik“ in unserem Land, wohl nicht um die Erreichung eines „naturverträglichen Ausbaus“ der Windenergie, sondern ausschließlich um eine Demontage, der im Bereich Artenschutz und Windenergie erreichten Standards, wie z. B. die Abstandsregelungen entsprechend des Helgoländer Papiers!

  • Auflösung des Zielkonflikts zwischen Energiewende und Artenschutz, was wohl gleichbedeutend ist mit „Es gibt nur ein Ziel und das ist der schnellstmögliche, hürdenlose Ausbau der Windenergie!“
  • Vereinfachung der Verfahren für Windenergie durch standardisierte Verfahren nach bundeseinheitlichen Kriterien. Gibt es da nicht ein nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz in Verbindung mit dem Artenschutzrecht gemäß Bundesnaturschutzgesetz und Europäischen Richtlinien vorgegebenes Verfahren?
  • Erstellung präziser und einheitliche Listen für die betroffenen Vogelarten mit Vermeidungsmaßnahmen und jeweiligen Abständen – Eine entsprechende Liste liegt mit dem Helgoländer Papier vor und über die Wirksamkeit der sogenannten Vermeidungsmaßnahmen lässt sich wohl eher streiten.
  • Bewahrung hoher Standards für den Artenschutz. Die europäischen Naturschutz-Richtlinien werden respektiert und bleiben unangetastet. – nach den ersten 3 Punkten wohl eher unmöglich?!
  • Stärkung des Vogelschutzes durch ein neues Artenhilfsprogramm, bezahlt durch die Windenergie-Betreiber bei Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung – Hört sich nicht nur so an, sondern ist ein Ablasshandel für unzählige getötete Vögel und Fledermäuse. Darüber hinaus ist die Sinnhaftigkeit solcher Hilfsprogramme, insbesondere für betroffene Vogelarten, eher zweifelhaft. Vögel und Fledermäuse, insbesondere die wandernden Fledermausarten zum Beispiel, lassen sich nicht in ein künstlich geschaffenes „Reservat“ einsperren!
  • Und als Zugabe wird die die Genehmigung von Windenergie in Landschaftsschutzgebieten bis zur Erreichung des Zwei-Prozent-Zieles – deutlich erleichtert – was aus meiner Sicht eine eindeutige Einmischung in die Angelegenheit der Landkreise, welche für die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten zuständig ist, darstellt.

Auf Seite 2 des Papiers wird ausgeführt: “Deshalb will die Bundesregierung die artenschutzfachliche Prüfung für Windenergieanlagen an Land vereinfachen und sie schneller und effizienter machen. Ziel ist, Windkraftanlagen zügig und rechtssicher zu genehmigen, unter Wahrung hoher und europarechtlich gebotener ökologischer Schutzstandards“.

Jedem sollte klar sein, dass Beides zusammen nicht zu verwirklichen ist!

Ich kann nicht auf alles eingehen, aber folgende Schlagworte lassen die Richtung, in die es gehen soll und wer dahintersteckt, klar erkennen:

  • aufwändigere Raumnutzungsanalyse entfällt,
  • Für eine Übergangszeit von drei Jahren wird für die Bestimmung des Erhaltungszustandes zunächst auf vorhandene Erkenntnisse abgestellt
  • Anwendung von Antikollisionssystemen (deren tatsächliche Wirksamkeit/Funktionsfähigkeit bisher in Deutschland nicht bestätigt ist!)
  • Zumutbarkeitsschwelle für die Antragsteller, die festlegt, bis zu welcher Summe Vermeidungsmaßnahmen (für alle artenschutzrechtlichen Maßnahmen, unter anderem auch Fledermausabschaltungen) zu akzeptieren sind – (hier lächerliche 6 %)
  • Einführung einer probabilistischen Methode zur mathematischen Berechnung der Kollisionswahrscheinlichkeit prüfen (Lest mal bei Wikipedia nach!)

Wird fortgesetzt!

Windkraftopfer Rotmilan

23.03.2022

Das ZDF, der Rotmilan und die Windenergie – März 2022

Quelle: Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.

Auszug aus dem Artikel der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.

Über die Leistungen des deutschen Qualitätsjournalismus gerät man bisweilen ins Staunen. Das gilt nicht nur aber auch für die Berichterstattung über Naturschutz und Windenergie. Die Zeit ist vorbei, als der von Hanns Joachim Friedrichs (1927 – 1995) überlieferte Satz ein Berufsethos markierte: „Ein guter Journalist macht sich mit nichts gemein, nicht einmal mit einer guten Sache.“ In den im Jahr 2020 mit 8,11 Milliarden Euro Rundfunkbeiträgen der „Zusehenden und Zuhörenden“ finanzierten öffentlich-rechtlichen Anstalten scheint es für Recherche an Geld, Zeit und vor allem Sinn für die Realität zu fehlen. Zu gerne berichten Journalisten und Journalistinnen von dem, was man für wahr hält, wahr halten möchte oder woran man mit Überzeugung glaubt. Haltung ersetzt kritische Distanz. Wäre es anders und unterzöge man die eigene Berichterstattung des viel beschworenen Faktenchecks, hätte der investigativ daherkommende ZDF Frontal Beitrag „Rotmilan gegen Windkraft – Das Märchen vom bedrohten Greifvogel“ vom 22.02.2022 sowie die weitere Berichterstattung z. B. auf tagesschau.de kaum auf Sendung gehen können. ……

Der gesamte Artikel als PDF-Datei!

22.03.2022

Stellungnahme auf www.dda-web.de zu Rotmilan-Todesursachen und Gefährdung durch Windenergieanlagen

in Bezug auf den ZDF Frontal Beitrag „Rotmilan gegen Windkraft – Das Märchen vom bedrohten Greifvogel“ vom 22.02.22 sowie weiterer Berichterstattung z.B. auf tagessschau.de

Stellungnahme der Fachgruppe Rotmilan der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft, 21.03.202

Stellungnahme als PDF

19.03.2022

Einsatz von Bleimunition auf der Jagd
55.000 Greifvögel weniger in Europa – wegen Vergiftungen

Die Universität Cambridge und das Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin heben Daten über den Bleigehalt aus den Lebern von mehr als 3000 Greifvögeln unetrsucht. Das Ergebnis ist erschreckend!

Der Spiegel – Wissenschaft – Einsatz von Bleimunition auf der Jagd

Allein die  Seeadlerpopulation wäre in Europa etwa um 14 Prozent größer, wenn die adler nicht den tödlichen Bleikonzentrationen in Beutetieren ausgesetzt wären.

Die Beutetiere, beim Seeadler natürlich ein nicht unwesentlicher Anteil an Wasservögeln, werden von den Jägern mit Bleimunition beschossen. Viele der getroffenen Tiere leben mit dem Schrot im Körper weiter und werden z.B. vom Seeadler erbeutet.

Blei reichert sich im Körper an und führt sukzessive zu immer stärkeren Vergiftungserscheinungen. Zum Beispiel Enten nehmen Bleischrote beim Gründeln auf oder werden bei Beschuss mit Bleischrott nicht tödlich getroffen. Der Seeadler am Ende der Nahrungskette kann dadurch schleichend vergiftet werden.

Unsere ehemalige Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte 2020, unter Einbeziehung der  Lobby-Verbände, mit fadenscheinigen Argumenten für die Bleimunition die Jagd in Feuchtgebieten mit Bleimunition verhindert.

RiffReporter

Julia Klöckner – mit fadenscheinigen Argumenten für Bleimunition von Thomas Krumenacker (29.07.2020)

Am 25. November 2020 hat das Europäische Parlament dem Verbot von giftiger Bleischrotmunition in Feuchtgebieten (aber nur dort) zugestimmt.

18.03.2022

Die Erdkröten sind unterwegs

Im westlichen Teil des Burgenlandkreises sind bereits die Kröten auf Wanderschaft! Heute konnten die ersten Erdkröten aus den Fangeimern geborgen und an die Laichgewässer gebracht werden. Leider sind die Bestände in den letzten Jahren in erheblichen Maßen zurückgegangen. Neben der Trockenheit, welche das eine oder andere Laichgewässer verschwinden lassen hat, sind es vor allem Verluste auf dem Wege zu den Laichgewässern. Die zeitige Bewirtschaftung (Düngung, Spritzung, mechanische Bearbeitung) auf den riesigen strukturlosen durch die Kröten zu überwindenden Ackerflächen, der Prädatorendruck (Waschbär) und vielleicht das mal kurzzeitig in die Öffentlichkeit gerückte „Insektensterben“ können die Ursache sei.

Mit viel Engagement hat die untere Naturschutzbehörde wieder um die zusammen ca. 3000 Meter lange Krötenzäune aufgestellt. Unterstützung hatte Sie nur durch engagierte ehrenamtlich tätige Naturschützer, die bei Großjena einen Zaun in Eigenregie aufstellten und diesen nun auch vollständig betreuen.

Die derzeitige Entwicklung hinsichtlich des Stellenwertes der Naturschutzbehörden, wird meiner Meinung nach dazu führen, dass die Zäune irgendwann in nicht mehr ferner Zukunft, im Keller bleiben müssen.

Erdkröten im Transporteimer!
Erdkröten im Fangeimer!

12.03.2022

KNE-Wortmeldung: Rotmilan und Windenergie – Wo ist das Problem?

Immer mehr Stellungnahmen zum schlecht recherchierten ZDF frontal-Beitrag!

KNE-Wortmeldung vom 11. März 2022

„Ausgehend vom ZDF frontal-Beitrag „Rotmilan gegen Windkraft“ wurde dessen Kernaussage in einigen Fällen dahingehend kommentiert, dass Schutzmaßnahmen und Abschaltungen von Windenergieanlagen (WEA) für Rotmilane nicht mehr nötig seien. Doch wenn WEA als Todesursache nicht an erster Stelle stünden – hieße dies, dass das Kollisionsrisiko im Genehmigungsfall nicht mehr zu prüfen und auch Schutzmaßnahmen nicht erforderlich wären? Unsere Einordnung aus fachlicher und aus juristischer Sicht stellt klar, wo wir die Grenzen legitimer Ergebnisinterpretation ziehen, und welche Schlussfolgerungen bezüglich des Umgangs mit dem Rotmilan in Genehmigungsvorhaben (nicht) gezogen werden sollten“. Quelle: Presseportal vom 11.03.2022

08.03.2022

Wieder ein streng geschützter Seeadler abgeschossen

Vergangene Woche wurde im Altmarkkreis Salzwedel (Sachsen-Anhalt) von einem Jäger ein Seeadler abgeschossen. Wie der Zufall es wollte, erwischte der Jäger einen mit einem GPS-Sender ausgestatteten Vogel. Die ausgelesenen Daten führten direkt zum Übertäter!

Im Falle einer Verurteilung, wovon leider in Deutschland, wenn man sich so manche Urteile ansieht, nicht unbedingt auszugehen ist, drohen dem Beschuldigten bis zu fünf Jahre Haft, eine hohe Geldstrafe sowie der Entzug des Jagdscheins. Aber lest selbst:

Gemeinsame Pressemitteilung des „Komitees gegen den Vogelmord“ und „LIFE EUROKITE“

In der Presseerklärung wird zur Thematik Greifvogelverfolgung weiter ausgeführt:

„Die illegale Verfolgung geschützter Greifvögel ist ein bundesweites Problem, dem neben Seeadlern auch immer wieder Rotmilane, Habichte, Wanderfalken und Bussarde zum Opfer fallen. Nach Angaben des Komitees gegen den Vogelmord sind in Deutschland seit 2005 insgesamt 1.626 Fälle mit mehr als 2.213 Opfern bekannt geworden, darunter 67 Seeadler. Bei den bisher rechtskräftig verurteilten Tätern handelt es sich fast immer um Tauben- bzw. Geflügelzüchter oder Jagdscheininhaber, die Greifvögel als Konkurrenten betrachten“

Zu Vorfällen im auch diesmal betroffenen Bundesland wird in der Presseerklärung Folgendes ausgeführt:

In Sachsen-Anhalt wurden in den letzten Jahren 40 Fälle bekannt, darunter 15-mal Fang, 10-mal Nestzerstörung sieben Mal Abschuss, sechs Mal Vergiftung und 2 Fälle von illegaler Haltung.

Dabei handele es sich nur um die Spitze des Eisberges, da erfahrungsgemäß mehr als 90% aller Taten unentdeckt bleiben sagt Komiteesprecher Axel Hirschfeld.

Das Komitee gegen den Vogelmord und LIFE EUROKITE bitten die Bevölkerung um Mithilfe. Zeugen, die tote Greifvögel oder verdächtige Fallen und Köder entdecken, werden gebeten, ihre Beobachtungen an das Komitee gegen den Vogelmord (info@komitee.de oder 0228/665521) zu melden.

TV-Beitrag „Rotmilan gegen Windkraft - Das Märchen vom bedrohten Greifvogel” am 22.02.2022 auf ZDF Frontal 21

Am 22.02.2022 lief auf ZDF bei Frontal 21 der TV-Beitrag „Rotmilan gegen Windkraft – Das Märchen vom bedrohten Greifvogel”. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die Beiträge und Themen bei Frontal 21 mit dem nötigen Abstand analysiert und gut recherchiert wären. Das journalistische Feingefühl bei der Recherche zu diesem Beitrag scheint jedoch, aus welchen Gründen auch immer, nunmehr auch dort verlorengegangen zu sein.

Hier aber nun ein Link zum Fernsehbeitrag

TV-Beitrag „Rotmilan gegen Windkraft – Das Märchen vom bedrohten Greifvogel” am 22.02.2022 auf ZDF Frontal 21

LIFE EUROKITE sah sich aufgrund der intensiven Diskussionen, welche der Fernsehbeitrag in den sozialen Medien ausgelöst hat, veranlasst einige Fakten hinsichtlich des LIFE EUROKITE Projekts detaillierter darzustellen, was viele der Aussagen im TV-Beitrag relativiert bzw. ad absurdum führt.

Pessemitteilung LIVE EUROKITE

Auch das Rotmilanzentrum am Museum Heineanum in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) hat mit einer Stellungnahme auf den TV-Beitrag reagiert.

Stellungnahme des Rotmilanzentrums Stellungnahme zum ZDF-Beitrag ‚Rotmilan gegen Windkraft’_2022-03-04

06.03.2022

Was haltet Ihr/Sie eigentlich von den Sogenannten „anerkannten“ Naturschutzverbänden?

Wenn ich so durch das WWW surfe oder mir eine hiesige Tageszeitung antue (da meine ich nicht die BILD), werde ich mit allerlei mehr oder weniger interessanten Seiten, Artikeln und natürlich Meinungen konfrontiert. Ich könnte sicher 30, 40 oder noch mehr interessante Seiten über die in der Bundesrepublik Deutschland „anerkannten („Naturschutz-„) Verbände“ aufzählen.

Bei dieser Lektüre und im Rahmen meiner täglichen Arbeit ergeben sich so einige Fragen zu diesen Verbänden:

  • Steht es manchen in Verbänden etablierten „Möchtegernnaturschützern“ mit ihrem „grün angehauchten Schwarz-Weiß-Denken“ zu, tatsächliche Naturschützer, wie z. B.  viele Mitarbeiter im staatlichen Naturschutz oder ehrenamtlich wissenschaftlich für die Erhaltung der Artenvielfalt Tätige, anzugreifen?
  • Werden dort auch organisierte Naturschützer, welche diese Bezeichnung auch tatsächlich verdienen, von Leuten, die der eigentliche Naturschutz offensichtlich wenig berührt, instrumentalisiert?
  • Werden teure Anwaltsbüros mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden gefüttert?
  • Werden ständig neue Mitglieder mit aus meiner Sicht grenzwertigen Methoden und unter Vortäuschung falscher Tatsachen geworben?
  • Wird im Bereich Windkraft eine Art Ablasshandel, also Geld gegen Zustimmung, betrieben?
  • Kann man Windkraft, trotz der bitteren Erkenntnis über Vogelschlag und zigtausend „platzenden“ Fledermäusen jedes Jahr unter dem Deckmantel eines „naturverträglichen“ Windkraftausbaus, den es nicht wirklich gibt, hochjubeln?

Ich kann und möchte diesen kleinen Fragenkatalog nicht tatsächlich beantworten. Nur eins – ich habe meine Mitgliedschaft in einem solchen Verband bereits vor Jahren beendet, da ich diese Verlogenheit, Überheblichkeit und leider auch oft Unkenntnis der naturschutzfachlichen und – rechtlichen Grundlagen nicht mehr mittragen wollte. 

Ich möchte nicht alle Verbände und vor allem nicht die Vielzahl der für den Naturschutz aktiven Mitglieder, welche oft nur ein „Dach“ für ihre Aktivitäten gesucht haben, über einen Kamm scheren.Leider habe ich jedoch den Eindruck, dass in dieser „Sparte“ einige „Schwarze Schafe“ umherwandeln.

06.03.2022

Nochmal zum Gehölzschnitt - Nun zieht hoffentlich wieder Ruhe ein und das Beseitigen und Verstümmeln von Büschen und Bäumen hat ein Ende!

Bäume, Sträucher und Hecken dürfen nur noch bis Ende Februar beseitigt oder geschnitten werden, danach erst wieder ab dem 1. Oktober. Diese Schonfrist vom 1. März bis zum 30. September ist im Bundesnaturschutzgesetz § 39 Abs. 5 festgeschrieben. Tiere gehen bereits im zeitigen Frühjahr auf Reviersuche und beginnen mit dem Balz- und Paarungsverhalten. Dieses Verhalten wird von der Tageslänge und vom Licht gesteuert, das Wetter spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Deshalb dürfen in den Lebensräumen der wild lebenden Tiere keine derartigen Veränderungen und Störungen mehr stattfinden. Zuwiderhandlungen können mit einer Geldbuße von bis zu 10.000 € geahndet werden! Zulässig sind ab dem 1. März nur noch schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des einjährigen Zuwachses der Pflanzen. Hierzu gehören regelmäßige Pflegeschnitte von Gartenhecken im Siedlungsbereich. Hier muss jedoch auf mögliche Brut- und Niststätten (Artenschutz) Rücksicht genommen werden!  Aber wer macht das schon?! Unzählige Vogelnester werden freigestellt und Altvögel vergrämt. Ich kann mir, bei den wie jedes Jahr kurz vor „Torschluss“ einsetzenden starken Gehölzschnittaktivitäten, nicht vorstellen, dass die gesetzlich festgesetzte Frist eingehalten wird.  Ich gehe davon aus, dass bundesweit viele tausendmal dagegen verstoßen wird!

Für die sogenannte "ordnungsgemäße Forstwirtschaft" gilt dieses Verbot natürlich nicht!!!

02.03.2022

Auf ins Märzenbechertal bei Goseck

Dort gibt es momentan nicht nur große Bestände von blühenden Märzenbechern zu sehen, sondern auch die Spuren schwerer Technik, welche den Wanderweg hingerichtet und einen nicht unerheblichen Teil der Märzenbecherbestände zerstört haben. Vom Waldbestand an sich, möchte ich hier gar nicht reden. Da komme ich wieder zum Thema Anspruch und Wirklichkeit in der „modernen“, aus meiner Sicht nur noch nutzungsorientierten, Forstwirtschaft! – Alles nur Schall und Rauch was da so zur nachhaltigen und naturschonenden Forstwirtschaft geschrieben steht!

Und da gibt es doch Forstleute, die sich über Naturschutzmaßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung von wertvollen Lebensräumen aufregen!

Mehr zur Thematik Naturschutz und Forstwirtschaft auf meiner Naturnutzer-Seite!

Ab dem 1. März gilt wieder das Schnittverbot für Bäume und Sträucher!

Zum Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen ist in der Zeit vom 1. März bis zum 30.September eines jeden Jahres das Abschneiden oder die Beseitigung von Bäumen, Hecken, lebenden Zäunen, Gebüschen und anderen Gehölzen außerhalb des Waldes gemäß § 39 des Bundesnaturschutzgesetz gesetzlich verboten. Nicht unter das Verbot fallen Bäume im Gartenbau, in Haus- und Kleingärten, Grünanlagen, auf Sportplätzen, Friedhöfen und in ähnlichen Bereichen. Diese dürfen keine Vögel darin nisten oder besonders geschützte Arten wie beispielsweise Fledermäuse vorhandene Baumhöhlen nutzen, entfernt oder zurückgeschnitten werden.

Auch in den übrigen Bereichen sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des einjährigen Zuwachses der Pflanzen Ganzjährig zulässig. Auch ein fachgerechter Obstbaumschnitt bedarf keiner gesonderten Genehmigung. Artenschutzrechtliche Belange sind jedoch auch bei Durchführung dieser Pflegeschnitte unbedingt zu beachten. Bei brütenden Vögeln zum Beispiel sind Pflegeschnitte zu unterlassen, bis die Jungvögel das Nest oder die Bruthöhle verlassen haben.

Eine Befreiung von dem Schnittverbot für Gehölze ist unter bestimmten Bedingungen möglich und bei der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde zu beantragen.

HINWEIS: Wer entgegen dieser Schutzvorschriften Gehölze abschneidet oder beseitigt, handelt ordnungswidrig. Eine derartige Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße von bis zu 10.000,00 € geahndet werden.

Brütende Amsel, sie fangen besonders zeitig mit ihrem Brutgeschäft an!
Junge Neuntöter im Nest.

14.02.2022

Die Lage der Natur
in Deutschland
Ergebnisse von EU-Vogelschutz- und FFH-Bericht

„Alle sechs Jahre nehmen Bund und Länder eine Bewertung des Zustands der Natur in Deutschlandvor. Dazu werden umfassende Berichte erstellt, die durch die Bundesregierung an die EU-Kommission zur Erfüllung der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie und der EU-Vogelschutz-Richtlinie übermittelt werden“.     Hier zur Bröschüre BMU

03.02.2022

Wildtierschutz Deutschland e.V.

Niedersachsen: Neues Jagdgesetz weicht Tierschutznormen auf

In Niedersachsen plant die rot-schwarze Landesregierung vor der in diesem Jahr anstehenden Landtagswahl noch ein Geschenk an die Jägerschaft: Nachtzielgeräte sollen erlaubt, der „versehentliche“ Fang nicht jagdbarer Tiere straffrei gestellt und der Elterntierschutz weiter aufgeweicht werden. (Quelle: PRESSEPORTAL)

UNGLAUBLICH!

Jungfüchse (Foto: Jan Krawetzke)

02.02.2022

Deutschen Wildtier Stiftung - Habecks Klimastrategie bedroht heimische Wildtiere

Der Professor für Wildtierbiologie Klaus Hackländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Wildtier Stiftung: „Ein Vorantreiben der Energiewende darf aber auf keinen Fall das Artensterben beschleunigen“. (Quelle: Deutsche Wildtierstiftung)

Hier zum Artikel: Deutsche Wildtier Stiftung

Mehr von der Stiftung zum Thema:

 Windenergie und Artenschutz

Windenergie im Lebensraum Wald

Gefahr für die Artenvielfalt – Situation und Handlungsbedarf – Autor: Dr. Klaus Richarz

Schlagopfer Rotmilan (Foto: Frank Köhler)

31.01.2022

Schottergärten in Sachsen-Anhalt bereits seit 2021 verboten!

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat am 14. Oktober 2020 die Änderung der Landesbauordnung beschlossen:

Stein- und Schottergärten sind seit 2021 verboten, unbebaute Flächen auf Grundstücken müssen begrünt werden.

  • 8 Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt (BauO LSA)

Kinderspielplätze, nicht überbaute Flächen der bebauten Grundstücke

(2) Die nicht mit Gebäuden oder vergleichbaren baulichen Anlagen überbauten Flächen der bebauten Grundstücke sind

  1. wasseraufnahmefähig zu belassen oder herzustellen und
  2. zu begrünen oder zu bepflanzen,

soweit dem nicht die Erfordernisse einer anderen zulässigen Verwendung der Flächen entgegenstehen.

Mit dieser Festlegung spricht die Bauordnung indirekt ein Verbot für sogenannte „Steingärten“ aus. Es wird gesagt, dass viele Wüsten lebendiger sind als die Künstlichen in den Vorgärten. Schottergärten sind für Insekten und Vögel völlig uninteressant und gleichen eher einer betonierten Fläche. Unversiegelte begrünte Gärten und Vorgärten, und sind sie noch so klein, stellen für viele Bienen, Schmetterlinge, Hummeln und andere Insekten sowie für Vögel, Kleinsäuger und auch manche Kriechtiere und Lurche, wichtige Lebens- und Nahrungsräume dar.

Menschen, die solche Schottergärten anlegen, müssen der Natur wohl völlig entfremdet sein.  

Seht zur Thematik „Lebensraum Garten“ mal auf meine Themenseite „Naturschutz in Hof und Garten“.

30.01.2022

Naturschutz im Koalitionsvertrag  – Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. – Januar 2022

Ein Kommentar der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. zum Koalitionsvertrag:

Die deutsche Bundesregierung will mehr Fortschritt wagen. So jedenfalls haben die Koalitionäre von SPD, Grünen und FDP die 177 Seiten ihres Koalitionsvertrages überschrieben. Darin bemühen die Koalitionäre 494 Mal das Verb wollen, 108 Mal das Adjektiv gemeinsam und 20 Mal das Adjektiv ambitioniert (also ehrgeizig, anspruchsvoll, strebsam). Aber wollen sie auch mehr Naturschutz wagen?“

Super analysiert!

Hier der gesamte Text des Kommentars „Naturschutz im Koalitionsvertrag“ der EGE

28.01.2022

Der Landschaftspflegeverein "Mittleres Elstertal e.V.“ - Aktiv für den Schwalbenschutz!

Sage und schreibe 31 Schwalbentürme hat der Landschaftspflegeverein „Mittleres Elstertal e.V.“  mit viel Engagement und Mitteln aus dem Artenschutzprogramms des Landes Sachsen-Anhalt bereits in seinem Wirkungsbereich, dem Südosten des Burgenlandkreises, in den vergangenen Jahren aufgestellt. Die Schwalbentürme sind aber nur eins von vielen Tätigkeitsfeldern und Projekten des Vereins (mehr zu weiteren Projekten des Vereins auf

Landschaftspflegeverein „Mittleres Elstertal e.V.“.

Ziel des LPV ist es dem nach der Wende durch die Aufgabe vieler Tierhaltungen, insbesondere auch großer Stallanlagen sowie der vielen individuellen Kleintierhaltungen, bzw. durch viele Sanierungsmaßnahmen und den Abriss von Gebäuden erfolgten Brutplatzverlust entgegenzuwirken.  

Schwalbenturm an der Haynsburg

Projekt Schwalbenhäuser

Auch in diesem Fall ist der Verein vom Engagement Einzelner abhängig. Deshalb möchte ich den Herren Rainer Helms, Ehemaliger Leiter des Amtes für Natur- und Gewässerschutz, Rolf Hausch, ehemaliger Leiter der unteren Naturschutzbehörde des Burgenlandkreises und Dr. Lothar Stahl, Ortsbürgermeister der Gemeinde Reuden, besonders danken.

24.01.2022

Energiepolitik der Ampel - Was hat Windkraft mit öffentlicher Sicherheit zu tun?

ARTIKEL von RICO FALLER – Fachanwalt für Verwaltungsrecht – am 21. Dezember 2021

14.01.2022

Luchs an Bahnstrecke bei Buttstädt (Kreis Sömmerda) erschossen

An einer Bahnstrecke bei Buttstädt wurde jetzt ein toter Luchs entdeckt – nachweislich erschossen. Wie krank ist das denn? Ist es nur die Lust (Mordlust) am Töten eines solch majestätischen Tieres oder ist es die Beseitigung einer unliebsamen Konkurrenz, welche die natürliche Auslese besser beherrscht wie mancher Flintenträger? Bildet Euch selbst eine Meinung!

Lest hier:

MDRLuchs an Bahnstrecke bei Buttstädt erschossen – scharfe Reaktionen

thueringen24.de – Thüringen: Hoffnung nach kaltblütiger Luchs-Tötung

 

12.01.2022

Zwei Prozent der Bundesfläche für Windräder nutzen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien als überragendes öffentliches Interesse gesetzlich verankern – eine Bankrotterklärung für den Artenschutz

Diese Ziele unseres neuen „grünen“ Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, werden zwangsläufig zu einer weiteren Eingrenzung der artenschutzrechtlichen Regelungen führen. Er sagt zu diesem Thema: „Im Einzelfall gibt es diese negative Beeinträchtigung. Aber man kann Artenschutz und den Ausbau von Erneuerbaren Energien sehr gut miteinander kombinieren, wenn man ein bisschen kreativ wird und anfängt, die technischen Möglichkeiten, aber auch die artenschutzrechtlichen Möglichkeiten zu nutzen“. Wie das aussehen wird, kann sich wahrscheinlich jeder vorstellen! Bei jetzt schon ca. 250.000 getöteten Fledermäusen (Schätzung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung) und zwischen 10.000 und 100.000 getöteten Vögeln (Michael-Otto-Institut) allein in Deutschland, dafür fehlt mir die Fantasie welche „artenschutzrechtlichen Möglichkeiten“ nach Habecks Ansicht genutzt werden sollen. Da jeder bereits bemerkt haben sollte, dass die „Grünen“ sowie auch ein Teil der anerkannten Naturschutzverbände den Artenschutz im Zusammenhang mit der Windkraft längst über Bord geworfen haben, kann man sich schon ausmalen, wie die neue „naturverträgliche“ Windkraft aussehen wird.

Die Ideen, welche die Agora Energiewende – Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) gGmbH in ihrem  Arbeitspapier mit dem wohlklingenden Namen „Windenergie und Artenschutz – Wege nach vorn“, dargelegt hat (siehe meinen Beitrag vom 27.12.2021), wie zum Beispiel „professionell gemanagte Artenhilfsprogramme“ sind offensichtlich für mit der Thematik Vertraute als blauäugig bzw. ungeeignet anzusehen.

Nochmal zum „überragenden öffentlichen Interesse“, welches für die Windkraft gesetzlich festgeschrieben werden soll. Im Klartext: Das öffentliche Interesse am Artenschutz kann bei jedem Projekt zu Gunsten der Windkraft beiseite geschoben werden.

Pressekonferenz

Klimaschutz-Bilanz mit Robert Habeck

11.01.2022 phönix vor Ort – Video verfügbar: bis 11.07.2022 ∙ 16:05 Uhr (Minute: 34, 41, 52)

 

09.01.2022

Bundesinitiative VERNUNFTKRAFT. e.V. zum Koalitionsvertrag

Illegale Intentionen: Ampel-Attacke auf Artenschutz  – Lest selbst auf  www.Vernunftkraft.de

27.12.2021

Ein Wort zu den erneuerbaren Energien vs Artenschutz

Weitere Aufweichung des Artenschutzes mit fadenscheinigen Argumenten!

Die neue bemerkenswerte Haltung der Naturschutzverbände zu diesem Thema, aber auch die versteckten Aussagen zu den Themen Artenschutz und Erneuerbare Energien im Koalitionsvertrag unserer neuen bunten Regierung, lassen für den Artenschutz nicht Gutes erahnen!

Die „Grünen“ wie auch die Naturschutzverbände haben schon lange ihre ehemaligen Ideale, gerade hinsichtlich des Artenschutzes, über Bord geworfen. Sie machen sich selbst etwas vor, wenn sie die Meinung vertreten, man könne den lokalen Artenschutz aufgeben und die vehementen Verluste an Fledermäusen, Brutvögeln wie dem Rotmilan und durchziehenden Vogelarten, durch oft wenig durchdachte und hinsichtlich ihrer Wirkung teilweise völlig unrealistische Artenschutzmaßnahmen an anderer Stelle ausgleichen.

Das erinnert mich ein wenig an das hübsche Bild mit den 3 Affen, der Unterschied zu dieser Spezies ist jedoch, dass die Matadore in diesem „Spiel“ genau wissen was sie mit dieser weiteren Auflösung des Artenschutzes tun!

Selbst langjährige Mitglieder bis hin zu ehemaligen Gründern und „Galionsfiguren“ der sogenannten Naturschutzverbände/-vereinigungen, haben das erkannt und sich aus den Verbänden zurückgezogen! Mir tun aber vor allem die vielen zahlenden Mitglieder von diesen Verbänden, welche durch Studentinnen und Studenten an der Haustür für eine Mitgliedschaft oder eine langjährige Spende überzeugt wurden (manch einer vergleicht diese Art der Mitgliederwerbung mit den wenig beliebten „Drückerkolonnen“) leid. Sie gehen ganz sicher davon aus, dass der entsprechende Verein/Verband mit dem Geld etwas „Gutes“ für die „Vögelchen“ und „Fledermäuschen“ tut, welche aber bekanntlich nicht „windkraftresistent“ sind.

So soll es den windkraftsensiblen Arten außerhalb von mit Artenhilfsprogrammen "professionell gemanagten" Flächen gehen! Der Individuenschutz soll ausgehebelt werden!

Die Agora Energiewende – Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) gGmbH hat ein Arbeitspapier unter dem wohlklingenden Namen „Windenergie und Artenschutz – Wege nach vorn“ herausgebracht.

Den wesentlichen Inhalt dieser Analyse hat man auf Seite 2 unter 4 Punkten zusammengefasst!

Verkürzt dargestellt:

  • Konflikt zwischen Windkraftausbau und Vogelschutz konstruktiv durch Vereinheitlichung der Genehmigungsverfahren, Vogelschutz stärker auf Populationsschutz ausrichten und dafür ausreichend Flächen und Mittel bereitstellen
  • Sofortmaßnahme: Vogelschutz in Genehmigungsverfahren per Gesetz o. Verordnung rechtssicherer und zeitlich gestrafft ausgestalten
  • Schutz windenergiesensibler Vogelarten stärker am Populations- statt am Individuenschutz ausrichten, Sicherstellung für wirksamen Populationsschutz notwendiger Flächen, professionell gemanagte Artenhilfsprogramme, Entflechtung von Wind- und Vogelvorranggebieten. Artenschutzfonds aus mindestens 100 Mio. Euro pro Jahr an öffentlichen Mitteln + zusätzliche Ausgleichszahlungen der Windenergiebetreiber
    Hierzu sollen die Naturschutzverbände eingebunden werden. Warum eigentlich? Viele der Verbände haben den Artenschutz im Zusammenhang mit der Windkraft doch bereits von ihrer Agenda genommen!
  • Und „last but not least“ soll die Bundesregierung auf EU-Ebene eine Initiative starten, welche ein am Populationsschutz ausgerichtetes Zulassungsrecht für die Windkraft in Deutschland zulässt.

Die Umsetzung dieser „Strategie“ würde aus meiner Sicht einer „Bankrotterklärung“ für den Artenschutz“ in unserer noch artenreichen Bundesrepublik gleichkommen! Aufgrund der grünen Regierungsbeteiligung muss man, mit Blick auf den Koalitionsvertrag (Seite 55/56), wohl mit dem Schlimmsten rechnen.

Aber lest selbst:

Agora Energiewende – Windenergie und Artenschutz – Wege nach vorn

Um das ganze rund zu machen, gibt es auch noch ein entsprechendes Rechtsgutachten:

Windausbau und Artenschutz-Ziele: Vorschlag für ein europarechtskonformes (Ausnahme-)Regime für Windkraft an Land

Wer ist eigentlich Agora?”

Die Bundesinitiative VERNUNFTKRAFT e.V. hat da einige Antworten.

06.12.2021

Pressemitteilung der EU-Kommission:

Naturschutz: Unzureichender Schutz von blütenreichen Wiesen in Natura-2000-Gebieten – Kommission verklagt DEUTSCHLAND vor dem Gerichtshof der Europäischen Union

Die Kommission hat beschlossen, Deutschland vor dem Gerichtshof der Europäischen Union zu verklagen, da es blütenreiche Wiesen in Natura-2000-Gebieten nicht ausreichend schützt und damit den Anforderungen der Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG) nicht nachkommt. Die Richtlinie ist eines der wichtigsten Instrumente der EU zum Schutz der biologischen Vielfalt.

Siehe auch Artikel im Presseportal

06.12.2021

Artikel in der Zeitschrift „Nationalpark“

Vergessen und verloren?

Die Vögel des Feldes

„Statt die landwirtschaftliche Bodennutzung endlich an ordnungsrechtliche Betreiberpflichten und die Agrarsubventionen stärker an Naturschutzleistungen zu binden, setzen Politik und Verwaltung weiterhin auf den Abschluss freiwilliger Vereinbarungen. Für ihre Akzeptanz muss gezahlt werden“

Da spricht mir Herr Breuer  aus dem Herzen.

Artikel in der Zeitschrift NATIONALPARK 4/2021  von WILHELM BREUER

18.11.2021

Der Wiedehopf ist Vogel des Jahres 2022

Eine Gute Wahl!

Im Burgenlandkreis ist derzeit ein Brutpaar nacgewiesen

Artikel zur Wahl im PRESSEPORTAL

600 Millionen Vögel weniger – Neue Studie zeigt starke Rückgänge bei europäischen Brutvogelarten

Alarmierende Zahlen!

Artikel auf DDA.WEB

Erfreulich-Feldhamster muß besser geschützt werden!

Der Europäische Gerichtshof hat mit Urteil vom 28. Oktober 2021 (Rechtssache C-477/19) über ein Vorabentscheidungsverfahren des Verwaltungsgerichts Wien entschieden. Im Ausgangsverfahren hatte ein Bauträger in Österreich Baumaßnahmen auf einem Grundstück unternommen, auf dem sich Feldhamster angesiedelt hatten. Im Rahmen der Bauarbeiten wurden u. a. zwei Hamsterbaueingänge zerstört. Der Gerichtshof entschied, dass der Schutz der Fortpflanzungsstätten i. S. d. Habitat-Richtlinie auch deren Umfeld umfasst, sofern dieses für eine Fortpflanzung der Tierarten erforderlich ist. Der Schutz erstreckt sich auch auf solche Stätten, die nicht mehr genutzt werden, sofern eine Rückkehr der Tiere hinreichend wahrscheinlich sei. Eine „Beschädigung“ bzw. „Vernichtung“ sei bei schrittweiser Verringerung der ökologischen Funktionalität einer Fortpflanzungs- oder Ruhestätte gegeben. Eine absichtliche Beeinträchtigung sei nicht erforderlich.

Für die zuständigen Naturschutzbehörden, welche mit der Problematik umgehen müssen, eröffnet sich, neben sicher vielen weiteren, die Frage:

Wann ist „eine Rückkehr der Tiere hinreichend wahrscheinlich“?

URTEIL – Europäischer Gerichtshof-2021

Artikel auf Welt.de

Waldrapp illegal abgeschossen

Ein im Rahmen eines europäischen Wiederansiedlungsprojektes aufgezogenes Waldrapp-Weibchen wurde auf ihrem ersten Flug in den Süden in Italien abgeschossen. Der tot aufgefundene Vogel wurde mit dem Ergebnis, das dieser mit Schrot vom Himmel geholt wurde, geröntgt.

Der Waldrapp war in Europa ausgestorben. Bemühungen zu seiner Ansiedlung werden durch die immer noch, trotz europaweit geltender Artenschutzvorschriften, meist aus reiner Tötungslust weiter betriebene Vogeljagd u. a. in Italien, zu Nichte gemacht.

Lest Hierzu mehr im Nordkurier

https://www.nordkurier.de/aus-aller-welt/eine-der-letzten-ihrer-art-waldrapp-namens-dieks-illegal-abgeschossen-2645654910.html

„Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand“

Charles Darwin

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